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Große SUV fallen im Test durchSo viel verbrauchen Plug-in-Hybride wirklich

Ein Test des ADAC zeigt: Plug-in-Hybride sind beim Verbrauch meist nur Mittelmaß.

Der Volvo V60 T6 schneidet mit am besten ab © VOLVO
 

Ob rein elektrisch unterwegs, mit dem Verbrennungsmotor oder einer Kombination beiden: Plug-in-Hybride schneiden bei ihren Verbrauchswerten oft nur mittelmäßig gut ab.

Das ist das Ergebnis des Ecotests der ADAC, nach der nur zwei von zehn Fahrzeugen – der Hyundai Ioniq und der Volvo V60 T6 – vier von fünf möglichen Sternen holen. Die rote Laterne im Test haben der Mercedes GLE 350 de und BMW X5 xDrive - sie schaffen sogar nur jeweils einen Stern.

Im Test wurden drei Nutzungsszenarien untersucht: Die elektrische Fahrt mit ausreichend geladener Batterie, die Fahrt mit dem Verbrennungsmotor und ein gemischter Betrieb, bei welchem die Batterie alle 100 Kilometer geladen wird.

Der Spitzenreiter Hyundai punktet mit seiner aerodynamischen Karosserie über alle drei Szenarien hinweg. Der Volvo V60 T6, der ebenfalls vier Sterne erhält, verbraucht mit seinem hohen Gewicht etwas mehr.

Zu wem passt ein Plug-in-Hybrid?

Um einen Plug-in-Hybrid optimal zu nutzen, sollte die Batterie regelmäßig aufgeladen werden. Nur so können Autofahrer das Potenzial des zusätzlichen Elektromotors ausschöpfen sowie den Kraftstoffverbrauch und den CO2-Ausstoß signifikant reduzieren. Wegen der begrenzten Reichweite sind Plug-in-Hybride vor allem für Verbraucher interessant, die zu Hause oder im Büro laden können.

Bei den Schlusslichtern, den SUV von BMW und Mercedes, schlägt vor allem das hohe Gewicht von mehr als 2,5 Tonnen durch. Dieses Gewicht ist auf die großen Batterien zurückzuführen. Das Ergebnis zeigt: SUV mit großem Verbrennungsmotor sind selbst als Plug-in-Variante nicht umweltschonend.

Kommentare (10)
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fwf
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Fehlentwicklung

Nicht nur, dass Plug-In-Autos nur dann weniger verbrauchen, wenn sie maximal 50 km langsam gefahren werden, ist nach etwa 1000 bis 1500 Ladezyklen schluss - dann sinkt die Batterie-Kapazität auf wenige Kilometer Reichweite. Und dann wird's richtig teuer. Batterien kosten ein kleines Vermögen + Entsorgungskosten. Da lobe ich mir einen modernen Mittelklasse-Diesel, mit optimalen Verbrauchswerten, sauberen Abgasen und geringem Servicebedarf.

DukeNude
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Sinnhaftigkeit

bei einem X5 erschließt sich mir die Sinnhaftigkeit eines Hybrids auch nicht.
Für die Stadt bzw. kurze Strecken ist das Auto generell weniger geeignet und auf weiten Strecken bringt der Elektrozusatz nur mehr Nachteile durch das Zusatzgewicht, die Leistung sinkt im Gegenzug.

Kristianjarnig
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Darum würde es ja auch Sinn machen...

...endlich mehr Diesel Hybrid Autos zu bauen. Da würde es auch wieder mit dem Verbrauchswerten passen.

Die Benziner "saufen" einfach zuviel. Und als Dieselfahrer finde ich das Drehmoment von Benzinern unsäglich mieß. Außer man fährt mit einem Ami V8 oder einem völlig übermotorisierten deutschen Benziner.....

Mezgolits
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Hier steht geschrieben: BMW X5 ... 10,7 (l/100 km) 41,4 (kWh/100 km)

Vielen Dank und ich ergänze: 10,7 Liter Benzin pro 100 Kilometer oder etwa 20 Kilogramm
Kohle pro 100 Kilometer und warum?: 20 kg Kohle bringen etwa 200 kWh thermisch - be-
nötigt wird aber die mechanische Energie, das bedeutet: Energie-Umwandlungen mit
großen Verlusten = etwa 20 % Wirkungsgrad = 200 kWh x 0,2 = 40 kWh elektr. Erf. StM

CuiBono
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Inakzeptabel

Hybrid-KfZ - eine der größten Fehlentwicklungen der letzten hundert Jahre und zudem eine ähnliche Mogelpackung wie die einstmals den Konsumenten aufs Auge gedrückten Quecksilber-Energiesparlampen.

In beiden Fällen - eine Riesenhype um minderwertigen und umweltgefährlichen Schrott.

Die Profiteure: Industrie und Werbebranche.
Die "Zahler": gutgläubige Konsumenten und die Umwelt.

Keines dieser zwei Produkte hätten je auf den Markt kommen dürfen.

scionescio
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@CuiBono: ... obwohl das jeder weiß, stellt sich die Bundesregierung blöd und subventioniert diesen Schwachsinn auch noch ...

... meine Mitarbeiter wollen bei neuen Dienstautos ziemlich ausnahmslos Hybride, weil sie da ums gleiche Geld eine Klasse höher gehen können - eine Ladekarte hat sich noch nie einer ausgeborgt und die Ladekabel sind maximal einmal ausprobiert worden oder sogar oft noch originalverpackt.
Dem Klimaschutz bringt das eher das Gegenteil, weil ein moderner Diesel da deutlich besser ist (und auch viel weniger unnötiges Gewicht zu schleppen hat)!

Marcuskleine
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offenbar berechtigte Zweifel

Ich glaube da gibt es verschiedene Aspekte:
1) Die "geschönten Verbräuche" von Plugin-Fahrzeugen haben das Vertrauen von Konsumenten erschüttert.
2) Fragen sie einen Taxifahrer mit einem Toyota, Honda oder Ford Hybrid: langlebig und sehr sparsam sind diese Fahrzeuge, wobei Toyota klar die Nase vorn hat. Diesel Taxi, Stadtbetrieb: 7 bis 11L; Haltbarkeit 250.000km; Toyota Hybrid: 5-6L; Haltbarkeit 400.000km
3) Die heutigen LED-Lampen sind besser, aber dass man von Glühlampen weggegangen ist, war ein wichtiger Schritt. Schöner wäre es ohne Zwang gewesen... (da gebe ich Ihnen recht)

DergeerderteSteirer
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Das sind Gegebenheiten und Werte welche vom logischen und realistischem gar nicht anders sein können,.....

diese zum Teil Mogelpackungen sollten keine Existenzberechtigung haben da doppelt Ressourcen regelrecht verheizt werden, ab einer bestimmten Größe komplett sinnlos!!

gRADsFan
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Surprise, surprise

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Mezgolits
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... schlägt vor allem das hohe Gewicht von mehr als 2,5 Tonnen durch.

Vielen Dank - ich meine: So ist es, aber die Reichen werden sie trotzdem kaufen
und viele Nicht-Reiche möchten zeigen - auch mithalten zu können. Erfinder M