KultkistenDer Austin Princess war eine glücklose Prinzessin

1975 bis 1981: Die Regierungszeit der Austin Princess war kurz. Und schmerzhaft. Auch, weil sie keine Heckklappe hatte.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
Die stärkste Princess hatte einen quer eingebauten Reihensechser © KK
 

Was folgt auf die Landkrabbe? Natürlich der Ameisenbär. Als Austin 1975 die Princess als Nachfolger des 1800 auf den Markt brachte, hatte die Mittelklasselimousine ihren Spitznamen genauso schnell weg wie ihr Vorgänger. Man kann durchaus sagen: Ihre keilförmige Karosserie vom Reißbrett des Designers Harris Mann eckte an.

Aber leider nicht nur das. Mann hatte, wie es sich für einen modernen Entwurf gehörte, eine in das Schrägheck eingelassene große Heckklappe angedacht, die von den British-Leyland-Bossen allerdings ansatzlos gestrichen wurde. Begründung: Zwei andere Modelle des Multimarkenkonzerns (der Austin Maxi und der Rover SD1) boten bereits eine große Ladeluke - und das musste reichen.

KK
Das schräge Heck wäre eine Steilvorlage für eine Klappe gewesen © KK

So plagte Princess ihre Besitzer mit einer winzig kleinen Kofferraumöffnung, durch die man kaum etwas einladen konnte, geschweige denn wieder herausbekam. Da hatten die Chiropraktiker im Vereinigten Königreich wohl ordentlich zu tun, um die Folgen der Verrenkungen wieder einzurenken.

Doch das war noch lange nicht alles: Anfangs wurde der Wagen in verschiedenen Versionen unter Marken des Monsterunternehmens als Austin, Morris und Wolseley vertrieben, nur um dann nach wenigen Monaten im Handel gar keinen Familiennamen mehr zu haben. Princess - mehr braucht es nicht, dachte die Marketingabteilung. Wir müssen nicht betonen, dass es die glücklose Prinzessin nicht auf den Thron der meistverkauften Modelle schaffte.

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.