Darüber, dass die großen gelben Punkte, die seit wenigen Tagen eine Straße zwischen Maria Gail und Tschonowitsch zieren, eine ungewöhnliche Maßnahme darstellen, herrscht Einigkeit. Über Sinn und Nutzen dieser Strategie zur Verkehrsberuhigung gehen die Meinungen der Leserinnen und Leser aber weit auseinander.
In den sozialen Netzwerken wird hitzig über die Maßnahme diskutiert, die Teil eines von einem Planungsbüro ausgearbeiteten Konzepts ist. Zuvor kämpften Anrainerinnen und Anrainer seit Jahrzehnten dafür, dass gegen den starken Durchzugsverkehr von bis zu 3000 Fahrzeugen täglich etwas unternommen wird.
Beruhigung oder Aufregung?
Ein Kritikpunkt lautet, dass die gelben Punkte eher aufregen als beruhigen würden. „Ich fahre da jeden Tag drüber und es ist sehr irritierend und nicht beruhigend“, schreibt etwa ein Leser. Andere kommentieren: „Gelb macht mich aggressiv“ oder „Das sorgt doch nur für Ablenkung.“ Auch die Haltbarkeit der auffälligen Markierungen wird hinterfragt. Zudem zweifeln manche daran, dass nach einer kurzen Gewöhnungsphase überhaupt noch eine Wirkung erzielt wird.
Ein Anrainer meint: „Ich kann bestätigen, dass es in der Abstimmungsstraße derzeit wirkt.“ Die Mutter eines dreijährigen Kindes, die ebenfalls in der Gegend wohnt, sieht die Situation wiederum anders. „Ich gehe jeden Morgen mit meiner Tochter zu Fuß auf dieser Straße zur Bushaltestelle und habe die ganze Zeit Angst, weil sich viele Autofahrer nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten. Die gelben Punkte haben die Fahrer überhaupt nicht langsamer gemacht“, ärgert sie sich.
„Leben wir in Villach oder im Zirkus?“, fragt eine Leserin und erhält auf ihren Beitrag viel Zustimmung anderer Userinnen und User. „Die Aprilscherze kommen immer früher“, schreibt eine weitere Leserin. „Die Faschingsgilde freut sich über die Steilvorlage für einen wunderbaren Sketch“, belächelt ein anderer die Maßnahme.
Seitenhiebe auf andere Themen
Unter den zahlreichen Kommentaren finden sich auch Seitenhiebe auf die Debatte rund um die Pferde der Bauerngman beim Villacher Kirchtag, die vorab zum „Psychologen“ müssen. Ebenso wird der allgemeine Straßenzustand in Villach kritisiert. „Sie sollten die Farbe besser nutzen, um die Schlaglöcher aufzufüllen“, schreibt ein Leser.
Ziel der Maßnahme ist es, den Durchzugsverkehr zu verlangsamen und die Straße für Ausweichverkehr unattraktiver zu machen. Ein durchgehender Geh- oder Radweg ist weiterhin nicht vorgesehen, da dafür der Platz fehlt.