Die im Weltall gestrandeten US-Astronauten Suni Williams und Barry Wilmore sind ihrer Rettung einen Schritt näher. Eine Rückflug-Raumkapsel für die zwei seit Juni in der Internationalen Raumstation ISS festsitzenden US-Astronauten ist am Außenposten der Menschheit angekommen. Der „Crew Dragon“ des privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX von Tech-Milliardär Elon Musk dockte an der ISS an, wie Live-Bilder der US-Raumfahrtbehörde Nasa zeigten.


An Bord ist die sogenannte „Crew 10“ bestehend aus den US-Astronautinnen Anne McClain und Nichole Ayers sowie dem japanischen Astronauten Takuya Onishi und dem russischen Kosmonauten Kirill Peskow. Ursprünglich war der Start für Mittwoch geplant gewesen, musste aber wegen eines hydraulischen Problems am Boden verschoben werden. Das Problem konnte später gelöst werden.

This screengrab made from a NASA livestream shows the SpaceX Dragon Crew-10 members (C, in dark blue) NASA astronauts Anne McClain and Nichole Ayers, JAXA (Japan Aerospace Exploration Agency) astronaut Takuya Onishi, and Roscosmos cosmonaut Kirill Peskov, clapping after entering the International Space Station flanked by NASA astronauts Butch Wilmore, Suni Williams, Nick Hague and Don Pettit and Russian cosmonauts Aleksandr Gorbunov, Alexey Ochinin and Ivan Vagner, on March 16, 2025. The SpaceX Dragon Spacecraft carrying the four Crew-10 members docked to the International Space Station on March 16 at 12:04 a.m. EDT. Their arrival at the  the ISS will enable the long-overdue departure from the ISS of NASA duo Butch Wilmore and Suni Williams. The two former US Navy pilots have been stuck aboard the orbital lab since June after the Boeing Starliner spacecraft they were testing on its maiden crewed voyage suffered propulsion issues and was deemed unfit to fly them back to Earth. (Photo by NASA / AFP) / RESTRICTED TO EDITORIAL USE - MANDATORY CREDIT
Gruppenfoto von „Crew 9“ und „Crew 10“ (in blauen Overalls) nach Ankunft der Ablösemannschaft mit drei russischen Kosmonauten (in Rot) © AFP/-

Die „Crew 10“ soll die „Crew 9“ ablösen


Die „Crew 10“ soll in der Raumstation etwa 400 Kilometer über der Erde die „Crew 9“ ablösen - die US-Astronautin Suni Williams, ihre Kollegen Barry Wilmore und Nick Hague sowie den russischen Kosmonauten Alexander Gorbunow. Nach einigen gemeinsamen Tagen an Bord der ISS soll die „Crew 9“ dann ab Mittwoch zur Erde zurückkehren, während die „Crew 10“ bis zum Herbst im All bleiben soll. Schlechtes Wetter könnte die Rückkehr aber noch etwas verzögern.


Hague und Gorbunow sind seit Ende September an Bord der ISS - Williams und Wilmore dagegen schon seit Juni. Eigentlich sollten sie nur rund eine Woche bleiben. Wegen technischer Probleme mit ihrem „Starliner“-Raumschiff entschied die Nasa jedoch, das Pannen-Raumschiff im September leer zurück zur Erde zu holen. Aus der geplanten Woche wurden fast zehn Monate im All für die beiden erfahrenen Astronauten, die zuvor bereits mehrfach auf der ISS waren.