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Preisvergleich200 Prozent Differenz bei Tarifen für Mietautos

Kostenfalle Mietwagen: Die Konsumentenschützer der AK OÖ haben bei der aktuellen Erhebung enorme Preisunterschiede von mehr als 200 Prozent festgestellt.

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Ein Mietauto gehört für viele zum Urlaub, um unabhängig die Gegend zu erkunden. Damit die Buchung kein unnötiges Loch ins Budget reißt, rät die Arbeiterkammer (AK) Oberösterreich, Preise und Leistungen der Anbieter zu vergleichen. Sie stellte bei ihrem Test immerhin Preisunterschiede von 200 Prozent fest, teilte die Interessenvertretung mit.

Die Konsumentenschützer haben die Preise von sechs Unternehmen für 22 beliebte Urlaubsziele - griechische Inseln, Spanien, Sardinien, Sizilien, Portugal, Kroatien, Irland, Großbritannien - in der ersten Augustwoche 2019 im Internet verglichen. Sie suchten nach der günstigsten Autokategorie inklusive aller Steuern, unlimitierter Kilometer, Vollkasko- und Diebstahlversicherung sowie der Möglichkeit ein Navigationssystem dazuzumieten.

Aufmerksam sollte man beim Selbstbehalt bei der Versicherung sein, so die AK. Dieser liege bei den Angeboten zwischen Null und 2026,20 Euro, die der Mieter im Falle eines Versicherungsschadens begleichen muss. Bei den Firmen AVIS, Europcar, Hertz und Sixt kann der Selbstbehalt unter Aufzahlung ausgeschlossen werden. Das beeinflusst natürlich den Preis. Wobei Angebote mit hohem Selbstbehalt nicht automatisch sehr günstig sein müssen.

Die AK rechnet das am Beispiel Mallorca vor: Dort kostete der günstigste Mietwagen bei Budget 108 Euro mit einem Selbstbehalt von 1950 Euro und 105 Euro zusätzlich für ein Navi. Beim teuersten Anbieter kommt das Auto auf 328,97 Euro - also gut dreimal so viel -, trotz eines Selbstbehalts von 1040 Euro und zusätzlichen 83,49 Euro für das Navi. Ein Angebot ohne Selbstbehalt bietet dagegen Sunny Cars um 233 Euro plus 59,29 Euro für das Navi. Wer auf Nummer sicher gehen will, dem raten die Konsumentenschützer zu einer Vollkaskoversicherung ohne Selbstbehalt.

Auf jeden Fall sollte man den Mietvertrag genau durchlesen und kontrollieren, ob alle wichtigen Regelungen enthalten sind, vor allem Versicherungsschutz (Haftpflicht mit ausreichender Versicherungssumme: In Österreich beträgt die gesetzliche Mindestversicherungssumme 7,6 Millionen Euro. Vollkasko- und Diebstahlversicherung: am besten ohne Selbstbehalt), Tankregelung, zusätzlicher Fahrer, Mindestalter der Fahrer, Verhalten im Schadensfall.

Die AK warnt davor, sich an Ort und Stelle unnötige Zusatzversicherungen aufschwatzen zu lassen oder sich doppelt zur Kasse bitten zu lassen. Eine ausgiebige Besichtigung des Autos und Foto-Dokumentation bei Übernahme und Rückgabe seien obligatorisch. Man solle alle bestehenden Schäden vom Vermieter festhalten lassen. Ist bei der Rückgabe niemand anwesend, empfehlen sich wiederum Beweisfotos.

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