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Vor der WahlWie Top-Klimaforscher versuchen, die Politik aufzurütteln

Österreichische Wissenschaftler präsentieren einen Leitfaden für die künftige Regierung: "Wir wollen politisch relevant sein."

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Der Klimawandel bedroht die Gletscher
Der Klimawandel bedroht die Gletscher © APA/HANS KLAUS TECHT
 

Knapp drei Wochen vor den Wahlen steigen Österreichs Top-Klimaforscher in den Ring. Eine Premiere: Noch nie zuvor haben mehr als 70 Wissenschaftler einen umfassenden Leitfaden für eine künftige Regierung geliefert. "Wir wollen politisch relevant sein," sagt Koordinator Mathias Kirchner zu dem ungewöhnlichen Schritt. Der in mehreren Monaten erarbeitete "Referenzplan" soll Basis für den nationalen Energie- und Klimaplan (NEKP) werden, den Österreich bis Jahresende bei der EU-Kommission in Brüssel abliefern muss. Zudem will das Climate Change Center Austria (CCA) kurz vor der Wahl die konkrete Klimaschutz-Kompetenz aller Parteien bewerten. "Wann, wenn nicht jetzt, gerade weil derzeit viel Nebel erzeugt wird," kritisiert Gottfried Kirchengast, Klimaforscher am der TU Graz oft gewisse Angstmache im Wahlkampf. 

Kommentare (8)

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isteinschoenerName
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Ich kann Fr. Klara Maria Schenk von Greenpeace Österreich, ...

nur vollends beipflichten.

Schrieb sie doch jüngst, in Anlehnung an die veröffentlichte CO2-Emissions-Statistik:

"Seit ich 7 Jahre alt bin, verspricht die ÖVP die CO2 Emissionen zu senken. Konkret um 20% bis 2005. Ich bin jetzt 36 und die Emissionen sind seit 1990 um fast 5% gestiegen. Im EU Schnitt sind’s ca. minus 23% also ja, es ginge. Nur eben nicht mit heißer Luft."

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rochuskobler
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Der Klimawandel ist bereits voll im Gange

...und ist auch nicht zu stoppen, wenn nicht die CO2-Hauptemittenten USA, China, Indien und andere mehr bewegt werden können, das Pariser Abkommen zu erfüllen. Die EU macht gerade mal 10 bis 12 % der weltweiten CO2-Emissionen aus. Österreich macht überhaupt gerade mal 0,2 % der weltweiten CO2 Emissionen aus und glaubt, die Welt retten zu können, lächerlich! Die EU strengt sich zwar an, macht aber auch einen Fehltritt nach dem anderen. So müssen die Deutschen schön langsam eingestehen, dass ihre Energiewende gescheitert ist. Wir sind derzeit politisch total aufgehetzt und am besten Weg, den Flop der Deutschen noch zu topen. Wir machen so unsere Industrie und den sozialen Frieden kaputt und sind auf den besten Weg zu einer Ökodiktatur. Der CO2-Blockwart ist ante portas und das CO2-Umerziehungslager nicht mehr weit.

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isteinschoenerName
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Daten des Global Footprint Networks von 2016

Wenn man den Ressourcenverbrauch eines Österreichers auf die gesamte Weltbevölkerung umlegt, dann hätten wir im Jahr 2016 zur Befriedigung dieses Ressourcenverbrauchs nicht 1 Erde gebraucht, sondern 3,7 Erden.

Auf einen Chinesen bezogen wären es immerhin 2,2 Erden gewesen.
Ist zwar auch zu deutlich viel, trotzdem sind es nur 60% des österreichischen Pro-Kopf-Ressourcenverbrauchs.

Bezogen auf einen Inder wäre diese Zahl 0,72 gewesen. (Somit weniger als ein Fünftel vom Verbrauch eines Österreichers.)

Was bedeutet das?
Um die Zukunft unserer Kinder und Kindes Kinder zu retten, muss eine große Wende in Gang gesetzt werden. Und ja, diese Wende muss von uns ausgehen.

Quelle: Global Footprint Network, siehe "Ecological Footprint (Number of Earths)"

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rochuskobler
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Relativ

alles relativ. Zählen tun jedoch die absoluten Zahlen. Wenn wir Österreicher 0 CO2 ausstoßen würden, blieben weltweit immer noch 99,8 % übrig. Also lassen wir die Amerikaner, Chinesen, Inder usw. anfangen.

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isteinschoenerName
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@rochuskobler Eigentlich ist es komplett logisch ...

... und überhaupt nicht schwer zu verstehen, WER hier eine umfassende Wende einleiten muss.

Natürlich sind das VOR ALLEM jene westlichen Nationen, die jetzt schon Umweltverschmutzung und Ressourcenverbrauch betreiben, als gäbe es kein morgen, ja als hätten wir alle keine Nachkommen!!

Wir West-Europäer wollen einem armen Inder, der von unserem Lebensstandard sowieso nur träumen kann, vorschreiben, dass er VOR UNS seinen Lebenstil hin zu mehr Nachhaltigkeit zu ändern hat??

Bitte erklären Sie uns mal genauer, wie sie darauf kommen. Warum sollte er das machen ihrer Meinung nach machen, und wie?

Und was den Ressourcenverbrauch von China betrifft, der ist nur deshalb so hoch, weil wir aus China massenhaft Waren kaufen und quer über den Weltball zu uns transportieren lassen. Dem "gewöhnlichen" Chinesen kann man die "2,2 verbrauchten Erden" daher nicht anlasten.
Uns Österreicher die "3,7 verbrauchten Erden" aber sehr wohl.

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isteinschoenerName
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Ich komme mir in etwa so vor...

.. wie in einem Haus mit vielen Wohnungen, das in Flammen steht, und es gibt keinen Ausgang.

Zur Verhinderung eines Vollbrands gäbe es zwar *gerade noch* genügend Feuerlöscher, doch niemand beginnt zu löschen.

"Mein Nachbar löscht auch noch nicht, warum soll ich anfangen?"

Der Herr Österreicher so:
"Geh lasst mich doch in Ruhe mit euer Hysterie! Außerdem ist meine Wohnung viel kleiner als die meiner Nachbarn, die trägt viel weniger zum Gesamtbrand bei."

*facepalm*

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UVermutung
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Die Energiewende ist alternativlos...

...wenn wir unsere Kinder oder Enkel nicht umbringen wollen.
Wenn wir als kleines Österreich und als nicht mehr so kleine eu unsere Hausaufgaben machen, werden wir auch Druck gegenüber anderen aufbauen können.
Ausserdem Klimaschutz ist ein Konjunkturpaket.
Es wird uns damit nicht schlechter gehen. Mittelfristig wird eher das Gegenteil der Fall sein.

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rochuskobler
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Märchenonkel

..wissen Sie, die Afrikaner sind noch arm aber schmutzig, was CO2 betrifft. Die wollen auch alle reich werden mit richtig viel Emissionen. Denen dabei zu helfen, dass sie unsere Fehler nicht auch alle machen, wäre eine lohnende Aufgabe. In Indien und China gehen jährlich tausende neue Kohlekraftwerke ans Netz, die Amerikaner aktivieren gerade auch wieder ihre Kohle für die Stromerzeugung. Das alles zu verhindern mit unseren modernen umweltfreundlichen Technologie wäre wirklich sinnvoll fürs Weltklima. Ist nur halt politisch nicht umzusetzen. Stattdessen quetschen wir bei unseren bereits hohen Standards noch das letzte und daher wahnsinnig teure Einsparungspotential heraus und schaden unserem kleinen tüchtigen Land. Das Klima wird’s nicht ändern.

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