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Weltjugendtag in PanamaPapst Franziskus will keine "coolere" Kirche

Papst Franziskus fordert Jugendliche zu "konkreten Diensten an unseren Brüdern und Schwestern" auf. US-Präsident Trump richtet er aus: "Eine Person, die daran denkt, Mauern anstatt Brücken zu bauen, ist nicht christlich."

Der Papst in Panama City, flankiert von Präsident Juan Carlos Varela und First Lady Lorena Castillo
Der Papst in Panama City, flankiert von Präsident Juan Carlos Varela und First Lady Lorena Castillo © (c) AP (Alessandra Tarantino)
 

Papst Franziskus will Jugendliche nicht mit einer "cooleren" Kirche vom katholischen Glauben überzeugen.

Bei einer Rede beim Weltjugendtag in Panama rief der 82-Jährige seine Zuhörer am Donnerstag auf, mit "frischer Energie" voranzugehen. "Nicht, um eine Parallel-Kirche zu gründen, die 'lustiger' oder 'cooler' ist." Das würde nicht ausreichen, um junge Menschen glücklich zu machen, betonte der Papst. Die "Frische und Jugend" der Kirche müsse vielmehr durch "Dienst an unseren Brüdern und Schwestern" wiedererweckt werden - und zwar durch einen "konkreten Dienst".

200.000 Besucher

Das Oberhaupt der Katholiken war am Mittwoch nach Panama gereist. An dem fünftägigen Treffen in dem zentralamerikanischen Land nehmen 200.000 Besucher teil. Aus Österreich sind mehr als 200 Pilger angereist. Eine vom Papst geleitete Abschlussmesse unter freiem Himmel bildet am Sonntag den Höhepunkt des Treffens.

Weltjugendtage

Weltjugendtage finden alle zwei bis drei Jahre statt. An wechselnden Orten kommen zu diesem Anlass katholische Jugendliche aus aller Welt zusammen, um ihren Glauben zu feiern. Der jetzige Weltjugendtag in Panama-Stadt dauert bis zum Sonntag und ist nach den Veranstaltungen in Buenos Aires (1987) und Rio de Janeiro (2013) der dritte in Lateinamerika.

"Mit euren Gesten und eurem Verhalten, mit euren Blicken, mit den Wünschen und vor allem mit der Sensibilität, die ihr habt, widerlegt und entschärft ihr all jene Reden, die darauf bedacht sind, Spaltung hervorzurufen und die mit aller Kraft diejenigen ausschließen und vertreiben wollen, die "nicht wie wir sind"", sagte der Pontifex.

"Ist nicht christlich"

Der Argentinier spricht sich immer wieder gegen Abschottung aus und hatte sich auch in die von US-Präsident Donald Trump forcierte Debatte über den Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko eingeschaltet. Bei seiner Mexiko-Reise 2016 hatte Franziskus gesagt: "Eine Person, die daran denkt, Mauern anstatt Brücken zu bauen, ist nicht christlich."

Heute erwartet den Pontifex ein ruhigeres Programm: Franziskus will sich um 16.30 Uhr (MEZ) mit jugendlichen Straftätern treffen und Häftlingen auch die Beichte abnehmen. Später will sich Franziskus mit jungen Gläubigen auf einen Kreuzweg begeben.

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