Heute dreht sich alles ums liebe Geld, zuerst um 3000 Euro, die ein österreichisches Paar in einem Rucksack bei einem Strandclub in Grado Pineta vergaß. Betreiberin Maddalena und ihre Angestellten bewahrten den Rucksack ein paar Stunden auf, und als sich niemand meldete, warfen sie einen Blick ins Innere: Dort fanden sie unter anderem einen Personalausweis sowie das viele Bargeld. Sie übergaben den Rucksack den Carabinieri, die die Besitzer schnell ausfindig machten.

Als Autor darf man ja spekulieren: Wer einfach irgendwo 3000 Euro liegen lässt und anschließend auch keinen größeren Aufstand macht, sie wiederzufinden, der scheint einen besonderen Bezug zum Geld zu haben. Anders ausgedrückt: Er scheint so viel davon zu besitzen, dass er sich vom Verlust von 3000 Euro nicht den Urlaub verderben lässt. Beneidenswert!

Wenn ich jemals eine Summe von 3000 Euro mit mir rumschleppen würde, hielte ich die Geldbörse wie ein Baby in beiden Händen vor der Brust – und jeder, der sich mir auf mehr als zwei Meter näherte, würde angeknurrt werden.

Ganze Insel steht zum Verkauf

Einen ähnlich entspannten Umgang mit Geld brauchen Interessenten der Isola Ravaiarina. Die Insel in der Lagune von Grado ist auf dem Markt. Geforderter Kaufpreis: drei Millionen Euro. Das 576.000 Quadratmeter große Areal (entspricht 80 Fußballfeldern) liegt nur wenige Bootsminuten von Grado entfernt und verfügt über eine eigene Anlegestelle, zwei Häuser sowie ein ehemaliges Ausflugslokal. Die Gebäude bieten noch „Ausbaupotenzial“, wie es in der Maklersprache heißt – sind also ziemlich zerfallen. Interessant wäre ein touristischer Betrieb; viele Jahre lang gab es dort ein Restaurant, das allmählich zur Event-Location wurde und schließlich den Betrieb einstellte.

Ein spannendes Objekt, keine Frage. Eine kleine Insider-Information – abgesehen davon, dass es mit den drei Millionen Euro noch lange nicht getan ist –: An der Insel haben sich schon einige versucht. Ein Restaurant in der Lagune klingt wie eine wunderbare Idee. Das Problem ist die Logistik: Gäste, Angestellte und Lieferanten kommen nicht alle im eigenen Boot, ein Shuttle-Service ist personalintensiv. Der Aufwand würde sich vervielfachen, wenn potenzielle Investoren an ein Hotel denken.

Wer mitbieten will, sollte also sehr viel Geld auf dem Konto haben – oder einfach nur tausend Rucksäcke schusseliger Österreicher finden.