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Winterreifenpflicht ab 1. November42 Prozent der Österreicher haben noch nicht umgesteckt

Morgen startet die situative Winterreifenpflicht. Eine Umfrage des ARBÖ zeigt, dass knapp die Hälfte der österreichischen Autofahrer noch mit Sommerreifen unterwegs ist.

© FOTOLIA
 

Auch wenn in vielen Regionen Österreichs die milden Herbsttage den Winter noch weit weg erscheinen lassen, so hat sich Väterchen Frost in höheren alpinen Lagen bereits ein erstes Stelldichein gegeben. Der Automobilklub ARBÖ nahm daher die Umsteckmoral der Österreicher mittels einer Online-Umfrage unter die Lupe - mit einem ernüchternden Ergebnis: 42 Prozent der Autofahrer gaben an, dass sie ihr Fahrzeug noch nicht mit Winterreifen ausgestattet haben.

Dabei nimmt jeder, der die Winterreifenpflicht ignoriert, die Gefahr von empfindlichen Strafen in Kauf: Bei einer Verkehrskontrolle kann die Exekutive im Extremfall - bei Gefährdung - Strafen bis zu 5000 Euro verhängen. Kommt es bei winterlichen Fahrverhältnissen zu einem Verkehrsunfall, sind auch Probleme mit der Versicherung zu erwarten: Die Haftpflichtversicherung kann Regressansprüche stellen und die eigene Kaskoversicherung zahlt den Schaden möglicherweise nicht. "Der ARBÖ empfiehlt daher, die Winterreifenpflicht unbedingt einzuhalten, da dadurch rechtliche Probleme ganz leicht vermieden werden können", sagt Gerald Hufnagel von der ARBÖ-Rechtsabteilung.

Winterreifentest 2018

Damit die Winterreifen den Anforderungen der Winterzeit entsprechen sind einige Punkte zu beachten. Als Winterreifen generell sind nur solche genehmigt, die mit der Kennzeichnung M+S versehen sind. Auch Ganzjahresreifen haben diese Markierung und gelten somit gesetzlich als Winterreifen, allerdings darf auch bei diesen Reifen die Mindestprofiltiefe von 4 mm nicht unterschritten werden. "Die oftmals vorhandene Schneeflocke garantiert zudem, dass dieser Reifen für den speziellen Einsatz auf winterlichen Fahrbahnen entwickelt und geprüft wurde. Weiters gilt zu beachten, dass man mit der bekannten 4- er Regel stets richtig und sicher unterwegs ist", so Erich Groiss, technischer Koordinator beim ARBÖ.

Kommentare (4)

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gerbur
17
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Mit Ganzjahresreifen

fährt es sich besser! Der Zirkus mit dem Umstecken ist vielzu mühsam!

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kropfrob
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Das ist ein gewaltiger ...

Irrtum, dass man damit besser fährt: Schauen Sie sich mal die diversen Berichte und Testergebnisse an.

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gerbur
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@kropfrob

faktisch alle "Berichte und Testeregebnisse" haben Auftraggeber und deren Interessen werden dann entsprechend bedient. Ich verstehe ja die Sorge, dass man um das lukrative Geschäft umfällt. Ein Fahrzeug mit Ganzjahresreifen, der nicht im Grenzbereich bewegt wird, hat für mich deutliche Vorteile. Sie können das aber selbst austesten indem sie jährlich die Kilometerzahl mitschreiben, die sie auf Fahrbahnen zurücklegen, die rein winterliche Bedingungen aufgewiesen haben. Dann wird sofort klar, dass reine Winterreifen und der Umsteckvorgang reine Geld- Zeitverschwendung sind.

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kropfrob
4
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erstens ...

... gerade wenn ich in den Grenzbereich komme (meist durch Unachtsamkeit anderer Fahrer) bin ich froh, wenn ich mich auf die Reifen verlassen kann. Zweitens: Winterreifen sind nicht nur bei Schneefahrbahn besser, sondern auch bei niedrigen Temperaturen. Und die hat es in den Morgenstunden von November bis März durchgehend.

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