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WeltrisikoberichtKlimawandel: In diesen Ländern herrscht das höchste Katastrophenrisiko

Die Regionen mit dem höchsten Katastrophenrisiko befinden sich erneut in Ozeanien, Südostasien, Mittelamerika sowie in West- und Zentralafrika.

Vanatu nach Zyklon Pam im Jahre 2015 © APA/EPA/DAVE HUNT
 

Der Klimawandel verschärft auch die Probleme rund um die Wasserversorgung - und erhöht damit wiederum die Verwundbarkeit gegenüber extremen Naturereignissen. Zu diesem Schluss kommt der neue Weltrisikobericht, den das Bündnis Entwicklung Hilft und das Institut für Friedenssicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht der Ruhr-Universität Bochum am Donnerstag in Berlin vorstellten.

Laut dem jährlichen Weltrisikoindex, der in diesem Jahr das Katastrophenrisiko von 180 Ländern durch eine kombinierte Analyse von Naturgefahren und Verwundbarkeit der Gesellschaft analysiert, befinden sich die Regionen mit dem höchsten Katastrophenrisiko erneut in Ozeanien, Südostasien, Mittelamerika sowie in West- und Zentralafrika.

Höchstes Katastrophenrisiko

Die drei Länder mit dem höchsten Katastrophenrisiko sind demnach die Inselstaaten Vanuatu, Antigua und Barbuda sowie Tonga. Insgesamt gehören zehn Inselstaaten zu den 15 Ländern mit dem höchsten Katastrophenrisiko, da sie Naturgefahren wie dem Anstieg des Meeresspiegels, Überschwemmungen, Wirbelstürmen und teilweise Erdbeben besonders ausgesetzt sind.

Das Land mit dem niedrigsten Katastrophenrisiko weltweit ist Katar, der Kontinent mit dem niedrigsten Risiko Europa. Von den Ländern mit der höchsten gesellschaftlichen Verwundbarkeit liegen 13 in Afrika. An erster Stelle steht die Zentralafrikanische Republik, gefolgt vom Tschad, der Demokratischen Republik Kongo sowie Eritrea.

Probleme bei Wasserversorgung

Wassersicherheit bedeutet zum einen einen garantierten Zugang zu ausreichender Wasserversorgung, zum anderen aber auch Schutz vor den Gefährdungen durch Wasser, heißt es in dem Bericht. Die Auswirkungen des Klimawandels verschärften wasserbedingte Probleme nicht nur in trockenen Gebieten, sondern weltweit. Extreme Naturereignisse wie Dürren am Horn von Afrika, Zyklone mit Überschwemmungen im südlichen Afrika oder in Asien brächten über Jahrzehnte etablierte Abläufe in der Wasserversorgung an ihre Grenzen.

Im Falle extremer Naturereignisse und gewaltsamer Konflikte kann es demnach je nach Situation noch weitaus schwieriger als in krisenfreien Zeiten werden, eine sichere Wasserversorgung zu gewährleisten.

Der Weltrisikoindex macht erneut deutlich, dass eine sehr hohe Gefährdung durch Naturereignisse nicht notwendigerweise ein sehr hohes Risiko bedeutet. So sind beispielsweise die Niederlande in besonderem Maße durch den Meeresspiegelanstieg bedroht, können aber dank einer sehr niedrigen Verwundbarkeit ihr Risiko begrenzen. Dadurch liegt das Land im Weltrisikoindex nur auf Platz 77.

Um das Risiko der am meisten betroffenen Länder zu senken, fordern die Autoren des Berichts, den fatalen Kreislauf aus besonderer Gefährdung und Verwundbarkeit durch Maßnahmen auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene zu durchbrechen.

"Ohne den Willen der internationalen Gemeinschaft, die in Paris vereinbarten Klimaziele einzuhalten, werden aber Katastrophenschutzbehörden und lokale Initiativen wie etwa die Pflanzung von Mangrovenwäldern zur Eindämmung der Erosion von Küsten, lokale Frühwarnsysteme und Evakuierungsübungen von lokalen Gruppen nur eingeschränkt erfolgreich sein", heißt es in dem Bericht weiter. Maßnahmen müssten zudem flächendeckend umgesetzt werden und insbesondere den Ärmsten der Armen zur Verfügung stehen.

 

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