,,Wo es Marktbedingungen zulassen''Mercedes will bis 2030 rein elektrisch sein

Mercedes möchte noch vor Ende des Jahrzehnts vollelektrisch werden - allerdings nur auf Märkten, die mitziehen.

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Mit dem Vision EQXX arbeitet Mercedes an einem Stromer für die Langstrecke © DAIMLER
 

Im Ringen der führenden Autobauer um die Vorherrschaft bei der Elektromobilität zieht Daimler nach. Der deutsche Konzern setzt sich deutlich ambitioniertere Ziele für den Durchbruch der eigenen E-Flotte. Zudem kündigte er bei einem Investorentag am Donnerstag für seine Pkw-Stammmarke Mercedes-Benz im Kern auch den baldigen Abschied vom Verbrennungsmotor an. Und das, obwohl das Unternehmen mit dieser Technologie heute noch den Großteil seines Gelds erwirtschaftet.

Man werde unter dem Leitbegriff "Electric only" künftig das ganze Mercedes-Geschäft auf elektrisches Fahren ausrichten, hieß es. Bis 2022 will die Marke mit dem Stern in allen Segmenten batterieelektrische Fahrzeuge anbieten.

Schon im Jahr 2025 wollen die Schwaben rund 50 Prozent ihrer Neuverkäufe mit vollelektrischen oder elektrifizierten Autos erzielen - das sind doppelt so viel wie bisher geplant. Man bereite sich zudem vor, bis zum Ende des Jahrzehnts "vollelektrisch zu werden - überall dort, wo es die Marktbedingungen zulassen". In Ländern, die noch nicht so weit sind, könnten weiterhin Autos mit Verbrennungsmotor verkauft werden.

Die Daimler-Pkw-Tochter Mercedes-Benz kündigte an, zwischen 2022 und 2030 seien Investitionen von mehr als 40 Milliarden Euro in batterieelektrische Fahrzeuge vorgesehen. 2025 will man drei neue technische Plattformen einführen: eine für mittelgroße und große Strom-Pkw, eine für den sportlichen Elektro-Einsatz (also der Submarke AMG) und eine für elektrische Vans und leichte Nutzfahrzeuge.

Zudem will Daimler mit Partnern eine Zellproduktion im großen Stil aufbauen: weltweit acht Gigafabriken mit einer Gesamtkapazität von mehr als 200 Gigawattstunden. Dazu kommen neun bereits geplante Werke zur Produktion von Batteriesystemen.

Mit Partnern wie Sila Nano wird an der nächsten Batteriegeneration gearbeitet: Ziel ist die Steigerung der Energiedichte durch eine deutliche Erhöhung des Silizium-Anteils an der Anode, um höhere Reichweiten und kürzere Ladezeiten möglich zu machen. Auch in Richtung Feststoff-Batterie hält Daimler die Augen offen.

Kommentare (3)
scionescio
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„ überall dort, wo es die Marktbedingungen zulassen". In Ländern, die noch nicht so weit sind, könnten weiterhin Autos mit Verbrennungsmotor verkauft werden. “

Nicht einmal in Europa passen in allen Ländern die Marktbedingungen… weltweit passen in der überwiegenden Mehrheit der Länder (Afrika, Südamerika, Australien…) in den nächsten Jahrzehnten die Marktbedingungen auch sicher nicht - keine seriöse Studie sieht ein höheres globales Marktsegment für BEVs als 20% … und natürlich wissen die Hersteller das!

Die Europäer werden alleine die Welt nicht retten können und sackeln ihre Steuerzahler völlig sinnbefreit aus Sicht des Klimaschutzes aus, weil der Effekt minimal ist und anders viel leichter und schneller erzielbar wäre (zB Wasserstoff für die Industrie) - profitieren tun nur die Energieversorger und die Atomlobby!

Miraculix11
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3
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Ist doch ganz einfach

Solange es Staaten gibt die die Infrastruktur und die Elektroautos hoch fördern stimmen die Marktbedingungen :-)

schadstoffarm
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Scio

Du willst angestrengt die paar jahrln zur pensi noch als markenbotschafter für dieselÖl durchhalten? Lass dich umschulen, das ohmsche Gesetz ist kein hexenwerk.