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Schwarzer SchneeSibirische Behörden haben Verursacher ausgeforscht

Der zuständige Gouverneur lässt eine Kohlefabrik ohne Filteranlagen vorübergehend schließen.

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© (c) APA/AFP/STR (STR)
 

Schwarzer Schnee hatte vor über zwei Wochen große Besorgnis bei den Bewohnern mehrerer Orte im sibirischen Kusbass-Kohlerevier ausgelöst - nun haben die Behörden nach eigenen Angaben den mutmaßlichen Verursacher gefunden. Am Dienstag ließ der Gouverneur der betroffenen Region Kemerowo eine Kohlefabrik vorübergehend schließen.

Die Behörden warfen ihrem Management vor, den bei der Produktion anfallenden Kohlestaub seit Jahren ungefiltert in die Luft zu blasen. "Sie töten sich, Sie töten die Menschen, die für sie arbeiten, und Sie töten alles um sich herum", sagte Gouverneur Sergej Ziwiljow im Fernsehen. Er kündigte an, alle Dokumente über die Fabrik der Staatsanwaltschaft zu übergeben und persönlich die Beaufsichtigung der Fabrik zu übernehmen.

"Mordor" in Russland

Die Fabrik liegt in der Stadt Kiseljowsk, die gemeinsam mit zwei weiteren Städten besonders schwer unter dem ungewöhnlichen Schneefall gelitten hatte. Fotos in den Online-Netzwerken zeigten grauen bis schwarzen, öligen Schnee, der Häuser und Autos bedeckte und sich nach Angaben der Einwohner nur schwer abwaschen ließ. Einige verglichen ihre Umgebung bereits mit dem düsteren Reich Mordor aus Tolkiens "Herr der Ringe".

Viele fürchteten um ihre Gesundheit und vor allem um die Gesundheit ihrer Kinder und verboten ihnen, draußen zu spielen. Messungen ergaben, dass die Luftverschmutzung doppelt so hoch war wie der Grenzwert.

Kommentare (2)

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umo10
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Solche Nachrichten sind wichtig

Gut, dass das Handy so verbreitet ist. Hoffentlich ist es noch nicht zu spät und das Klima kippt nicht

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Kristianjarnig
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Na, ich glaube die 10 Sekunden vor Mitternacht haben wir bereits lange hinter uns...

...oder glauben Sie unsere Enkel und der Kinder werden in einer besseren(lach) Welt leben?

Da haut China Drecks raus als gäbe es kein morgen, die Amis scheren sich ebensowenig darum, da ist es wichtiger deren Flugzeugträger am laufen zu halten, bei den Russen sieht es, trotz dieses Berichtes, nicht viel anders aus.

Dafür wird jetzt die EU die Insel der "seligen", wir retten jetzt die Welt.

Hart ausgedrückt wird das letztlich unserer Wirtschaft das Genick brechen(z.b. der Autoindustrie) weil sie mittelfristig wohl nicht mehr mit der Konkurrenz mithalten können.
Natürlich ist Europas Versuch die "Welt zu retten" lobenswert, allerdings stehen wir, Hand aufs Herz, auf verlorenem Posten mit den 3 Hauptverschmutzern die oben genannt wurden.
Dann kommen noch zig Schwellenländer wie auch Indien und Pakistan dazu, die haben(glauben sie) wirklich andere Sorgen als die Umweltverschmutzung.

Kurzform der Antwort: JA, es ist zu spät. Und man erkennt kein Einlenken sehr vieler der G7. So ehrlich muß man sein und so viel Realitätssinn muß man haben.
Ganz abgesehen das wir vor einem neuen kalten Krieg stehen der auch auf die Kappe der 2 Oberkasperln Putin und Trump gehen. Man muß schließlich der stärkere Mann sein.......
Könnte also sein das Umweltverschmutzung in naher Zukunft unser kleinstes Problem ist.

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