Am Strand von Baja California Sur wurde ein Riemenfisch angespült, wie die Washington Post berichtet. Sie leben eigentlich in einer Tiefe von mehr als 1.000 Metern. Auch wenn das Exemplar in Mexiko vergleichsweise klein ist, können die Tiere bis zu zehn Meter groß werden. Laut den Berichten von RTL wurde an der Küste von Lanzarote eine weitere Sichtung gemeldet.
Der buntschillernde Fisch soll laut Aberglaube als Vorbote schlechter Nachrichten gelten, speziell Katastrophen oder Zerstörung. Er gilt auch als „Weltuntergangsfisch“. Diese Erzählungen stammen aus Japan, da dort vor dem schweren Erdbeben 2011 mehr als ein Dutzend Riemenfische gefunden wurden.
Könnten die Fische also wirklich ein Vorzeichen für Naturkatastrophen sein? „Kein Zusammenhang welcher Art auch immer“, sagt Wissenschafter Ben Frable von der Scripps Institution of Oceanography in San Diego (Kalifornien) der dpa. Er verweist auf eine Studie, die vor einigen Jahren in Japan durchgeführt wurde. Forschende verglichen das Auftreten von Erdbeben mit der Sichtung von gestrandeten Tiefseefischen in den Jahren 1928 bis 2011. Sie fanden keine Korrelation. „Diese japanische Folklore darf als Aberglaube betrachtet werden“, schreiben sie.
Für den Fisch in Mexiko nahm der Strandausflug ein gutes Ende. Ein Passant brachte ihn, nachdem er aufgehört hatte sich zu bewegen, wieder zurück ins Wasser.