In ihren Videos sitzt Xiskya Valladares meist fröhlich in beigem Ordensgewand, mit Schleier und Brille auf einem schwarzen Bürostuhl. Von ihrem Schreibtisch in Palma de Mallorca aus beantwortet sie die Sorgen von Katholikinnen und Katholiken aus aller Welt. Da will ein User wissen, ob Homosexualität eine Sünde ist. Valladares, 56 Jahre alt aus Nicaragua, erklärt, dass Homosexualität nach katholischer Lehre selbst keine Sünde sei, der homosexuelle Akt aber schon. Wie steht es hingegen mit Tätowierungen? „Sich tätowieren ist keine Sünde“, erklärt Valladares in einem anderen Kurzvideo, nachdem sie auf das Buch Levitikus und das Neue Testament eingegangen ist. Valladares, die von Papst Franziskus zur Bischofssynode 2023 in den Vatikan eingeladen wurde, ist Mitgründerin des Vereins für Internet-Evangelisierung „iMisiò“. Sie wird auch „die Twitter-Nonne“ genannt. Auf TikTok hat sie 781.600 Follower.
Millionen Follower
Ein Loblied auf die „Influencer Gottes“
Korrespondentenbericht.
Eine twitternde Nonne und ein tätowierter Priester, der auf Instagram Liebesgedichte postet: Auch die katholische Kirche tritt immer stärker auf Social Media in Dialog mit den Menschen.
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