ERSTE AUSFAHRTDer Citroën C4 Cactus sticht mit Komfort

Der überholte Citroën C4 Cactus kommt Anfang April zu Preisen ab 16.990 Euro auf den Markt.

Die Airbumps des Cactus wurden zu den Schwellern zurückgezogen © CITROEN
 

Keiner ist wie der Cactus. Womit wir bereits vor den ersten Metern attestieren können, dass die Marke Citroën sich nach Jahren der Orientierungslosigkeit wiedergefunden hat. Und zwar auf eine äußerst sympathische Art und Weise. Das SUV war 2014 der erste Meilenstein auf dem langen Weg zurück, den die Franzosen eingeschlagen haben. Zwar hat er im Zuge des turnusmäßigen Boxenstopps die charakteristischen Airbumps an den Türen eingebüßt, weil die bei den Kunden nicht auf das erhoffte Echo gestoßen sind. Rudimentär sind sie noch vorhanden, haben sich aber etwas verschämt in Richtung Schweller zurückgezogen. Die Frontpartie ist jetzt breiter, LED-Tagfahrleuchten rahmen das Logo ein, die Flanken wurden neu modelliert und das ist Heck mit LED-Rücklichtern mit 3D-Effekt geschmückt.

Modellpflege: Citroën C4 Cactus

Citroën hat dem C4 Cactus einen Boxenstopp inklusive gründlicher Überarbeitung verordnet. Zum Beispiel die breitere Frontpartie, neu modellierte Flanken und das Heck mit LED-Rücklichtern mit 3D-Effekt. Die charakteristischen Airbumps im neuen, schlankeren Design bilden eine Art Schutzgürtel an den Türen.

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Von den Außenmaßen her (Länge 4,17 m, Breite 1,71 m) kehrt der neue C4 Cactus in die Welt der Kompaktlimousinen zurück. Der Radstand von 2,60 Metern bürgt für ein ordentliches Platzangebot.

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Dank verschiebbarer Rückbank in der Konfiguration 1/3-2/3 variiert das Kofferraumvolumen von 358 bis 1170 Liter, wenn die Sitze zusammengeklappt sind.

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Seiner Maxime des Weglassens ist der Franzose im Innenraum treu geblieben: Der serienmäßige Sieben-Zoll-Touchscreen umfasst alle Bedienelemente.

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Dafür gibt es zahlreiche Ablagen: Auf der Beifahrerseite erstreckt sich beispielsweise das große, geschlossene Top-Box-Handschuhfach. Das Panoramadach mit hoher Wärmeschutzfunktion lässt Licht, aber keine Hitze herein.

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Es gibt drei neue Innenraumausstattungen (Metropolitan Red, Wild Grey, Hype Red) und die neuen „Advanced Comfort“-Sitze als Weltpremiere.

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Der C4 Cactus wird mit dem Dreizylinder-Turbobenziner PureTech 130 Stop&Start mit Sechsgang-Schaltgetriebe angeboten. Die Variante mit 110 PS ist wahlweise an ein Schaltgetriebe oder ein Sechsgang-Automatikgetriebe gekoppelt. Die Basisversion bringt 82 PS und ein Schaltgetriebe mit.

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Zur Markteinführung tritt dieselseitig der BlueHDi mit 100 PS an. Im Herbst 2018 folgt eine Version mit 120 PS und Sechsgang-Automatikgetriebe.

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Die Vordersitze und die Rückbank sind mit einem um 15 Millimeter dickeren Schaum gepolstert. Breite Sitze und Lehnen, verstärkter Halt, Höhenverstellung auf Fahrer- und Beifahrerseite und eine verstellbare Lendenwirbelstütze machen es den Passagieren bequem.

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Der C4 Cactus bietet 31 Außenvarianten, zwölf Assistenzsysteme und drei Konnektivitätstechnologien. Zudem führt er als Europapremiere die Federung mit progressivem hydraulischem Anschlag ein.

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Und jetzt nehmen sie auch wieder Kurs auf Komfort, für den die Autos mit dem Doppelwinkel seit 98 Jahren berühmt waren. Auch wenn der Weg dahin heute nicht mehr über eine komplexe Hydropneumatik führt. Vielmehr ist die Technik dahinter im Prinzip einfach. Eine herkömmliche Federung besteht aus einem Dämpfer, einer Feder und einem mechanischen Anschlag. Die Franzosen fügen aber zwei hydraulische Anschläge hinzu, die auf beiden Seiten für Druck und Zug sorgen. Die Federung arbeitet also in zwei Etappen, je nach Beanspruchung. Und sie arbeitet bestens, wie wir nach den ersten Testkilometern über die größtmögliche Ansammlung von Bremshügeln bestätigen können – das ist in dieser Klasse eine Ansage und noch dazu serienmäßig an Bord. Natürlich geht die Abstimmung mit etwas mehr Seitenneigung einher, aber von Schwimmen keine Spur. Auch die Lenkung begleitet einen akkurat durch Kurven, die man durchaus beherzt nehmen kann.

CITROEN C4 CACTUS

Marktstart. Anfang April.
Preise. Ab 16.990 Euro.
Motoren. Benziner: Dreizylinder-Turbo, 1199 ccm, 110 PS, 205 Nm maximales Drehmoment bei 1500 U/min, 3,7 l/100 km, 100 g CO2/km; Dreizylinder-Turbo, 1199 ccm, 131 PS, 230 Nm maximales Drehmoment bei 1750 U/min, 4,8 l/100 km, 110 g CO2/km; Diesel: Vierzylinder-Turbo, 1560 ccm, 99 PS, 254 Nm maximales Drehmoment bei 1750 U/min, 3,4 l/100 km, 90 g CO2/km.
Maße. 4170/1714/1480 mm L/B/H, 800 bis 1446 l Laderaum, ab 1095 kg Leergewicht.

Das Plus beim Komfort passt bestens zu den getesteten Benzinmotoren. Der Dreizylinder-Turbo mit 131 PS und Sechsgang-Schaltgetriebe kurbelt einen fröhlich vorwärts und hat das Drehmoment genau am rechten Fleck. Die Variante mit 110 PS ist wahlweise an ein Fünf-Gang-Schaltgetriebe oder ein Sechsgang-Automatikgetriebe gekoppelt, wobei letzteres quasi die Vollendung des Komfortgedankens ist. Zur Markteinführung tritt dieselseitig der BlueHDi mit 99 PS an. Im Herbst 2018 folgt eine Version mit 120 PS und Sechsgang-Automatikgetriebe.

Modellvorstellung: Citroën C3 Aircross

Der Citroën C3 Aircross misst in der Länge 4,15, in der Breite 1,76 und in der Höhe 1,64 Meter. Die für die Marke typische Lichtsignatur mit ihren zwei Ebenen schafft eine charakterstarke Frontpartie. Und natürlich bringt er auch eine erhöhte Karosserie (20 mm mehr als beim C3), eine hohe Sitzposition, große Räder und Kotflügelverbreiterungen mit. Fröhlich sind die farbigen Akzente an der Dachreling und an den hinteren Seitenscheiben.

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Der C3 Aircross soll ein ganz persönlicher Reisebegleiter sein und bietet die Wahl zwischen 90 Außenvarianten, darunter vier Dachfarben und vier Style-Pakete. Dazu kommen noch fünf verschiedene Looks im Innenraum.

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Die breiten Sitze im loungeartigen Innenraum bieten hohen Komfort, der Franzose rühmt sich bei der Kopffreiheit mit dem „Best in Class“-Wert und lässt mit dem fast einen Meter langen Panorama-Schiebedach viel Licht herein. Dank des Radstands von 2,60 Metern kommt ein großzügiger Knieraum im Fond hinzu.

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Die Sitze lassen sich in der Konfiguration 1/3-2/3 zusammenklappen, die Rückbank lässt sich zweiteilig um 150 Millimeter längs verschieben, den Beifahrersitz kann man zusammenklappen, um Gegenstände bis zu einer Länge von 2,40 Metern zu transportieren und der Kofferraum fasst 410 bis 520 Liter.

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Sind die Sitze zusammengeklappt, beträgt das maximale Kofferraumvolumen 1289 Liter. Die Gepäckabdeckung lässt sich hochkant hinter der Rückbank verstauen, um den Transport von hohen Gegenständen zu erleichtern. Sind die Lehnen zusammengeklappt, entsteht dank doppeltem Kofferraumboden eine ebene Ladefläche.

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Da es im PSA-Konzern bekanntlich keinen Allrad gibt, bekommt der Frontriebler mit der kompetenten Traktionskontrolle Grip Control und dem Bergabfahrassistenten namen „Hill Assist Descent“ elektronische Steigeisen. Der Fahrer kann zwischen fünf Modi wählen: Standard, Sand, Gelände, Schnee und „ESP Off“.

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Zwei Dieselmotoren stehen zur Wahl: der BlueHDi 120 mit manuellem Sechsgang-Schaltgetriebe und der BlueHDi 100 mit manuellem Fünfgang-Schaltgetriebe. Als leistungsstärkste Variante wird ein Benziner mit 130 PS und manuellem Sechsgang-Schaltgetriebe angeboten. Die schwächere Version mit 110 PS ist wahlweise an ein Fünfgang-Schaltgetriebe oder an das Sechsgang-Automatikgetriebe gekoppelt. Den Einstieg bildet ein Ottomotor mit 82 PS und manuellem Fünfgang-Schaltgetriebe.

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Soviel zur Hardware, jetzt zur Software: Ein Head-up-Display projiziert die wichtigsten Fahrinformationen auf eine transparente Lamelle direkt im Sichtfeld des Fahrers. Über einen 7-Zoll-Touchscreen können die Klimaanlage, das Radio, das Telefon und die Navigation gesteuert werden.

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Dazu gibt es eine Rückfahrkamera, einen Assistenten zum Einparken, zum Spurhalten, für den Toten Winkel, für das Fernlicht oder ein Notbremssystem, das Gefahrensituationen erkennt und selbstständig bremst, um einen Zusammenstoß mit mobilen (von 5 km/h bis 85 km/h) oder feststehenden (bis 80 km/h) Hindernissen oder auch mit Fußgängern (bis 60 km/h) zu vermeiden. Auf Basis von Verkehrsschildererkennung bietet der C3 Aircross einen Geschwindigkeitsbegrenzer und das SUV überwacht, wie aufmerksam sein Fahrer ist und schlägt ihm, wenn nötig, eine Pause vor.

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Seiner Maxime des Weglassens ist der Franzose im Innenraum treu geblieben: Der serienmäßige Sieben-Zoll-Touchscreen umfasst fasst alle Bedienelemente und es gibt keinen Drehzahlmesser, dafür aber eine Schaltanzeige. Und mehr braucht man unterm Strich auch nicht, schließlich hat der Fahrer ja auch immer noch seine Ohren. Auf den hinteren Türen sitzen klassische Ausstellfenster. Dafür gibt es zahlreiche Ablagen: Auf der Beifahrerseite erstreckt sich beispielsweise ein großes Handschuhfach, das von oben befüllt wird. Das Panoramadach lässt viel Licht, aber keine Hitze herein, nur kostet es großen Passagieren auf der Rückbank Kopffreiheit.

Modellvorstellung: Citroën C5 Aircross

Alles SUV bei Citroën. Von den Proportionen und Maßen her (Länge 4,50 Meter, Breite 1,84, Höhe 1,67) gehört der neue Citroën C5 Aircross dem C-SUV-Segment an. Wie schon beim C3 und beim C4 Cactus schützen seitliche Airbumps den unteren Karosseriebereich. Zu kaufen gibt es ihn ab Anfang 2019.

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Und als erstes Fahrzeug der Marke wird er mit Plug-in Hybrid-Technologie PHEV e-AWD angeboten. Sie kombiniert einen Benzin-Verbrennungsmotor (200 PS) mit zwei Elektromotoren, die jeweils an der Vorder- und Hinterachse verbaut sind. Das bedeutet: endlich Allradantrieb im Hause PSA.

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Mit einer Gesamtleistung von 300 PS ist der neue C5 Aircross das schnellste Serienmodell, das Citroën je gebaut hat. Vier Modi werden angeboten: rein elektrisch (Reichweite bis 60 Kilometer), Hybrid für lange Strecken ohne nachzuladen, kombiniert und 4x4.

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Der Innenraum steht ganz im Zeichen des Wohlbefindens: Der lange Radstand von 2,73 Metern kommt dem Raumangebot zugute. Die Passagiere nehmen auf breiten Sitzen Platz, die vorderen sind beheizbar und mit Massagefunktion ausgestattet.

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Das große Panoramadach lässt viel Licht hinein, zudem wird die Innenraumluft gereinigt. Als Premiere führt der C5 Aircross wieder eine Federung mit hydraulischem Anschlag ein.

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Der C5 Aircross ist mit einem 12,3-Zoll-TFT-Bildschirm und einem 8-Zoll-HD-Touchscreen ausgestattet. Mit Citroën Connect Nav, dem neuen 3D-Navigationssystem mit Touchscreen und Echtzeit-Zugriff, können sämtliche Media-Funktionen, das Telefon und die Navigation per Sprache und Berührung gesteuert werden.

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Dank Mirror Screen werden die Funktionen des Smartphones auf den 8-Zoll-Touchscreen übertragen. Es gibt auch eine kabellose Smartphone-Ladestation.

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Mit einer Fußbewegung unter dem hinteren Stoßfänger lässt sich der Kofferraum öffnen. Der überzeugt durch quadratische, großzügige Abmessungen (482 Liter) und seine breite Öffnung.

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Durch die Betätigung „Magic Handle“ lassen sich die Sitze mühelos von dem Kofferraum aus in der Konfiguration 1/3-2/3 zusammenklappen. So entsteht eine ebene Ladefläche.

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Der Citroën bringt zahlreiche elektronische Helfer mit: Geschwindigkeitsbegrenzung durch Verkehrsschildererkennung, einen Fernlichtassistent, eine autonome Bremsfunktion, einen Tempomaten der selbstständig bis zum Stillstand Abstand hält, oder einen Spurassistenten, der im Bedarfsfall gegenlenkt.

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Apropos: Die breiten Vordersitze und die Rückbank sind mit einem um 15 Millimeter dickeren Schaum gepolstert. Seitenhalt ist noch immer nicht ihre große Stärke, aber dafür bieten sie jetzt eine verstellbare Lendenwirbelstütze und sind so bequem wie ein Sofa. Für den Cactus gibt es nach der Modellpflege drei neue Innenraumausstattungen (Metropolitan Red, Wild Grey, Hype Red), 31 Außenvarianten, zwölf Assistenzsysteme und drei Konnektivitätstechnologien. Fad wird einem mit dem Franzosen also sicherlich nicht.

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