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Bis zu 3000 Euro StrafeJetzt gilt nur mehr die neue, himmelblaue Vignette

Neue Vignette nicht vergessen: Ab 1. Februar hat Zitronengelb ausgedient und es gilt nur mehr Himmelblau. Oder die digitale Vignette.

© MONTAGE: ADOBE STOCK, ASFINAG
 

Für alle, die ihre Vignetten immer noch kleben, steht der Farben-Wechsel bevor: Die zitronengelbe hat ausgedient, ab dem 1. Februar ist nur mehr die neue, himmelblaue Vignette gültig.

Vignettenpflichtig sind alle Kraftfahrzeuge bis 3,5 Tonnen. Neu ist 2020, dass Besitzer dreirädriger Kraftfahrzeuge (z.B. Trikes) nur noch eine Motorrad-Vignette und nicht mehr die für Pkw kleben müssen.

Wird man mit abgelaufener oder ohne Vignette erwischt, kommt man bestenfalls mit einer Ersatzmaut von 120 Euro davon. "Und diese ist sofort zu bezahlen, sonst muss mit einer Anzeige und einer Geldstrafe von mindestens 300 Euro gerechnet werden. Im schlimmsten Fall kann es zu einer Strafe von 3000 Euro kommen", warnt ÖAMTC-Juristin Ursula Zelenka.

Tipps fürs Aufkleben der Vignette

  • Am besten hebt man eine Ecke der alten Vignette mit einem Glas- oder Vignettenschaber an und ziehen dann die Vignette ab. Die verbliebenen Reste kann man ganz einfach mit Wasser anfeuchten und mit einem sauberen Tuch abwischen.
  • Die gültige Vignette muss vollständig von der Trägerfolie abgelöst und gut sichtbar innen auf der Windschutzscheibe aufgeklebt werden.
  • Empfohlen wird links oben auf der Windschutzscheibe oder im Bereich des Rückspiegels. Die Vignette keinesfalls im Tönungsstreifen anbringen.
  • Beim Aufkleben muss die Windschutzscheibe sauber, trocken und fettfrei sein.
  • Die optimale Klebe-Temperatur liegt bei etwa 5 Grad Celsius. Ist es kälter, sollte in der Garage geklebt oder das Aufkleben nach einer längeren Autofahrt vorgenommen werden, wenn die Scheibe durch die Autoheizung bereits aufgewärmt ist.
  • Eine weitere Empfehlung: Auf der Windschutzscheibe sollten maximal zwei österreichische Vignetten gleichzeitig aufgeklebt sein, damit eine Mautkontrolle schneller abgewickelt werden kann.
  • Tipp für Motorradfahrer: Bei Motorrädern ist die Vignette auf einen sauberen, nicht leicht auswechselbaren Teil (z.B. Gabelholm oder Metallträger am Vorderrad) aufzukleben. Das Aufkleben an transportablen Teilen des Motorrades (z.B. Koffer oder Seitentaschen) oder gar auf dem Motorradhelm ist nicht zulässig.

Auch bei unsachgemäß geklebten oder manipulierten Vignetten drohen Strafen. Wiederaufgeklebte Vignetten sind durch die Sicherheitsmerkmale als solche erkennbar und ungültig. "Verboten sind auch spezielle Folien, Saugnäpfe oder Klebebänder, die einen direkten Kontakt der Vignette mit der Windschutzscheibe verhindern. In dem Fall wird eine Ersatzmaut von 240 Euro oder eine Strafe von zumindest 300 Euro wird fällig", erklärt Zelenka.

Digitale Vignette: Vorsicht bei Lockangeboten im Internet

Wer seine digitale Vignette jetzt online kauft, muss wissen dass sie wegen der Konsumentenschutz-Frist (wie beim Online-Kauf) erst ab dem 18. Tag nach dem Erwerb gültig ist. 

Achtung: "Einige Webseiten versprechen eine sofortige Gültigkeit der Vignette gegen Zahlung eines Aufpreises. Von solchen Angeboten sollte man unbedingt die Finger lassen", warnt Zelenka. Sofort gültige digitale Vignetten gibt es bei den Verkaufsautomaten der Asfinag oder bei Vertriebspartnern wie ÖAMTC, ARBÖ, Trafiken und einigen Tankstellen.

Zwei große Vorteile der digitalen Vignette: Im Gegensatz zur Klebevignette ist die digitale Vignette kennzeichenbezogen. Im Falle eines Scheibenbruchs ist daher keine Ersatzvignette nötig. "Besitzer von Wechselkennzeichen benötigen außerdem nicht mehr für jedes Fahrzeug eine eigene Vignette", erklärt Zelenka.

Die Vignetten-Preise 2020

Der Preis für die Vignette 2020 steigt heuer gemäß Verbraucherpreisindex um 2,1 Prozent. Die Preise für die Vignette 2020 im Überblick:

  • Jahresvignette: 91,10 Euro für Pkw bzw. 36,20 Euro für Motorräder
  • Zwei-Monats-Vignette: 27,40 für Pkw bzw. 13,70 Euro für Motorräder
  • Zehn-Tages-Vignette: 9,40 Euro für Pkw bzw. 5,40 Euro für Motorräder

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