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Erster FahrberichtElektrische Knutschkugel kommt nach Österreich - um weniger als 7000 Euro

Citroën bringt den Ami 2021 nach Österreich: Ein elektrischer Zweisitzer, der wie ein Auto aussieht aber keines ist. Preise? Unter 7000 Euro und um rund 20 Euro im Monatsleasing.

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Elektrische Knutschkugel: Citroen Ami
Elektrische Knutschkugel: Citroen Ami © KK
 

Die einen sagen „geile Karre“, die anderen wünschen dich „auf den Elektro-Friedhof“. Du wirst fotografiert, bestaunt, begutachtet, als ob du in einem Lamborghini sitzen würdest.

Dabei stromerst du in einer elektrischen Knutschkugel durch Berlin, wo Radfahrer, E-Scooter und Roller die Macht übernommen haben. Man hat vier Räder, ein Lenkrad, zwei Sitze und fährt trotzdem kein Auto, sondern laut Definition eine Art Leichtmobil mit E-Antrieb, vulgo Mopedauto der Zukunft.

Der maximale Speed liegt bei 45 km/h, die Knutschkugel ist mit 2,41/1,39/1,52 Meter (L/B/H) dimensioniert und könnte Citroëns Nachfolger für die legendäre Ente werden. Die Ente war einst als Landarbeiter-Auto gedacht, Citroëns Ami ist als Stadtauto des 21. Jahrhunderts konzipiert.

E-Mobilität: Der Citroen Ami will kein Auto sein
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Spartanisch

Dabei ist das Programm spartanisch. Stahlrohrrahmen, zwei Sitze, jede Menge Kunststoff. Auf einer holprigen Fahrbahn schlagen keine weichen DS-Gene durch, sondern das Fahrwerk. Aber auf gutem Asphalt kommt dafür sogar etwas wie ein autoähnliches, komfortables Fahrgefühl auf. Erstaunlich.

Karg, aber praktisch
Karg, aber praktisch Foto © KK

Der E-Motor leistet knappe 6 kW, die 69 Kilogramm schwere Batterie (5,5 kWh) spendiert rund 75 km Reichweite.

Der Ami ist ein Hybrid im Charakter ein Zwitterwesen, der Missing Link zwischen Auto und Motorrad. Mit Vorteilen aus beiden Welten: ein Dach überm Kopf, samt Panorama-Verglasung, die den Horizont vergrößert. Und weil der Ami so klein ist, darf man in Frankreich quer auf Längsparkplätzen einparken.

Grenzgänger

Der Ami ist auch ein Grenzgänger, 471 Kilogramm leicht, man hat nur 250 Teile verbaut (ein normales Auto hat ein Vielfaches davon). Front- und Heckschürze sind ident, Türen ebenso, auch die seitliche Verglasung, das bedeutet, dass man nur durch das Lenkrad erahnen kann, wo vorne und wo hinten ist.

2,41 m lang: Ami und seine Kehrseite
2,41 m lang: Ami und seine Kehrseite Foto © KK

Und weil die Türen links/rechts ident sind, musste die Fahrertür hinten angeschlagen werden. Platz ist genug, genauso für Einkäufe (vor dem Beifahrer). Flaches kann man hinter den Sitzen verstauen, ohne Beifahrer geht mehr rein, aber dann muss man auch alles alleine schleppen.

Die gute Nachricht

Selbst zwei Mannsbilder in der 90-kg-Klasse finden Platz, ohne als Konfliktzone zu enden. Der Verbrauch ist halt höher als bei Leichtgewichten, aber Gott sei Dank ist der Ami selber so leicht. Sitzt man einmal im Auto, befinden sich neben dem Fahrersitz drei Druckschalter: Drive, Neutral, Retour. Per Knopfdruck wird ausgewählt.

Mit sphärischen Klängen geht es leichtfüßig los, man ist baff, wie einfach dieses Ding ums Eck wetzt – bei 7,2 Meter Wendekreis hat man erstens schnell den Drehwurm und zweitens glaubt man irgendwann, dass man auf einem Bierdeckel umdrehen kann. Dann legt sich der Ami auch in die Kurve.

Der Ami ist ein Zweisitzer
Der Ami ist ein Zweisitzer Foto © (c) maison-vignaux @ Continental Productions

Und wenn man auf der Geraden beschleunigt, steigert sich die Geräuschkulisse zu einem sphärischen Sound, den man mit der Warp-Geschwindigkeitsuntermalung aus den Star-Trek-Filmen vergleichen kann. 45 km/h fühlen sich dann doppelt so schnell an, man fließt im Stadtverkehr locker mit, überholt Radfahrer um Radfahrer, die einen bei einem echten Stau leider wieder ihrerseits überholen.

Aberwitzig

Denn der Ami ist im Stau wie ein Auto, da gibt’s kein Vorbeischwindeln. Man steht.

Was schade ist, denn der Ami ist eine kleine Fahrmaschine, frech, aberwitzig, aber sagen Sie niemals Auto zu ihm. Er fährt in seiner eigenen E-Klasse, One-Pedal-Feeling inklusive.

Die Konzeption macht erst die Preisgestaltung möglich. Knapp unter 7000 Euro geht’s los, Leasingangebote gibt es um rund 20 Euro (langfristiges Leasing mit Anzahlung). Das Geschäftsmodell ist digitalisiert, auf Wunsch wird der Ami wie ein Amazon-Packerl gebracht.

Aufgeladen

Geladen wird der Ami übrigens mit einem Ladekabel, das bei der Beifahrertür verortet ist. Ein normaler Haushaltsstecker, die Batterie sollte in gut drei Stunden geladen sein. Dann darf er sich mit Radlern, E-Scootern und E-Rollern duellieren. Jugendfrei ist Ami ab 15, wenn man einen Mopedführerschein gemacht hat.

Kommentare (42)
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mrhohl
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Ente

kein Citroen, sondern Zeitungsente: das Ding ist laut Händler gar nicht erhältlich, und das auf unbestimmte Zeit.....

joektn
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Bei deinem Händler vl

Ich hab heute nachgefragt und natürlich kann man bereits heute vorbestellen bzw kaufen. 7199€ kostet die Knutschkugel zumindest beim Händler in Klagenfurt. Man muss aber eine Zeit lang warten, da die Nachfrage so groß ist, dass man mit der Produktion nicht nach kommt.

mrhohl
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ente2

citroen fior in graz

SANDOKAN13
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Gibts davon auch eine

Cabrioversion? Wie siehts mit Anhängerkupplung aus?

Denger
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Super Knutschkugel

Hab Ihn in Griechenland das erste mal gesehen, sieht einfach zum verlieben aus….
Freu mich schon auf die erste Probefahrt.

semperubique
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lese ich da richtig!?

der artikel ist vom 11. september 2020!???
sind in der redaktion schon alle im urlaub?

ratschi146
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Das nennt man…

Nachhaltige Contentverwertung 😉

mlal
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Neue Corona Nachrichten

Gibts fast keine mehr - Gottseidank - nun muss man die Zeitung trotzdem füllen und alles schreiben, was „vor während Corona „ keinen interessiert hat

wollanig
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Um Gottes Willen

.

onyx
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Interrssant

Schön, dass Entwickler mutig kleine Autos konzipieren. Für die Stadt sicher interessant.

SANDOKAN13
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Für die Stadt

ist eigentlich n ur zu Fuss gehn und radfahrn interessant. Wer braucht da ein Auto??

feringo
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@SANDOKAN13 : ... zu Fuß ... von Liebenau bis Andritz

Es gibt Leute, wie dich, wenn du dann älter bist , die es mit dem Rad nicht mehr schaffen. 😙

SANDOKAN13
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Mir kommen die Tränen

Wozu gibts Elektroantrieb, bei Fahrräder ,und alle möglichen Vehikel für Gehbehinderte.

feringo
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@SANDOKAN13 : ... Wozu gibts ...

Die Tränen nehme ich Ihnen nicht ab, denn
warum sind Sie gegen dieses Vehikel, dass ein Dach über den Kopf hat?

SoundofThunder
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Schaut eher wie ein Nachfolger des BMW Isetta aus.

Stadtauto. Taugt nicht einmal zum Einkaufen.

scionescio
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Jetzt können endlich die Trankler ohne Führerschein elektrisch den Verkehr behindern …

… so ein unnötiges Häusl braucht kein rationaler Mensch.

schadstoffarm
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sag niemals nie

schließlich bist ja teilw. die von dir definierte Zielgruppe,

rouge
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Wer braucht das?

Ein reines Stadt“Auto“ ist vollkommen überflüssig. Die Wege in der Stadt sind mit Öffis oder Fahrrädern leicht erledigbar. Außer man wohnt in Los Angeles.
Für mich ist dies Sondermüll oder ein Möchtegern-Statussymbol, das zwischen Papas SUV, Mamas Tesla und dem Mini-Cooper vom Töchterl parkt.

Arthurd63
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Der Preis macht das Fahrzeug interessant.

Aber 45km/h ist zu wenig.

Mit 90-100km/h wäre es ein Bestseller.

lendlb
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Sicherheit

Die Sicherheit bei hohen Geschwindigkeiten ist da sicher nicht gegeben.

Carlo62
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Geht nicht!

Bei 80 fällt einerseits diese Kiste auseinander, andererseits würde sich die Reichweite bei 80-100 km/h auf ca. ein Drittel reduzieren.

Mezgolits
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Elektrische Knutschkugel kommt nach Österreich - um

weniger als 7.000 EUro. - Vielen Dank - ich meine: Für mich - ist
es wegen der verkehrten Tür - eine elektrische Pfuschkugel und
um weniger als 7.000 ungarischen Forint interessant. Erfinder M.

stprei
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Mopedauto

Man muss halt dazusagen, dass es ein Mopedauto ist. Ob hier eine echte Alternative für Mobilität geschaffen wird, darf bezweifelt werden.
45km/h, 2 Sitzplätze ohne Kofferraum und Minireichweite heißt eher kürzeste Wege allein mit dem "Auto" fahren als Mobilitätsrevolution im E-Auto.

Aber Hype ist Hype.

Da feier ich lieber die hemmungslos überteuerte E-Vespa, die tatsächlich den Flächenverbrauch senkt.

melahide
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So

„überdachte“ E-Mopeds gibt es auch schon. Die kleinen fahren 25 km/h und sind somit auf Radwegen nutzbar. Die größeren bis 80 km/h. Braucht man halt den A-Schein

melahide
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Hm

Da fordert man immer kleinere Autos und dann macht man sich drüber lustig ..oje oje.

Natürlich bleibt für die Stadt Rad und Öffi die beste Lösung.

Plantago
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In dem Film "Brazil" fährt der Held

ein noch schnittigeres und günstigeres Modell.

 
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