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Schiffsunglück in BudapestHoher Wasserstand behindert die Bergung

Ein dringend benötigter Schwimmkran kann wegen des Hochwassers eine Brücke nicht passieren.

© APA/AFP/FERENC ISZA
 

Mehr als eine Woche nach dem Schiffsunglück auf der Budapester Donau wird die Bergung des gesunkenen Ausflugsschiffs weiterhin durch den hohen Wasserstand des Flusses verhindert. Ein seit Tagen erwarteter Schwimmkran könne die nahe am Unglücksort gelegene Margaretenbrücke nicht passieren, sagte Gerald Haider, Leiter des Stabs der Direktion für Spezialeinheiten im Innenministerium, im APA-Gespräch.

Nun müssen laut Haider die Einsatzkräfte das Absinken des Pegels abwarten, da ein Eindringen in das Wrack für Taucher weiterhin verboten ist. Ist der 200 Tonnen schwere Schwimmkran erstmal an Ort und Stelle, dann könnte das Wrack mit hoher Wahrscheinlichkeit gehoben werden. "Davor müssen Ankerpunkte für den Hebevorgang identifiziert werden. Dazu ist ein Industrietaucher mit schwerer Ausrüstung im Einsatz", sagte Haider. Selbst wenn es erlaubt wäre, könnte dieser aufgrund seiner Ausrüstung jedoch nicht in das Wrack vordringen und nach den noch 15 vermissten Menschen suchen.

Budapest: Tote bei Schiffsunglück

Beim Zusammenstoß zweier Schiffe auf der Donau in Budapest sind am späten Mittwochabend mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen.

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Hier finden Sie Bilder vom Rettungseinsatz nach dem Unglück.

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Die auf Bitten Ungarns angereisten österreichischen Einsatzkräfte der Cobra leisten unterdessen weiterhin technische Aufklärungsarbeit. Mittels Sonargeräten werde der Donauboden gescannt, um festzustellen, wo und wie das Wrack liegt. Auch bei der Hebung des Wracks werde die technische Arbeit der Österreicher gebraucht, um bei etwaigen Vorfällen rasch ein Bild von der neuen Lage zu erhalten, sagte Haider. Da ein Taucheinsatz unwahrscheinlicher geworden ist, befindet sich nur noch ein österreichisches Team anstatt der ursprünglichen drei in Budapest.

Schlechte Wetterverhältnisse und starke Strömungen verhinderten bisher, dass das am 29. Mai gesunkene Ausflugsschiff "Hableany" ("Nixe") mit einer südkoreanischen Reisegruppe an Bord geborgen werden konnte. Zu dem Unglück mit mindestens 13 Toten und noch immer 15 vermissten Menschen war es gekommen, als die relativ kleine "Hableany" mit dem wesentlich größeren Flusskreuzfahrtschiff "Viking Sigyn" zusammenstieß. An Bord waren neben 33 Südkoreanern auch zwei ungarische Besatzungsmitglieder. Der Kapitän der "Viking Sigyn", ein 64-jähriger Ukrainer, wurde verhaftet.

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