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Audi e-tron GTBrüderlein fein: Kein anderes Elektroauto brummt so schön

Erste Testfahrt mit dem Audi e-tron GT: So fährt sich der Bruder des Porsche Taycan - wir haben außerdem die wichtigsten Unterschiede herausgearbeitet.

© AUDI
 

Die wichtigsten Eckdaten vorab: Mitte 2021 kommt der Audi e-tron GT auf unsere Straßen. Mit 350 bzw. 440 kW Leistung.

Ausgelegt ist der elegante Sportler als Gran Turismo (4,99/1,96/1,41 m L/B/H). Es ist Audis erster Stromer auf einer eigenen Plattform. Diese stammt (samt identem Antriebsstrang) von Konzernbruder Porsche, hat also die besten Referenzen.

Zwei E-Motoren arbeiten im e-Tron, mittels Overboost sind im stärkeren RS kurzfristig 475 kW abrufbar, sowie ein maximales Drehmoment von 830 Nm. Im 350 kW-Modell ist eine Boostleistung von 390 kW möglich. Allrad ist immer an Bord.

In der stärksten Version Audi RS e-tron GT schafft man den 100er-Sprint in 3,3 Sekunden.

Batterien: 85 kWh/93 kWh, 800 Volt Spannungslage. DC-Ladeleistung bis zu 270 kW. Der Verbrauch liegt beim 350-kW-Modell bei 21,6-19,9 kWh/100 km; beim 440-kW-Modell bei 22,5-20,6 kWh/100 km. Das sind natürlich offizielle Verbrauchswerte, die maximale, offizielle Reichweite liegt knapp unter 500 km.

So fährt sich der e-tron GT: Also, Dynamik-Abstimmung rein, der Sound wird in diesem Fahrmodus als wohlig-bassiges Brummen generiert, und los geht's. Beim RS sind für den Sound zwei Steuergeräte und Verstärker tätig, zwei Lautsprecher bringen den Klang zum Ohr.

Auffallend in den ersten Kurven: Das Gewicht ist kaum spürbar. Und das bei einem 2,4-Tonner. Möglich macht das unter anderem das perfekte Zusammenspiel der Fahrwerkskomponenten (elektronische Fahrwerksplattform, Dreikammer-Luftfederung, Adaptivdämpfer) sowie die Allradlenkung.

Der e-tron GT liegt richtig gut, die Dreikammer-Luftfederung liefert außerdem spürbare Unterschiede in den einzelnen Fahrmodi - auch ausgedrückt durch Höherstellung/Absenkung der Karosserie. Die Karosserie bewahrt übrigens auch bei schärferer Gangart Ruhe.

Die Traktion ist ein Hammer, im Hintergrund arbeitet eine Quersperre an der Hinterachse.

Der Unterschied zum Porsche-Bruder? Ist spürbar, der e-tron GT hat trotz der gleichen Gene einen eigenen Charakter. Im Vergleich zum Vollblut-Sportler Taycan wirkt der Audi wie ein beweglicher Langstrecken-Läufer. Das drückt sich auch in der etwas höheren Reichweite beim e-tron GT aus. Diese Differenzierung ist bei den Brüdern gelungen.

In Sachen Design hat man ebenso viel Fingerspitzengefühl bewiesen, nur die Windschutzscheibe ist mit dem Taycan ident. Der e-tron GT wirkt klar, futuristisch, sehr eigenständig. Auch der Innenraum (lederfreie Ausstattungsoptionen bzw. mit Recycling-Komponenten) samt Digitalisierung hat Stil, es gibt zwei Bildschirme, bestimmte Funktionen werden aber noch über Knöpfe angesteuert.

Für die hinteren Sitze gilt: Die stark abfallende Dachlinie (die für das Design toll wirkt) ergibt für groß gewachsene Menschen nicht unbedingt eine Komfortzone für längere Strecken. Dafür findet man eine Vertiefung im Fußraum, hier wurde das Akku-Paket so gelegt, dass man mehr Platz für die Füße hat.

Preislich legt der e-tron GT bei 101.400 Euro los.

Kommentare (8)
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Mezgolits
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Kein anderes Elektroauto brummt so schön

Vielen Dank - ich meine: Danke für Ihre schöne Empfehlung für dieses über 100.000 EUro
teure Auto und meine schöne aber kostenlose Empfehlung, sich diese Fernsehsendung,
mindestens einmal anzusehen: Am Schauplatz Gericht - Spezial vom 04. 03. um 21.05 Uhr
in ORF 2 und ich wünsche allen ehrlichen Personen eine schöne Unterhaltung. Erf. StM

scionescio
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Mit solchen BEVs werden wir den Klimawandel sicher nicht aufhalten, sondern im Gegenteil sogar noch beschleunigen - ein weiteres Fahrzeug für spätpubertierende Angeber, die mit dem Autoquartett sozialisiert wurden und sich freuen, wenn sie mit sinnentleerten und hypothetischen Leistungsdaten beim Stammtisch prahlen können!

Ein Fahrzeug mit dieser Beschleunigung und Höchstgeschwindigkeit, muss eben für diesen Bereich auch konstruiert werden, obwohl es zu 99,9% der gesamten Kilometerleistung im Bereich unter 100km/h bewegt wird.

Dadurch müssen Bremsen, Fahrwerk, Getriebe (ja, die besseren BEVs haben auch ein Getriebe!), Karosserie, etc viel stärker und damit teurer und schwerer ausgelegt werden.

Dazu kommt, dass die Aerodynamik so ausgelegt werden muss, dass sie mehr Abtrieb erzeugen muss, damit das Fahrzeug bei der theoretischen Höchstgeschwindigkeit noch sicher ist - umgekeht bedeutet das aber auch, dass so ein Fahrzeug einen viel höheren Luftwiderstand als nötig im niedrigeren Geschwindigkeitsbereich besitzt und deshalb auch mehr Energie verbraucht (deshalb beschränken andere Autobauer auch die Höchstgeschwindigkeit, um kleine, leichte und damit effiziente Fahrzeuge bauen zu können).

Mit dem CO2 Ausstoss für diesen Akku könnte man locker auch 70 kleine Pufferakkus für eAutos mit Brennstoffzelle fertigen und damit die ca. 70fache Kilometerleistung zusammenbringen (statt einem BEV mit 150.000km bevor der Akku nach durchschnittlich 8 Jahren unbrauchbar ist, eben 70 FCEV mit insgesamt 10 Millionen km!) - und die haben auch kein Reichweitenproblem und können in ein paar Minuten betankt werden (und so nebenbei wird das schwierige Energiespeicher und -verteilungsproblem elegant gelöst!)

Bertram Gloeckner
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@Scion

Was hilft einem das schnellere betanken wenn man eh nicht in den Urlaub damit fahren kann? Mit 271Liter Kofferraumvolumen vom neuen Mirai kannst 2 Rucksäcke einpacken, dafür 5 Menschen befördern 🤷🏼‍♂️
Dann noch das hohe Gewicht durch die Tanks, Brennstoffzelle, Akku und Motor, da freut sich die Feinstaubkommision^^

schadstoffarm
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das ist nicht als Öko-Auto konzipiert

weder von den Leistungsdaten noch vom Preis.
Ansonsten die übliche Grantlerei mit Halbwahrheiten.

Kristianjarnig
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@schadstoffarm....

Zitat....."das ist nicht als Öko-Auto konzipiert".... Zitat Ende.

Worin liegt dann der Sinn eines solchen Autos? Dann kann man ja gleich einen Benziner mit 450 PS(oder wieviel PS dieses Gefährt auch unnötigerweise hat) kaufen?

Warum soviel Resourcen für so etwas sinnloses verschwenden? Sportwagen machen(alleine aufgrund des Gewichtes) keinen Sinn auf Elektrisch.

Irgendwie sind solche Autos(ebenso wie übermotorisierte Teslas, zumindest auf dem Papier)eher kontraproduktiv zur Diskussion über Sinn und Unsinn von alternativen Energien im Straßenverkehr.

Zielführen wären sicher Varianten für a.)Stadtautos und Kurzstreckenpendler und b.) "normale" Autos mit vernünftiger Zuladung für Langstreckenfahrten(d.h. normal dimensionierte E-Motore mit einem genügend großen Akku für 500-800 km.

Was wird stattdessen vorgestellt? Sinnlose Sportwägen für Reiche die dann das als Drittauto + in der garage stehen haben bzw. ein paar Möchtegerns die dann das monatliche Gehalt in eine Leasingrate "investieren". Öko Bilanz? Lachhaft.

Mir ist aber schon klar das Audi eine gewisse, sehr oft drängelnde, Klientel bedienen muß und möchte. Trotzdem ist das eine modernes Auto von gestern. Schade.

schadstoffarm
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Das die technik

Dem verbrenner in vielen Fällen überlegen ist. Gutenberg wollte auch nicht die buchherstellung verbilligen sondern verbessern.

Kristianjarnig
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@Schadstoffarm...

E-Autos mit Gutenbergs revolutionärer Drucktechnik(es konnten endlich Bücher "schnell" gedruckt werden statt Seite für Seite einzeln per Hand zu beschreiben)zu vergleichen ist ein ziemliches Sakrileg. Sorry.

E-Auto gab es bereits vor 100 Jahren, nichts dramatisch neues an den Dingern. Es hat sich halt sehr viel in der Akkutechnik getan(dank LiPo und Co), darum das "revival". Und das sich die Computertechnik in den letzten 100 Jahren weiterentwickelt hat - gut.

Sportwagen sind per Defintion leicht. Ganz einfach um die zu beschleunigende Massen gering zu halten, meist auf Kosten des Komforts weil es eben ein Segment ist(das, Hand aufs Herz, nicht richtig viel Sinn macht im heutigen Straßenverkehr).

Nun glauben eben manche Hersteller das man einen "Sportwagen" mit dem Gewicht eines Lieferwagens (beladen) an den (recht blauäugigen) Kunden bringen kann wenn man möglichst viel (teure) Technik reinpackt und einen schweren Akku noch dazu.

Sinnvoll? Wohl nur für die potentielle Kundenschaft(und ja, ich bin in meinem Leben starke Autos gefahren, das waren aber andere Zeiten).

Irgendwie erkennt man das manche wirklich nie dazulernen. Die "Welt retten" sollen dann andere. Vorzugsweise die Mittelschicht ;-) . Die kann sich sinnloses teures Spielzeug(und das ohne Neid gesagt, so eine Leasingrate wäre im Budget drinnen wenn es mir nicht so absolut sinnlos vorkommen würde) sowieso nicht leisten. Scheint der Denkansatz hier zu sein. Leider. Audi hat leider absolut nichts gelernt.

Mezgolits
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Zitat: Worin liegt dann der Sinn eines solchen Autos?

Vielen Dank - ich meine: Zur Erzielung vom größtmöglichen Gewinn. Erf. StM