Mit smarter LadelösungSo fährt sich der neue E-Roller von Seat

Erste Ausfahrt mit dem neuen Seat Mó, dem Elektro-Roller mit dem smarten Akku.

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Seat Mó: Der Autohersteller wagt sich ins E-Roller- Segment © CHRISTIAN HOUDEK
 

Ausgerechnet eine Automarke will den Motorrad- und Rollerfirmen zeigen, wo der Bartl den Strom holt. Ganz ohne Hilfe hat’s dann für Seat aber doch nicht geklappt: Der neue E-Scooter wurde vom katalanischen E-Zweirad-Start-up Silence entwickelt und wird auch dort, vor den Toren Barcelonas, produziert. Der ebenfalls in Österreich erhältliche Silence S01 ist abgesehen von wenigen Details baugleich.

Eingeordnet wird der kompakte, praktische Roller in der 125er-Klasse. Man darf ihn also mit allen A-Führerscheinen pilotieren oder mit dem Code 111, den man als Autofahrer mit ein paar Praxisstunden erwerben kann.

Der Akku des Seat Mó lässt sich wie ein Trolley mit ihn die Wohnung nehmen Foto © CHRISTIAN HOUDEK

Das Fahren selbst vollzieht sich denkbar einfach: Schlüssel umdrehen, Knopf drücken und am Gasgriff drehen – schon geht’s flüsterleise und erstaunlich hurtig voran. Hurtig vor allem dann, wenn man als Fahrmodus „City“ oder „Sport“ gewählt hat. „Eco“, der dritte Fahrmodus, ist dann doch eher spröde. Je nach Fahrmodus steigt die mögliche Höchstgeschwindigkeit, in „Sport“ erreicht man 95 Stundenkilometer.

Die Reichweite beträgt offiziell bis zu 137 Kilometer, bei unserem Kurztest, den wir größtenteils im ausgewogenen „City“-Modus zurückgelegt haben, kamen wir auf rund 100 Kilometer – allerdings ohne Autobahnanteil.

Unterm Strich: Das Fahren mit dem Elektroantrieb ist schlüssig und spaßig, der Roller trotz des etwas erhöhten Gesamtgewichts von 155 Kilo auch agil und wendig. Leider wurde bei der Bestückung der Hardware nicht die beste Wahl getroffen, vor allem die Gabel spricht hölzern an und schlägt bei unebenen Strecken durch. Man sei sich dessen bewusst, Verbesserung sei in Sicht, wurde uns versprochen.

Viel besser stellen sich die praktischen Qualitäten dar: Da der 9,5 PS starke E-Motor ins Hinterrad integriert wurde, findet man unter dem geräumigen Sattel ein großzügiges Staufach, in dem zwei Jethelme Platz finden. Auch der flache Durchstieg ist für Transportaufgaben gerüstet.

Ein Highlight ist das Ladekonzept: Der Lithium-Ionen-Akku (5,6 kWh) lässt sich einfach seitlich aus dem Roller ziehen, wobei zwei Räder ausklappen. Dank ausfahrbarem Teleskopgriff mutiert der über 40 Kilogramm schwere Akku auf diese Weise zum Trolley, den man in die Wohnung ziehen und dort an einer normalen Steckdose aufladen kann; das dauert sechs bis acht Stunden. Alternativ lässt sich der Akku natürlich auch im eingebauten Zustand laden.

Zu haben ist der E-Scooter bei einer Handvoll ausgesuchter Seat-Partner um 6699 Euro – abzüglich 700 Euro E-Mobilität-Bonus.

Kommentare (3)
satiricus
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Den Akku kann man wie einen Trolly in die Wohnung mitnehmen, hahaha

Blöd, wenn man nicht ebenerdig wohnt, denn der Akku wiegt stolze 40kg.........

Hildegard11
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40 kg!, 8 h laden ...

....für 100 km = ca 1 h fahren. Was ist daran smart?

tannenbaum
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Wieder ein

Paradebeispiel über die Sinnhaftigkeit der Elektro-Mobilität! Um dieses Geld bekomme ich beim Forstinger locker drei echte 125ccm Roller. Oder könnte Tesla so ein Fahrzeug um die Hälfte des Preises von Seat bauen? Jedenfalls wird nach dem Aus für Autos mit Verbrennungsmotor sich nur mehr Spitzenverdiener ein halbwegs praxisdaugliches Fahrzeug leisten können!