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Schiffsunglück in Budapest Vordringen in das Wrackinnere weiter lebensgefährlich

Am Montagvormittag bereiteten sich laut ungarischen Medien südkoreanische Taucher für einen Einsatz vor. Ein Vordringen in das Wrackinnere ist ihnen jedoch aufgrund von Lebensgefahr verboten.

Trauer, viele offene Fragen und andauernde Bergungsarbeiten in Budapest
Trauer, viele offene Fragen und andauernde Bergungsarbeiten in Budapest © (c) APA/AFP/ATTILA KISBENEDEK
 

Nach dem Schiffsunglück auf der Budapester Donau in der Nacht auf vergangenen Donnerstag sind Erkundungstauchgänge zum Wrack des kleinen Ausflugsschiffs "Hableany" ("Nixe") geplant. Am Montagvormittag bereiteten sich laut ungarischen Medien südkoreanische Taucher für einen Einsatz vor. Ein Vordringen in das Wrackinnere ist ihnen jedoch aufgrund von Lebensgefahr verboten.

Um den Einsatz nicht zu stören, wurde die Budapester Margaretenbrücke für den Fußgängerverkehr gesperrt. Auf deren Höhe hatte sich der Zusammenstoß des kleinen Ausflugsschiffs mit dem wesentlich größeren Flusskreuzfahrtschiff "Viking Sigyn" ereignet.

Erkundungstauchgänge

Ein für die Bergung des Wracks geeigneter Schwimmkran konnte wegen des hohen Wasserstandes bisher nicht zur Unfallstelle gelangen, da es mit dem 200-Tonnen-Gerät nicht möglich war, die Brücke zu passieren, sagte der Direktor der ungarischen Terrorabwehr-Zentrale (TEK), Janos Hajdu, am Montag auf einer Pressekonferenz. Es fänden Erkundungstauchgänge statt, um nach Möglichkeiten für die Hebung des Wracks zu suchen, zitierte das ungarische Internetportal "Blikk.hu".

Hajdu bedankte sich bei der österreichischen Cobra-Einheit, die eine spezielle Sonartechnik zur Verfügung gestellt hatte. Diese Technik habe die genaue Ortung des Wracks ermöglicht. Bei geeigneten Bedingungen sollen täglich mehrere Erkundungstauchgänge erfolgen, um die Leichen im versunkenen Boot möglichst bald bergen zu können. Denn 110 Stunden nach der Tragödie gebe es keine Hoffnung, die Opfer lebend zu bergen, betonte auch die südkoreanische Zeitung "Chosun".

Laut dem Internetportal "Infostart.hu" wurden unterdessen zwei weitere Leichen aus der Donau geborgen, die Identifizierung war im Gang. Die Fundorte lagen bei Harta und bei Mohacs im Süden Ungarns. Bei einem Toten, der bei einem Getreide-Umladeplatz bei Harta, rund 120 Kilometer von Budapest entfernt, am Ufer entdeckt wurde, soll es sich um einen koreanischen Mann im Alter von um die 50 Jahre handeln. Diese Angaben stammten von Beschäftigten der Anlage, die den Leichnam Montagvormittag gefunden hatten. Über die zweite Leiche bei Mohacs, rund 200 Kilometer von der ungarischen Hauptstadt entfernt, wurde vorerst nichts Näheres bekannt.

Auch Sachgegenstände der 21 vermissten südkoreanischen Touristen, wie Hüte, ein Rucksack und Sandalen, wurden 14 Kilometer südlich von Budapest bei einer ausgedehnten Suchaktion am Donauufer entdeckt, berichtete das ungarische Internetportal "24.hu" am Montag unter Berufung auf "Chosun". Aus diesem Grund werde die Suche ausgedehnt.

Auf dem untergegangenen Schiff hatten sich insgesamt 33 südkoreanische Touristen und zwei ungarische Besatzungsmitglieder befunden. Sieben Menschen wurden unmittelbar nach dem Unfall tot geborgen. Neben aus Südkorea angereisten Einsatzkräften beteiligten sich drei österreichische Teams mit insgesamt zehn Tauchern des Einsatzkommandos Cobra, die auf Ersuchen von Ungarn vom Innenministerium nach Budapest geschickt worden waren.

Mehrere Leichen waren am Wochenende auf dem ungarischen Abschnitt der Donau bei der Kleinstadt Ercsi im Komitat Fejer geborgen worden, berichtete die Internetausgabe der Zeitung "Magyar Nemzet". Die Identifizierung war Montagvormittag noch nicht abgeschlossen. Daher gab es zunächst keine Bestätigung der Behörden, ob es sich um nach einem Schiffsunglück in Budapest Vermisste handelt.

Budapest: Tote bei Schiffsunglück

Beim Zusammenstoß zweier Schiffe auf der Donau in Budapest sind am späten Mittwochabend mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen.

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Hier finden Sie Bilder vom Rettungseinsatz nach dem Unglück.

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