Kaum jemand mehr zahlt in Australien mit Bargeld. Trotzdem hat die Ankündigung der australischen Reserve Bank, dass der Kopf der verstorbenen britischen Königin Elizabeth II auf dem australischen Fünf-Dollar-Schein nun mit einem indigenen Motiv ersetzt werden soll, eine Debatte losgetreten. In Kommentaren auf sozialen Medien erbosten sich diese Woche viele darüber, dass die in Australien ausgesprochen beliebte Queen ihren Ehrenplatz auf dem blau-lila Schein verlieren soll. Die Monarchisten im Land stören sich dagegen eher daran, dass König Charles III. beim Neudesign der Banknote übergangen wird. Ihn so einfach als nächsten Anwärter für den Fünf-Dollar-Schein zu ignorieren, das sei „versteckter Republikanismus“, sagen sie – also eine subtile Förderung republikanischer Ideen. Die Australian Monarchist League (AML) argumentiert, dass der Monarch, solange Australien eine konstitutionelle Monarchie unter der britischen Krone ist, sowohl auf Banknoten als auch auf Münzen erscheinen sollte.
Abkehr von Monarchie?
Australier wollen Windsors nicht mehr auf ihren Scheinen
Mit dem Tod der Queen flaute Begeisterung für Monarchie in Australien ab. Nun endet eine weitere Ära: Fünf-Dollar-Schein wird nicht mehr Windsors zeigen.
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