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Hurrikan ''Dorian''"Historische Tragödie" zerstörte 13.000 Häuser

"Dorian" ist der bisher schlimmste Hurrikan auf den Bahamas. Das volle Ausmaß der Schäden ist noch nicht absehbar, aber 13.000 Häuser und Wohnungen wurden zerstört oder schwer beschädigt.

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Dorian zieht in Richtung USA weiter, in Florida ist er schon spürbar © (c) APA/AFP/EVA MARIE UZCATEGUI
 

Hurrikan "Dorian" hat auf den Bahamas schwere Schäden angerichtet - und seine Ausläufer bedrohen auch die Südostküste der USA. Auf der karibischen Inselgruppe südöstlich der Küste Floridas hinterließ der Wirbelsturm schwere Zerstörungen. Teile Grand Bahamas wurden großflächig überschwemmt. Mindestens fünf Menschen starben Behördenangaben zufolge auf den benachbarten Abaco-Inseln.

Nach ersten Erkenntnissen gab es zahlreiche Verletzte, wie Regierungschef Hubert Minnis am Montag in New Providence sagte. Etwa 13.000 Häuser wurden demnach beschädigt oder zerstört. Minnis bezeichnete den Wirbelsturm, der Windgeschwindigkeiten von fast 300 Stundenkilometern erreicht hatte, als "historische Tragödie" für die zwischen Kuba und Florida gelegene Inselgruppe. Am Dienstagvormittag (Ortszeit) gab es zunächst keine Neuigkeiten zu Schäden und Rettungseinsätzen auf den Bahamas. Der Minister für nationale Sicherheit, Marvin Dames, sagte aber, die Zahl der Todesopfer werde steigen. Unter den fünf bestätigten Toten seien Kinder, zitierte ihn die Zeitung "The Nassau Guardian". Es handle sich um "eine Krise epischer Ausmaße".

Der Wirbelsturm peitschte nach Angaben der Meteorologen am Dienstag aber immer noch mit Windgeschwindigkeiten von rund 200 Stundenkilometern über die Inselgruppe hinweg. Bewohner sollten daher vorerst in ihren Notunterkünften bleiben. Vom Flughafen der Hauptstadt des Inselstaates, Nassau, hieß es am Dienstag, es gebe erneut zahlreiche Flugausfälle. Reisende sollten ihre Fluggesellschaften kontaktieren. Der Flughafen der Stadt Freeport auf Grand Bahama blieb geschlossen. Wie auf einem Video vom Montag zu sehen war, stand er unter meterhohem Wasser.

Drohnen helfen bei Rettungseinsätzen

Im staatlichen Rundfunk ZNS wurden Hilferufe von Menschen verlesen, die inmitten der Fluten feststeckten. In sozialen Medien wurden weiter zahlreiche Videos überfluteter Straßen verbreitet. Es gab auch viele Nachrichten von Menschen, die um Hinweise auf vermisste Angehörige baten.

Dorian: Historische Verwüstung

Mindestens fünf Menschen sind während des Hurrikans "Dorian" auf den Bahamas ums Leben gekommen. Das sagte der Premierminister der karibischen Inselgruppe, Hubert Minnis.

(c) AP (Tim Aylen)

 21 Verletzte seien von den bereits am Sonntag getroffenen Abaco-Inseln in ein Krankenhaus in der Hauptstadt Nassau geflogen worden, bei fünf von ihnen sei der Zustand ernst.

(c) APA/AFP/ADAM DELGIUDICE (ADAM DELGIUDICE)

Minnis wollte sich auf Anfrage nicht dazu äußern, wie hoch die Zahl der Todesopfer noch steigen könne.

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"Wir erleben eine historische Tragödie", sagte Minnis.

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Das Zentrum des Wirbelsturms befand sich am Montagnachmittag (Ortszeit) über der Insel Grand Bahama im Norden des Landes und bewegte sich nur sehr langsam.

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 Die Insel werde noch bis Dienstag von zerstörerischen Winden und Sturmfluten betroffen sein, teilte das Nationale Hurrikan-Zentrum (NHC) der USA in Miami mit.

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Viele Menschen auf Grand Bahama seien in großer Not, sagte Minnis. 

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Ihnen werde geholfen, sobald die Wetterbehörde die Bedingungen für sicher erkläre. Auf den Abaco-Inseln liefen die Rettungsarbeiten mittlerweile an.

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Nach den Bahamas dürfte "Dorian" Kurs auf Florida nehmen, sein genauer Weg aber blieb ungewiss. 

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Nach Einschätzung des NHC dürfte der Hurrikan in der Nacht auf Dienstag und bis Mittwoch der Küste Floridas "gefährlich nahe" kommen. 

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Für weite Teile der Küste galten weiter Hurrikan-Warnungen.

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Die Karibische Katastrophenschutzagentur CDEMA werde bei Such-und Rettungseinsätzen Drohnen nutzen, teilte der frühere Regierungssprecher Latrae Rahming auf Twitter mit.

Der Hurrikan hatte die Bahamas am Sonntag erreicht und sich dort quasi festgesetzt. Nur quälend langsam bewegte er sich vorwärts: Am Dienstag schob er sich nur mit einem Tempo von zunächst zwei und später vier Kilometern pro Stunde voran. Erst am späten Dienstagabend (Ortszeit) sollte "Dorian" nach Angabe der dortigen Wetterbehörde vollständig über die Bahamas hinweggezogen sein.

Zum Zeitpunkt seiner Ankunft in dem karibischen Inselstaat hatte "Dorian" Windböen von fast 300 Kilometern pro Stunde entwickelt - und gehörte damit zu den Wirbelstürmen der gefährlichsten Kategorie fünf. Rettungseinsätze waren unter den Wetterbedingungen zunächst unmöglich. Es handelte sich um den verheerendsten Wirbelsturm auf den Bahamas seit Beginn moderner Aufzeichnungen. Regierungschef Hubert Minnis sprach angesichts der noch gar nicht gänzlich erfassbaren Zerstörung von einer "historischen Tragödie".

USA kommt wohl glimpflich davon

Nach dem Eintreffen auf den Bahamas schwächte sich der Sturm nach und nach ab. Am Dienstagmittag (Ortszeit) entwickelte er nach Angaben des Nationalen Hurrikan-Zentrums Windböen mit einer Geschwindigkeit von 175 Kilometern pro Stunde. Damit wurde der Wirbelsturm zu einem Hurrikan der Kategorie zwei herabgestuft. Die Werte lagen aber nur ganz knapp unterhalb der Schwelle zur Kategorie drei. Die Experten mahnten, der Sturm sei weiterhin extrem gefährlich.

Zuletzt bewegte sich der Hurrikan langsam Richtung Norden weiter. Er sollte im Laufe des Dienstags und Mittwochs der Küste Floridas gefährlich nahekommen, und später - am Mittwoch und Donnerstag - auch sehr nah entlang der Küste in den US-Bundesstaaten Georgia, South Carolina und North Carolina vorbeiziehen. Ursprünglich hatten Meteorologen befürchtet, dass "Dorian" mit voller Wucht auf Florida treffen würde. Der Sturm änderte auf seinem Weg jedoch seinen Kurs.

Die Auswirkungen in Florida, wie auch in den angrenzenden Bundesstaaten, dürften nun geringer ausfallen als ursprünglich befürchtet. Die Bewohner der betroffenen US-Staaten machen sich aber auf Sturmböen, Regen und Flutwellen in den kommenden Tagen gefasst. Dort liefen in den vergangenen Tagen intensive Vorbereitungen für den Sturm: Menschen verbarrikadierten ihre Häuser, füllten Sandsäcke und deckten sich mit Notvorräten ein, manche suchten auch Zuflucht in Notunterkünften.

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