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Sonne International in MyanmarJochen Meissner radelt für den guten Zweck

Der Oberösterreicher Jochen Meissner radelt 3000 Kilometer von Yangon nach Singapur, um Straßenkindern ein besseres Leben zu ermöglichen.

Jochen Meissner mit Kindern, die bereits von der NGO profitieren © Jochen Meissner | Sonne International
 

"Er ist schon ein Verrückter", erzählt die Steirerin Maria Schaunitzer über ihren Kollegen bei der Hilfsorganisation Sonne International Jochen Meissner - und meint das im besten Sinne des Wortes. Denn der gebürtige Oberösterreicher, der im Jahr 2012 nach Myanmar reiste und in dem Land seitdem Touren für Touristen anbietet, setzt gerade eine Idee um, die ihn schon seit Jahren begleitet: Der begeisterte Hobby-Radler fährt quer durch Südostasien.

Dabei hat Meissner gleich zwei Ziele. Ein Ziel lautet Singapur, das am Ende der rund 3000 Kilometer langen Rad-Tour stehen soll, die ihren Ausgang am 25. August in der Stadt Yangong nahm. Das zweite Ziel ist, so viele Kinder wie möglich aus den Slums der Hauptstadt Myanmars zu holen und ihnen Nahrung, Bildung und medizinische Versorgung zugänglich zu machen. 15.000 Euro möchte Meissner auf diesem Wege lukrieren. Dies geschieht einerseits über Sponsoring, andererseits mit Spenden, die direkt auf der Homepage von Sonne International getätigt werden können.

Durch den Monsun

Gegenwärtig ist Halbzeit. Sowohl was die Reisetage betrifft als auch die eingenommenen Spenden. Meissner und seine zwei Begleiter erreichten gestern das thailändische Surat Thani. In vier Tagen wollen die Abenteurer in Malaysia sein.

Zwar ist die Kulisse, die sich Meissner bietet, teilweise atemberaubend schön, als Urlaubstrip lässt sich die Tour jedoch nicht bezeichnen. Die Straßen in Myanmar sind in sehr schlechtem Zustand, sodass das Material stark beansprucht wurde. Moskitos und wilde Hunde erschweren die Reise. "Einmal hat ein Affe versucht, eine unserer Taschen zu klauen", berichtet Meissner. Dazu kommt der Monsun, der Wege in Schlammpisten verwandelt. Die Reise nach der Regenzeit zu wagen, war nicht möglich, denn dann kommen wieder die Touristen, Meissners tägliches Brot.

Der Regen wird zwar weniger, dafür nimmt die Hitze zu. Doch Meissner ist nach wie vor hoch motiviert: "Nach 1700 absolvierten Kilometern sind wir alle fit und gesund und haben unser Ziel vor Augen", berichtet er. Wenn auch das Spenden-Ziel erreicht wird, können damit 40 Kinder für ein Jahr lang im Förderzentrum der NGO versorgt werden und bekommen so eine echte Chance auf ein besseres Leben.

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