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Sonderfall SchweizWas Camper vor dem Urlaub bei den Eidgenossen wissen sollten

Die Schweiz ist schön - und die Verkehrsstrafen sind hoch: Was Camper wissen müssen, bevor sie einen Urlaub bei den Eidgenossen machen.

© Gowtham/stock.adobe.com (Andrey Armyagov)
 

Wer schon jetzt seinen Campingurlaub plant, sollte dabei auch die Schweiz in Erwägung ziehen – mit Bergen, Seen und Städten bietet das Nachbarland viel Abwechslung. Für Lenker von Reisemobilen und Gespannen gibt es einige Besonderheiten, die man kennen sollte, um böse Überraschungen zu vermeiden.

Die wichtigste für Camper: Für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen, auch Wohnmobile und Wohnanhänger, braucht mankeine Vignette, sondern muss eine pauschale Schwerverkehrsabgabe (PSVA) bezahlen. "Diese ist für das gesamte Straßennetz zu entrichten, nicht nur für Autobahnen. Die Gebühr wird für jeden Tag, an dem sich das Fahrzeug in der Schweiz aufhält, fällig – unabhängig davon, ob es bewegt wird oder nicht", sagt Tomas Mehlmauer, Präsident des Österreichischen Camping Clubs (ÖCC). Bezahlen kann man auch mittels App.

Wichtige Bestimmungen in der Schweiz

  • Straßennutzung: Gespanne dürfen auf dreispurigen Autobahnen nicht die linke Spur nutzen.
  • Wildcampen: In der Schweiz ist das freie Stehen grundsätzlich verboten. Manche Kantone erlauben jedoch eine Übernachtung zur Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit.
  • Parken: Viele Schweizer Städte haben zum Parken "Blaue Zonen" eingerichtet – auch mit dem Camper kann man dort eine Stunde gratis parken.
  • Promillegrenze: Die Promillegrenze liegt für Lenker in der Schweiz bei 0,5. Wer mit mehr Alkohol im Blut erwischt wird, muss mindestens 525 Euro Strafe zahlen.
  • Beleuchtung: Ganzjährig ist für alle Fahrzeuge Licht am Tag vorgeschrieben.

Kraftfahrzeuge bis 3,5 Tonnen höchstzulässigem Gesamtgewicht benötigen eine Vignette – diese kostet umgerechnet 38 Euro für ein Jahr und ist zum Beispiel an der Grenze und an Tankstellen erhältlich. "Kontrollen sind keine Seltenheit. Für das Fahren ohne Vignette werden rund 190 Euro Strafe fällig", warnt der Experte. Achtung: Bei einigen Tunneln und Pässen fallen zusätzliche Gebühren an.

Tipps für einen Roadtrip

  • Die beste Reisezeit ist Mitte Juni bis Anfang Juli, das ist noch außerhalb der Hochsaison und ein Vorreservieren der Campingplätze ist nicht unbedingt nötig.
  • Eine mögliche Campertour durch die Schweiz, für die man etwa sieben bis zehn Tage einplanen sollte, startet am Campingplatz Bächli in St. Gallen. Von dort führt die Stecke nach Sankt Moritz über Bad Ragaz, vorbei an der Engadiner Seenplatte. Weiter geht es über den San-Bernardino-Pass und Bellinzona in Tessin. Anschließend kann der Weg über den St. Gotthard Pass nach Luzern führen. Ein Besuch des Luzerner Hausbergs Pilatus ist beinahe Pflicht – bei guter Sicht bietet er ein Panorama mit 73 Alpengipfeln. Auf dem Rückweg lohnt sich ein Stopp in Zürich.

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