Noch immer gibt es viele Fragezeichen im Fall eines toten, etwa dreijährigen Mädchens in Athen. Es wurde am Sonntag (27. Juli) tot an Strand des Athener Vororts Palaio Faliro angespült aufgefunden. Der Fall hatte für Aufsehen gesorgt, weil das nur in einem Badeanzug bekleidete Mädchen von niemandem vermisst wurde. Die Identität war unbekannt, die Ermittler standen vor einem Rätsel.

Nun ist griechischen Medien zufolge, Bewegung in die Ermittlungen gekommen. Eine Frau wurde festgenommen, bei der es sich um die Mutter des Kindes handeln soll. Sie konnte nach der Sichtung von Aufnahme mehrere Überwachungskameras ausgeforscht werden. Medienberichten zufolge zeigt ein Video die Frau, wie sie das Mädchen in einem Kinderwagen an der Küstenstraße entlang schiebt, die parallel zu dem Strand verläuft, an dem später die Leiche des Kindes gefunden wurde. Das Gesicht des Kindes war auf den Aufnahmen verdeckt. Überwachungskameras zeigen die Frau zu einem späteren Zeitpunkt an einem anderen Ort mit leerem Kinderwagen.

Die Frau soll aus Algerien stammen, drei Kinder, aber keinen gültigen Aufenthaltsstatus haben. Das soll auch der Grund gewesen sein, warum es schließlich zu der Tat kam. Laut Aussage der Mutter soll sich das Kind bei einem Sturz in der Wohnung verletzt haben. Da sie aufgrund ihrer Illegalität im Land, Angst hatte, in ein Krankenhaus zu gehen, wollte sie das Kind aussetzen, damit ihm geholfen werde. Ermittler vermuten, dass das Kind zu diesem Zeitpunkt bereits tot gewesen sein könnte. Die Aufnahmen zeigten das Mädchen im Kinderwagen reglos, wie CNN Greece berichtet.

Dies würde sich mit dem Ergebnis einer Autopsie decken, berichten griechische Medien, wonach das Mädchen nicht wie zunächst vermutet ertrunken ist, sondern bereits tot war, als es ins Meer gelangte. Im Wasser selbst soll es maximal zwei Stunden gelegen haben. Die Ermittlungen dauern an.