Es ist ein dunkles Kapitel der heimischen Geschichte, auf deren Spuren die mystische Wanderung der Berg- und Naturwacht Weiz wandelt. Zum vierten Mal nach 2007, 2010 und 2012 wurde diese durchgeführt. Ausgangspunkt war wie immer das Schloss Thanhhausen, das bis 1848 Sitz des Landesgerichts war. Dort wurden auch Todesurteile gesprochen, die dann bei der Richtstätte am Galgenwald auf einem Hügel auf der Einöd vollzogen wurden. Die drei Steinsäulen des Galgens sind noch heute sichtbar, die Holzbalken darüber wurden kürzlich erneuert. "Von 1678 bis 1778 wurden im Galgenwald mindestens 18 Todesurteile vollstreckt. Zum Teil sollen auch unschuldige umgebracht worden sein", erzählt Franz Schlögl von der Berg- und Naturwacht Weiz mit Hinweis auf historische Quellen.