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ModellvorstellungDer McLaren GT hat mehr Kofferraum als so mancher Kombi

Ein Supersportler mit 570 Litern Kofferraum – da erblasst so mancher Kombi vor Neid.

Der neue McLaren GT © MCLAREN
 

Das ist typisch britisches Unterstatement. Wenn man von seinen Sportwagen – und das auch völlig zu Recht – so überzeugt ist wie McLaren, dann kann man es sich leisten, bei einem neuen Modell primär auf den Komfort und das Kofferraumvolumen hinzuweisen. Immerhin zählen die Kunden der Marke zu den absoluten Vielfahrern unter den Schmieden heißer Eisen: Sie kommen nicht zum 5000-Kilometer-Service, sondern auch noch zum 50.000er-Boxenstopp.

Der GT ist also auf der Jagd nach einer neuen Zielgruppe, die Langstreckentauglichkeit im Supersportlerdress sucht und die bringen im 420-Liter-Laderaum unterhalb der durchgehend verglasten Heckklappe locker ein Golfbag oder zwei Paar 1,85 Meter lange Skier unter. Das machen die geringe Höhe des Motors und die neue Positionierung des Abgassystems möglich. Weitere 150 Liter Stauraum unter der vorderen Haube ergeben insgesamt 570 Liter – da schaut so mancher Kombi betreten drein.

Mit fast 4,7 Metern ist der neue McLaren länger als jedes andere Fahrzeug der Sports oder Super Series. Die vorderen und hinteren Überhänge strecken sich weiter als üblich. Der Innenraum, in den man durch die nach oben schwenkenden Türen gelangt, schafft den Spagat zwischen dem Komfort, den man für lange Touren braucht, und einem Arbeitsplatz fürs Schnellfahren, genau wie die elektrisch verstellbaren und beheizten Sitze mit hohen Seitenwangen.

Wir sehen gefräste Aluminiumschalter und Bedienelemente – einschließlich der am Lenkrad montierten Schaltwippen –, die im Kontrast zu den schwarzen Blenden im Bereich des Infotainmentbildschirms, Fensterheber, Schaltkonsole und Lüftungsgehäuse stehen.

Modellvorstellung: McLaren Speedtail

Supercars und Hypercars – für viele ein unerreichbarer Traum. Bei McLaren aber nichts weiter als das tägliche Brot. Was tut man also, um nach dem P1, diversen GT und dem Senna noch eines drauf zu setzen? Man erfindet einfach eine neue Liga an Fahrzeugen, die niemand braucht. Die eine betuchte Klientel aber unbedingt will. Willkommen in der Welt der Hyper-GT!

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Und das erste Stück dieser neuen Klasse ist der Speedtail. Der Name hat nicht nur einen lässigen Klang – er ist auch Programm. Schließlich ist sein herausragendstes Merkmal das lange, spitz zulaufende Heck, das eine dermaßen gute Aerodynamik liefert, dass dieser McLaren 403 km/h schnell ist. Mit acht Zylindern wohlgemerkt.

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Der Speedtail basiert auf einer Monocage-Kohlefaserstruktur, einschließlich Vollkohlefaser-Karosserie, einer aktiven Aluminiumaufhängung und Carbon-Keramikbremsen. Unterm Strich stehen somit 1430 Kilogramm – auch nicht mehr also, als ein Kompakt-SUV auf die Waage bringt. Er ist zudem schmaler als ein McLaren P1TM, aber mehr als einen halben Meter länger und misst 5137 Millimeter von Bug bis Heck. Von oben gesehen ist der Speedtail im Wesentlichen ein Tropfen – die schnellste Form der Natur. Und nicht nur die Gesamtform ist eine Träne, sondern auch die im Inneren der Karosserie eingebettete Cockpit-Kanzel, welches wiederum der Luftwiderstandseffizienz dient.

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Die aerodynamisch optimierte Karosserie wird ergänzt durch zahlreiche innovative Merkmale wie statische Aeroabdeckungen aus Kohlefaser an den Vorderrädern, einfahrbare digitale Rückfahrkameras (anstelle von Spiegeln) und patentierte aktive hintere Luftführungen.

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Bemerkenswert sind vor allem die statischen Abdeckungen aus Kohlefaser an den Vorderrädern. Eingebettet in die 20-Zoll großen geschmiedeten Aluräder zur Minimierung des Luftwiderstands, bleiben sie in Position, auch wenn die Räder sich drehen. Die ebene Oberfläche glättet den Luftstrom um einem sonst turbulenten aerodynamischen Bereich. Typischerweise treibt die Umdrehung eines Rades die Luft vom Fahrzeug weg, aber die Abdeckungen des Vorderrades aus Kohlefaser halten die Luft am Auto fest und leiten sie weiter zu den Türblättern an der Vorderkante der Dihedraltüren.

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Auch das Heck des Speedtails setzt ein besonderes Highlight, nämlich ein Paar aktive hintere Querruder. Diese werden hydraulisch betätigt und sind integraler Bestandteil der hinteren Abdeckung, die aus flexibler Kohlefaser besteht; die Karosserie des Speedtails kann sich also buchstäblich biegen. Mit einer Toleranz von nur einem Millimeter zwischen den Oberflächen, beseitigt diese neue Technologie fast alle Lücken in der Karosserie.

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Der Antriebsstrang ist ein benzinbetriebener V8-Biturbo-Hybrid, der kombiniert 1050PS entwickelt. Die Beschleunigung setzt mit 12,8 Sekunden von Null bis 300 km/h einen neuen Maßstab für McLaren; der P1 konnte diese Geschwindigkeit in „nur“ 16,5 Sekunden erreichen. Die Höchstgeschwindigkeit wird nur im Velocity-Modus erreicht. Er optimiert den Hybrid- Antriebsstrang für den Hochgeschwindigkeitsbetrieb, während gleichzeitig der Winkel der aktiven hinteren Querruder angepasst wird. Darüber hinaus kann die Velocity Active Chassis Control das Fahrwerk um 35 Millimeter senken, so dass der höchste Punkt des Fahrzeugs nur 1120 Millimeter von der Fahrbahnoberfläche entfernt ist.

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So exklusiv der Speedtail auch sein mag – es gibt ihn lediglich in einer Farbe. Die heißt natürlich Speedtail Silber, einer speziell für dieses Auto entwickelten Nano-Metallic-Lackierung mit „Molten-Effekt.“ Beim Innenraum gibt es dafür jede Menge Wahlmöglichkeit an Farben und Ausstattung: Jeder Speedtail wird von McLaren Special Operations (MSO), der Abteilung, die für maßgeschneiderte Kundenaufträge zuständig ist, auf den individuellen Geschmack des Eigentümers zugeschnitten.

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Der Speedtail-Fahrersitz, inspiriert vom Sitz des legendären McLaren F1 und flankiert von den zwei Beifahrersitzen, befindet sich wortwörtlich in der Mitte des Cockpits. Dies schafft einen perfekt ausgewogenen Blick nach vorne aus der Frontscheibe. Direkt vor dem Fahrer befindet sich ein hochmodernes Steuerungssystem mit hochauflösenden Displays und Touchscreens, die über das Armaturenbrett führen und fast jede Taste und jeden Schalter entfernen, die traditionell in einem Auto zu finden sind. Die Bedienelemente zum Starten des Motors, zum Einschalten des Active Dynamics Panel und zum Aktivieren des Velocity-Modus sowie zum Öffnen der Fenster und Türen befinden sich in Paneelen über dem Kopf des Fahrers.

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Schade nur, dass diesen Anblick nicht viele werden genießen können. Mehr als 106 Speedtails wird es nämlich nicht geben. Und dass jeder davon rund zwei Millionen Euro kosten wird – ohne Steuern natürlich – ist auch kein Grund, traurig zu sein. Die gesamte Auflage ist nämlich schon verkauft.

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Beim neuen Infotainmentsystem haben die Briten einen großen Sprung nach vorne gemacht: Die Bedienoberfläche funktioniert ähnlich wie ein Smartphone und der zentrale Touchscreen mit sieben Zoll Durchmesser dient zur Auswahl von Fahrzeugfunktionen wie Satellitennavigation, Bluetooth-Telefonie, Medienstreaming und Sprachaktivierung. Die Heizungs- und Lüftungssteuerung ist ebenfalls integriert. Vor dem Fahrer befindet sich ein 12,3-Zoll-Bildschirm, der analoge Instrumente obsolet macht.

Die serienmäßige Nappalederausstattung kann auf Leder oder Alcantara aufgerüstet werden. Gegen Ende 2019 wird Kaschmir als zusätzliche Option erstmals in einem Serienfahrzeug erhältlich sein. Auf der Aufpreisliste steht eine elektrochrome Glasscheibe anstelle des standardmäßigen Karbonfaserdachs, das sich auf Knopfdruck aufhellt oder verdunkelt.

Modellvorstellung: McLaren 600 LT

0 auf 100 km/h, 0 auf 200, Endgeschwindigkeit oder vielleicht sogar das maximale Drehmoment – alles Werte, mit denen es sich am Stammtisch oder in irgendeinem Internetforum herrlich angeben lässt. Nicht dass der 600LT in diesen Disziplinen nicht auch auftrumpfen könnte, doch es ist eine ganz andere Ziffer, die erahnen lässt, welch Potenzial in Englands neuester Flunder schlummert: von 200 km/h auf 0 in nur 117 Metern.

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Wer später bremst, ist schließlich länger schnell, und genau darum geht es bei diesem McLaren: Kein Klimbim oder Features, die vielleicht schnell aussehen. Sondern nur die Dinge, die auch wirklich eine Funktion haben und die Fuhre schneller, stabiler oder fahrbarer machen. Und das fängt schon mit der Karosserieform an. LT steht nämlich für „Long Tail“, also Langheck, einem bewusst in die länge gestreckten Hintern, um den Luftwiderstand möglichst gering und den Anpressdruck an der Hinterachse möglichst hoch zu halten.

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Einschließlich des verlängerten Frontsplitters, dem verlängerten Heckdiffusor, dem festen Heckflügel sowie einer verlängerten Silhouette wuchs der 600LT im Vergleich zum Basismodell 570S um 74 Millimeter. In Verbindung mit dem flachen Kohlefaser-Unterboden ergibt die neue Form 100 Kilogramm Abtriebskraft bei 250 km/h, die mehr Grip und höhere Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten erzeugt.

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Der umfangreiche Einsatz von Kohlefaser – unter anderem für das Monocoque-Chassis, das rund 25 Prozent steifer ist als ein vergleichbares Chassis aus Aluminium, kommt der 600LT auf ein Eigengewicht von überschaubaren 1247 Kilogramm. Wem das nicht genügt: Mit den optionalen Schalensitzen, ebenfalls aus Carbon gefertigt und ursprünglich für den Extrem-Sportler McLaren Senna entwickelt, ist das Leergewicht glatte 100 Kilogramm geringer als bei einem 570S Coupé.

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Diese Liebe zur reinen Lehre erkennt man aber auch an zahlreichen weiteren Details: Leichtes Alcantara kommt statt Teppichen im Innenraum zum Einsatz, das Handschuhfach wurde entfernt und die Türtaschen durch leichte Netze ersetzt, während Klimaanlage, Satellitennavigation und ein Audiosystem als kostenlose Optionen erhältlich sind und nicht serienmäßig eingebaut werden.

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Das Motor-Management-System des 3,8-Liter-V8 mit Biturbo-Aufladung wurde natürlich grundlegend neu kalibriert. Die 600 PS liegen bei sportlichen 7500 Umdrehungen an und das maximale Drehmoment von 620 Newtonmetern zwischen 5500 und 6500 Umdrehungen.

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Die Briten würden die Fahrwerte wohl schlicht mit „durchaus ausreichend“ bewerten: Für den Sprint von Null auf 100 lässt sich der 600LT gerade einmal 2,9 Sekunden Zeit, was übrigens genau so schnell ist wie der 675LT. Bis 200 km/h vergehen gerade einmal 8,2 Sekunden und der Vortrieb endet erst bei 328 km/h.

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Ja und dann wäre da noch die Sache mit den 117 Metern von 200 auf Null. Das ist erst möglich dank der Bremsen aus der Rennserie “McLaren Super Series”, die mit leichten Aluminiumsätteln und steiferen Carbon-Keramikscheiben ausgestattet sind. In Kombination mit einem völlig neuen Bremskraftverstärker, der nach den Erkenntnissen des McLaren Senna entwickelt wurde, ergibt das ein reaktionsschnelles und progressives Pedalgefühl – und eben einen ultrakurzen Bremsweg, der sogar einen Meter kürzer ist als der eines McLaren P1TM.

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Die Aufhängung ist mit adaptiven, hydraulischen Dämpfern bestückt, die sich in drei Modi einstellen lassen, die auch die hydraulische Lenkung übernimmt. Die hinteren 21-Zoll-Leichtmetallräder sind die größten, die McLaren je auf ein Modell gesteckt hat. Auch vorne verbirgtt sind hinter den 20-Zöllern ein Hochleistungsbremssystem.

Weil es in einem McLaren aber doch wichtig ist: Wie es sich für einen Vertreter seiner Marke gehört, ist der GT rund um ein Karbonmonocoque gebaut und bringt nicht mehr als 1530 Kilogramm auf die Waage, die auf einen V8 mit vier Litern Hubraum, zwei Turboladern und 620 PS treffen, dessen Kraft ein Doppelkupplungsgetriebe mit sieben Gängen verwaltet. Mit der Launch-Control-Funktion zur Optimierung der Beschleunigung aus dem Stand fällt die 100-km/h-Marke in 3,2 Sekunden und für die 200-km/h-Grenze braucht es nicht mehr als 9. Der Topspeed liegt bei 326 Stundenkilometern.

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