Dem Renault Kadjar war nur eine kurze Karriere beschieden. Seit 2015 vertritt er die Franzosen auf der technischen Basis des Nissan Qashqai in der Klasse der Kompakt-SUV. Sein Nachfolger, der im Herbst auf den Markt kommen soll, wurde jetzt präsentiert - nur unter einem anderen Namen: Austral. Das geht tatsächlich deutlich leichter über die Lippen als der Zungenbrecher Kadjar.

Mit einer Länge von 4,51 Metern (Höhe 1,62 m, Breite 1,83 m) wird er minimal größer sein als die gerade auf den Markt gekommene dritte Generation des Nissan Qashqai, mit dem er technisch wieder eng verwandt sein wird. Beide stehen auf der Konzernplattform CMF-CD.

Das Kofferraumvolumen beträgt je nach Version bis zu 500 Liter, in der Ausführung mit verschiebbarer Sitzbank im Fond erreicht das Platzangebot bis zu 575 Liter. Wird die Sitzbank umgeklappt, sind es dann bis zu 1525 Liter.

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Wie ein liegendes L ist der Bildschirm im Cockpit geformt: Er setzt sich zusammen aus dem digitalen Kombiinstrument mit 12,3 Zoll und dem hochformatigen 12-Zoll-Monitor. Dazu kommt noch das 9,3 Zoll große Head-up-Display.

Die Antriebspalette ist durchgehend elektrifiziert: Da hätten wir die Hybridversion bestehend aus 1,2-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner, der an einen 50-kW-Elektromotor, eine 1,7-kWh-Lithium-Ionen-Batterie und einem Sieben-Gang-Getriebe gekoppelt ist. Den Vollhybrid gibt es mit 160 oder 200 PS.

Der Austral streckt sich auf eine Länge von 4,51 Metern
Der Austral streckt sich auf eine Länge von 4,51 Metern © RENAULT

Darunter rangiert der Mild-Hybrid: Hier wird der Dreizylinder (130 PS) mit einem 48-Volt-System und einem Startergenerator kombiniert. Es geht elektrotechnisch aber auch noch kleiner: Als Micro-Hybrid ist der Vierzylinder-Turbobenziner mit 1,3 Litern Hubraum und 12-Volt-Unterstützung wahlweise mit 140 oder 160 PS unterwegs. Daraus folgt: Der Dieselantrieb des aktuellen Modells ist ersatzlos gestrichen.

Die Hinterradaufhängung variiert, je nach Version- denn den Austral gibt es auch mit Vierradlenkung: In diesem Fall ist eine Mehrlenker-Hinterachse verbaut, eine Verbundlenkerachse mit Torsionsstab bei den Modellen mit Zweiradlenkung.