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Walter Röhrl testetWarum der Kia E-Niro bessere E-Fahrer aus uns macht

Walter Röhrl, Doppel-Rallye-Weltmeister und Kleine-Zeitung-Cheftester, über den Kia E-Niro.

Spannungsgeladen: Walter Röhrl und der E-Niro © OLIVER WOLF
 

Wer die Koreaner in ihrer Beharrlichkeit beobachtet und dabei mitverfolgt hat, wie sie mit einem exzellenten Design und patenter Technik unaufhaltsam ins Straßenbild gefunden haben, der wusste: Auch die E-Mobilität werden die Koreaner in den Griff bekommen. Und, wenn sie damit durchstarten, wird's spannungsgeladen.

Dabei finde ich den Zugang, den Kia beim Niro gefunden hat, außergewöhnlich: Statt eine eigene E-Plattform zu bauen, hat man Verbrenner, Hybride und die Elektroversion unter ein Dach gebracht.

Plus & Minus

+ Hightech. Faszinierend ist für mich, wie man über die Wippen am Lenkrad die unterschiedlichen Rekuperationsmodi steuern kann - und den Erfolg gleich auf dem Display sieht. Das macht süchtig danach, ein besserer E-Fahrer zu werden.
+ Komfort. Mit dem Batteriegewicht geht das Fahrwerk gut um.

- Wanken. Leicht, aber spürbar. Ohne nervös zu wirken.

 

Und dabei konnte man auch noch die Vorteile eines E-Autos volley übernehmen. Im Elektro-Niro könnte ich hinter mir trotz meiner Größe bequem sitzen. Kopf- und Beinfreiheit sind beachtlich. Auch der Kofferraum (451 l bis 1405 l) macht einen guten Eindruck. Und das bei einer Fahrzeuglänge von lediglich 4,38 Metern (1,81 m breit, 1,57 m hoch). Und Niro setzt auch beim Design ein Statement.

Genfer Salon 2016: Kia Niro

Kia Niro

Der Kia Niro zeigt sich auf dem Genfer Autosalon erstmals dem europäischen Publikum. Für den Crossover-Hybrid haben die Koreaner erstmals eine auf Eco-Fahrzeuge zugeschnittene Plattform entwickelt. Das heißt: Sie ist speziell auf den Einsatz verschiedener Technologien und Antriebsstränge der nächsten Generation ausgelegt.

KIA

Kia Niro

Der Hybridantrieb besteht aus einem 1,6-Liter-Benzindirekteinspritzer (105 PS), einer Lithium-Ionen-Polymer-Batterie, einem 32 kW starken Elektromotor und einem sechsstufigen Doppelkupplungsgetriebe (DCT), das die Kraft an die Vorderräder überträgt.

KIA

Kia Niro

Das Hybridsystem hat eine Gesamtleistung von 141 PS und ein maximales Drehmoment von 264 Newtonmetern. Dennoch liegen die kombinierten CO2-Emission nach momentanem Entwicklungsstand bei 89 Gramm pro Kilometer.

KIA

Kia Niro

Mit 4,36 Meter Länge, 1,80 Meter Breite und 1,54 Meter Höhe ist er kompakter als der neue Kia Sportage, zugleich aber größer als das Grundmodell des Kompaktwagens Kia Cee’d.

KIA

Kia Niro

Trotz seiner kompakten Abmessungen soll der Kia Niro über einen großzügigen Innenraum verfügen. Die Batterie befindet sich deshalb unter der Rücksitzbank – neben dem 45 Liter fassenden Kraftstofftank – und beeinträchtigt das Fassungsvermögen des 421 Liter großen Gepäckabteils nicht. Es bietet von seiner Größe und Form darüber hinaus die Möglichkeit, unter dem Gepäckraumboden ein vollwertiges Reserverad zu verstauen (je nach Markt).

KIA

Kia Niro

Wie bei den anderen neuen Kia-Modellen der jüngsten Zeit ist auch das Interieur des Niro mit seinen vielen Soft-Touch-Oberflächen zweiteilig aufgebaut. Im oberen Bereich befinden sich die Instrumenteneinheit und das Infotainment-Display, im unteren die verschiedenen Bedienelemente, unter anderem für die Klimaanlage und die wichtigsten Fahrerassistenzsysteme.

KIA

Kia Niro

Im Zentrum des Armaturenbretts befindet sich der Touchscreen des Kartennavigationssystems, das unter anderem eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung, digitalen Radioempfang (DAB/DAB+) und ein Audiosystem beinhaltet, das auf sechs Lautsprecher zugreifen kann.

KIA

Kia Niro

Dazu kommt der Multimediadienst Kia Connected Services, der von TomTom bereitgestellt wird und unter anderem Verkehrsinformationen in Echtzeit, die Suche nach regionalen Informationen sowie Wetterberichte umfasst. Als eines der ersten Kia-Modelle ist der Niro darüber hinaus mit dem Kommunikationssystem Android Auto ausgestattet, das für Smartphones mit Android-Betriebssystem konzipiert wurde.

KIA

Kia Niro

Die zunehmende Bedeutung von Smartphones im Alltag berücksichtigt Kia mit einem weiteren neuen System: einer werksseitig fest eingebauten induktiven Ladestation. Sobald ein kompatibles Smartphone auf das Ladefeld unten in der Zentralkonsole gelegt wird und das Fahrzeug fahrbereit ist, startet automatisch die Ladefunktion.

KIA

Kia Niro

In Sachen Assistenzsysteme lassen die Koreaner die volle Musik aufmarschieren: darunter ein autonomer Notbremsassistent, eine adaptive Geschwindigkeitsregelanlage, ein Spurhalteassistent mit korrigierendem Lenkeingriff, ein Toter-Winkel- sowie ein Querverkehr-Warner.

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Beim Fahren hat mir der E-Niro dann Respekt abgenötigt: Wie er das Gewicht der Batterien mit seinem Fahrwerk verkraftet, das hat Stil (Niro-Gewicht: 1791 kg). Erstens rollt der E-Niro gut und komfortabel ab. Wenn es wellig wird, merkt man leichte Wankbewegungen, ohne dass der E-Niro nervös wirkt. Denn der Charakter ist gutmütig und das Auto sicher, selbst bei harten Kurvenbremsungen. Der Übergang zwischen Bremsrekuperation (wenn man vom Gas steigt) und dem echten Bremsen ist kaum spürbar.

Kia E-Niro

Preis: ab 36.690 Euro (31,2 kWh-Batterie/136-PS-E-Motor) bzw. ab 41.090 Euro (Testauto, 64 kWh/204 PS).
Ladedauer: Haushaltssteckdose 18 bzw. 29 Std.; Wallbox (6,6 kW 6:10 bzw. 9:35 Stunden, Schnelllader 50 kW: 57 bzw. 75 Min.).
Reichweite: 289 km bzw. 455 km (maximal).
Fahrleistungen: 0 auf 100 km/h 9,8 bzw. 7,8 Sekunden.

Gut gefallen hat mir dabei das Paddle-System am Lenkrad, mit dem man die einzelnen Rekuperationsstufen - also die Verzögerung - selbst steuern kann. Und dass man auf dem Display sofort sieht, wie viel Batteriesaft man sich erspart hat. Das Leistungspotenzial bei der 204-PS-Variante überrascht, wenn man's wissen will. Die Vorderachse ist aber nur kurzfristig mit dem Drehmoment überfordert, die Traktion passt, es gibt nur wenig Einflüsse aufs Lenkrad.

Beachtlich auch die Qualität, wenn man den E-Niro mit den ersten E-Autos vergleicht. Und wenn man den Dreh heraußen hat, das Gaspedal streichelt, die Rekuperation ausnützt, wird man passable Reichweiten erzielen. Bei allen Unabwägbarkeiten eines E-Autos: Das ist ein wichtiger Fortschritt, wenn man E-Autos ernst nehmen soll - das verdient Respekt.

Kommentare (10)

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Kristianjarnig
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Für mich etwas verwirrender Bericht. Vielleicht kann Herr Röhrl noch ein bißchen "nachbessern"?

Z.b. ist für mich nicht klar ersichtlich WAS jetzt genau was ist.

Systemleistung? 241 bzw. 309PS(wenn man die 136 + 105 bzw. 204 + 105 nimmt)?

Auf Bild 3 wird wiederum von einer Systemleistung 141 PS gesprochen? Verwirrender geht es wohl nicht mehr?

Was leistet der Benziner jetzt wirklich? Es wird ja von E-Motorleistung von 136 bzw. 204 PS geschrieben.
Und was leistet der Benzinmotor? Sind es immer(bei beiden Varianten) 105 PS? Dann wird von einer maximalen Reichweite von 455km gesprochen. Der Benziner sollte die Reichweite ja theoretisch auf unendlich erhöhen?

Also bitte den Bericht etwas lesbarer machen, prinzipiell ist ein Hybrid sicher eine gute Brückentechnologie. Vor allem zu einem relativ vernünftigen Preis.

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gintonicmiteis
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Der Herr Röhrl ist verwirrt,

weil er sein Weltbild ändern muss... *lol*

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scionescio
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@KristianJarnig: wie bei allen eAutos muss man zwischen der nur kurzzeitig abrufbaren Spitzenleistung und der Dauerleistung (wie im Fahrzeugschein angeführt) unterscheiden ...

Bei beiden eModellen ist der Motor fast identisch und für 37 bzw 39 PS Dauerleistung spezifiziert (bei gleichem Drehmoment) - und einmal schafft das BMS damit kurzzeitig 136 bzw 204 PS Spitzenleistung.
Durch den geringen Energieinhalt der Sackgassentechnologie Akku sind die meisten eAutos noch immer auf einem Leistungsniveau des seligen Käfers - auch wenn noch so gern mit den unsinnigem Beschleunigungsvermögen geprahlt wird: selbst ein leichter Anhänger wird für ein eAuto bergauf über ein paar Kilometer zur unüberwindbaren Hürde;-)

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Kristianjarnig
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@scionescio

Das ist mir schon klar. Kenne mich E-Motoren und noch mehr mit der Li Akkutechnik aus.

Im konkreten Fall ging es mir um den Artikel der vor Fehlern nur so strotzt. Einmal wird von einem Benziner mit 105 PS und einem Tank geschrieben, dann von Akkus die maximal(was ja bei einem Hybrid ein Blödsinn ist) 455km liefern können was wohl auf fern der Realität liegt.

Oder warum werden hier ein Kia E-Niro und ein Kia Niro Hybrid in ein und demselben Artikel in den selben Topf geworfen. Da paßt was nicht.

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baumi1000
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Ganz einfach, es ist nur vom e-auto die rede

Es gibt 2 Varianten mit mit 2 akkugroessen und dementsprechend ps

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Kristianjarnig
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Naja..

...auf den Bildern steht aber ganz was anderes. Darum schreibe ich ja das der Artikel schlecht recherchiert ist.
Bei den Bildern wird von einem Tank und einem Benzinmotor, also einem Hybrid gesprochen?!
Macht auch nur so Sinn. Pure E-Autos sind sinnlos was ja obige Ladezeiten und Maximalreichweiten auch zeigen.
Also KEIN Hybrid?

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baumi1000
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Im Text geht es nur um e- autos

Bei den Bildern wird auch der hybrid erklärt

Ich bin jedenfalls nur für elektro ,mein fahrprofil und meine Lademöglichkeiten sind passen für ein e- auto

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Kristianjarnig
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Bei keinem paßt das Profil für ein E-Auto, bestenfalls als Zweitwagen was wieder ökologischer Unsinn ist.

Gut, zur Arbeit werden die meisten mit der stärkeren Version kommen, zurück auch.

Dann braucht man das Auto vielleicht mal beruflich um woanders hin zu kommen. Geht nicht.

Oder man will mal auf Urlaub fahren.

Nein, für ein Zweitauto mit einem (Pseudo) grünem Blatt im Schritt, das ist dafür zu teuer.

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baumi1000
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Haaaaaloooooooo sciiiiooooneeesciooo

Komm raus raus aus deiner Höhle und unterhalte uns mit deinem steinzeitlichen e-auto -wissen

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Miraculix11
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Die 7 Phasen :-)


Begeisterung
Verwirrung
Ernüchterung
Resignation
Suche nach dem Schuldigen
Bestrafung der Unschuldigen
Auszeichnung und Ehrung der Nichtbeteiligten

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