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ERSTER TEST Das kann nur der neue Jaguar I-Pace aus Graz

Der neue Jaguar I-Pace wird locker Tesla überholen - wir haben die sieben wichtigsten Gründe dafür zusammengefasst.

Der Jaguar I-Pace wird bei Magna Steyr in Graz gebaut © JAGUAR
 

Die Sitzposition: Perfekt, auch für längere Strecken. Der Kategorisierung SUV für den I-Pace stimmt ja nur bedingt: Der Wagen besitzt zwar SUV-Höhe, ist aber kein SUV. Kein Wunder, dass Jaguar-Chefdesigner Ian Callum das Fahrzeugkonzept des I-Pace als wegweisend - auch für die eigene Marke - bezeichnet hat. Man sitzt in einem geräumigen Auto, hat aber eine Sitzposition, die zumindest Sportwagen-ähnlich und trotzdem entspannt ist. Auch das ist etwas Besonderes. Die Dimensionen verraten schon, dass es sich um eine eigene Fahrzeugkategorie handelt: Der Radstand liegt bei 2990 mm, die Länge bei 4682 mm - mit dem E-Antrieb erzielt man außerdem die beste Platzausbeute. Der Kofferraum fasst bei umgelegten Rücksitzen 1453 l (656 l Basis).

Der Sound: Man steigt ein, startet, genießt die Stille. Die ersten Meter: unspektakulär. Aber dann lauscht man ergriffen Jaguars Sounddesign, das V6-Tonlagen genauso ausspielen kann wie den sythetisch summenden E-Sound.

Rekuperation: Das Thema Energierückgewinnung mag fad klingen, aber gerade hier staunt man über ein völlig neues Fahrerlebnis: Man kann zwei Rekuperationsstufen auswählen. In der zweiten Stufe ist die Verzögerung wesentlich schärfer, man benötigt selbst bei flotterem Fahrstil nur ganz selten das Bremspedal. Passt man sein Fahrmuster daran an, kann man das in vollen Zügen genießen. Der I-Pace fährt sich wie aus einem Guss, Gas geben, vom Gas gehen und Bremsen erfolgen quasi in einem Schwung. Man fährt das Auto mit einem Pedal, eigentlich. Der ganze Swing ist außerdem erstaunlich für ein Auto, das 2,2 Tonnen wiegt. Übrigens: der Unterschied der Motorbremswirkung/Rekuperieren und der Eingriff der "echten" Bremse ist nicht zu spüren, auch das wurde perfekt gelöst. In all diesen Bereichen ist Jaguar top.

Der Allrad: Der Elektro-Antrieb hängt an der Vorderachse und an der Hinterachse, jeweils ein Motor ist dabei im Einsatz. Daraus nährt sich auch der (leicht heckbetonte) Allrad, der samt Traktionshilfe und dem in der Sekunde parat stehenden Drehmoment den I-Pace in 4,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h bringt. Die Kombination dieser spontanen Kraftentfaltung (400 PS, 696 Nm) und einer wackelfreien Querbeschleunigung (siehe unten) machen die Faszination dieses Konzepts aus.

Modellvorstellung: Jaguar I-Pace

Der in Graz bei Magna Steyr gebaute Jaguar I-Pace mit einer Reichweite von bis zu 480 Kilometern, die er im neuen und realitätsnäheren Zyklus WLTP eingefahren hat. Dafür verantwortlich zeichnet die Lithium-Ionen-Batterie mit 90 kW Leistung. Sie speist zwei Elektromotoren, von denen je einer in die Vorder- und die Hinterachse dies- und jenseits der Batterie integriert ist.

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Der Allradantrieb bringt die maximale Power von 400 PS und 696 Newtonmetern Drehmoment auf die Straße, was in einem Sprint von 0 auf 100 km/h in 4,8 Sekunden mündet. Zudem stellen die Briten in Aussicht, dass man die Akkus an einer 100-kW-Schnellladesäule in 45 Minuten auf 80 Prozent laden kann. Wer nur 15 Minuten Zeit hat, bringt immerhin noch Strom für 100 Kilometer zusammen.

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Mit einem Radstand von 2990 und einer Länge von 4682 Millimetern beansprucht der Crossover ähnlich viel Verkehrsfläche wie Jaguars SUV F-Pace – und bietet zugleich das Platzangebot eines Modells der nächsthöheren Klasse.

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Möglich macht das die neue Bodengruppe, die ohne Kardanwellentunnel auskommt. Dafür gibt es ein 10,5 Liter großes Staufach und eine Beinfreiheit für Fondpassagiere von 890 Millimetern. Das Kofferraumvolumen liegt bei 656 Litern und lässt sich auf bis zu 1453 erweitern.

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Die bündig in die Türen eingelassenen Griffe fahren wie beim Range Rover Velar erst auf Berührung oder Druck auf die Fernbedienung aus. Sie tragen ebenso zur Windschlüpfigkeit mit einem cw-Wert von 0,29 bei wie die optional angebotene Luftfederung. Bei damit ausgerüsteten Modellen wird die Karosserie um 10 Millimeter abgesenkt, wenn der I-Pace über eine längere Zeit mit 105 km/h fortbewegt wird.

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Einen konventionellen, also mit Unterdruck arbeitenden Bremskraftverstärker haben die Briten durch einen elektrischen „Booster“ ersetzt. Der Fahrer kann über den Touchscreen im Innenraum verschiedene Stufen der Energierückgewinnung (Rekuperation) wählen.

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In der höchsten Stufe ist die Verzögerungswirkung so stark, dass der Fahrer den Jaguar allein mit dem Gaspedal steuern und die Fußbremse dabei fast ganz ignorieren kann. In sehr dichtem Verkehr ist es darüber hinaus möglich, die Kriechfunktion zu deaktivieren. Der Fahrer kann dann allein durch Lupfen des Gaspedals abbremsen.

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Ist es draußen kalt, kümmert sich eine Wärmepumpe um das Beheizen des Innenraums. Sie nutzt die Wärme der Umgebungsluft und die Hitzeabstrahlung der Wechselrichter und weiterer Elektronikkomponenten, es wird also keine Energie aus der Batterie abgezogen.

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Die neue Mensch-Maschine-Schnittstelle namens „Touch Pro Duo“ besteht aus zwei auf der Mittelkonsole angebrachten HD-Touchscreens mit zehn und fünf Zoll. Damit die Augen auf der Fahrbahn bleiben, projiziert ein vollfarbiges Head-up-Display wichtige Informationen in die Windschutzscheibe. Es wird unterstützt durch das zwölf Zoll große, interaktive Instrumentendisplay.

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So genannte Smart Settings passen sich über Algorithmen mit künstlicher Intelligenz an die individuellen Vorlieben des Fahrers an. Das System identifiziert unterschiedliche Fahrer automatisch anhand ihres Autoschlüssels und ihres Telefons und kann somit verschiedene Einstellungen für jedes Fahrerprofil speichern.

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Die Folge: Einstellungen der Klimaautomatik, der Rückspiegel, der Medien oder der Sitze werden bei jedem neuen Einstieg ins Auto automatisch ausgeführt.

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Über den 4G Wi-Fi Hotspot lassen sich bis zu acht Geräte gleichzeitig drahtlos mit dem Internet verbinden. Zudem stehen USB-Ladepunkte für alle fünf Insassen zur Verfügung. Zudem liest einem der Sprachdienst Amazon Alexa die Wünsche von den Lippen ab.

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Der Schwerpunkt: In der Tiefe liegt die Kraft. Die Batterien sind zwischen Vorder- und Hinterachse untergebracht, der Schwerpunkt ist wesentlich tiefer als etwa beim E-Pace. Hier liegt der Grundstein, warum sich so ein Schwergewicht so präzise und ohne große Allüren bewegen lässt. Jaguar braucht keinen Autopiloten – es bereitet einfach Vergnügen, dieses Auto zu fahren.

Die Querbeschleunigung: Die lästigen Wankbewegungen eines SUV oder ähnlicher Hochbaukonzepte sind Vergangenheit, der I-Pace schlängelt sich standhaft durch Kurvenkombinationen. Eben dank des niedrigen Schwerpunkts. Auch das ist ein neues Fahrerlebnis, das beeindruckt. Elektromobilität hat nichts mehr damit zu tun, sich selbst zu kasteien.

Die Reichweite: Wird nach dem neuesten Verbrauchszyklus mit 480 Kilometer angegeben. Nach den ersten Tests und mit einem lockeren Gasfuß ausgestattet, würden wir von mindestens 350 bis 400 Kilometer ausgehen. Interessant: Das Navisystem denkt schon mit, und macht auf Basis des Fahrstils schon Hochrechnungen, wie viel Energie man am Ziel noch zur Verfügung haben wird. Reduziert man das Tempo, hat man mehr Spielraum. Wie weit man kommt, liegt letztlich in der Hand, pardon, am Gasfuß des Fahrers. Übrigens: Ab 78.380 Euro darf man einsteigen.

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Danke für Ihr Verständnis.

helmutmayr
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Und welche sind

jetzt die 6 Gründe ? Das ist alles auch so bei Tesla.
Preislich ist auch nichts um ?
Es gibt momentan aber 1 Grund warum nur der Tesla innFrage kommt:
Die Ladeinfrastruktur. Ganz Europa ist mit Superchargern ausgestattet.

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scionescio
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Aber Jaguar wird es mit ziemlicher Sicherheit auch in zwei Jahren noch geben ...

... bei Tesla bezweifle ich das massiv!

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helmutmayr
3
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Geben wirds Tesla sicher noch

Nur ob Elon Musk noch der Haupteigentümer ist, das ist die Frage.

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scionescio
5
3
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Das ist nicht so sicher ...

... wahrscheinlicher ist, dass einer der Großen Tesla schluckt, die Ladeinfrastruktur behält und die Marke killt, damit es zu keinem Kannibalismus zu den eigenen Produkten kommt ... in Punkto Produktion, Servicenetz, Ersatzteillogistik, Qualitätssicherung, etc. sind die renommierte Autobauer Tesla haushoch überlegen und es würde viel zu teuer sein, Tesla auf ein akzeptables Niveau bringen ...

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