Um den Radverkehr entlang der Wörthersee-Süduferstraße zu verbessern, hat das Land Kärnten seit 2019 sechs Bauabschnitte zwischen Maiernigg und Reifnitz umgesetzt und dafür bisher rund zwei Millionen Euro investiert. Auf dem Weg zum Lückenschluss am Südufer warten aber noch einige Herausforderungen, vor allem aufgrund beengter Platzverhältnisse.
Dafür eine gemeinsame Vorgehensweise zu finden, sei das Ziel von Straßenbaureferent Martin Gruber und Tourismuslandesrat Sebastian Schuschnig (ÖVP), heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Sie haben daher nun Vertreter der betroffenen Gemeinden Maria Wörth und Schiefling am Wörthersee, der zuständigen Fachabteilungen des Landes sowie aus Wirtschaft und Tourismus zu einem Runden Tisch eingeladen.
Vier Punkte fixiert
In dieser Sitzung wurden vier Punkte zur weiteren Vorgehensweise fixiert: Bei den Abschnitten Reifnitz Ost und Reifnitz Mitte liegen derzeit ausgearbeitete Pläne des Landes sowie Vorschläge der Gemeinde dazu vor. Um eine abgestimmte Planungsgrundlage zu erarbeiten, sollen nun nochmals Gespräche zwischen Abteilung 9 und Gemeinde Reifnitz geführt werden.
Zum Abschnitt Dellach-Auen sollen in einer Machbarkeitsstudie Alternativstrecken geprüft werden, die den Radweg um ein neues landschaftliches Erlebnis aufwerten würden. Das Ergebnis wird bis Herbst erwartet. Erst danach kann auch die weitere Verbindung in Richtung Velden geplant werden. Geprüft wird zusätzlich die Machbarkeit einer neuen Radverbindung von Reifnitz ins Keutschacher Seental. Auch dieser Bereich wird verstärkt von Radfahrern genutzt, weshalb es hier ebenfalls einen sicheren Lückenschluss braucht. Weiters sollen entlang der gesamten Süduferstrecke attraktive Aussichts- und Ruheplätze für Radfahrer geschaffen werden, um die Radverbindung zusätzlich aufzuwerten.
Runder Tisch als „entscheidender Schritt“
„Um der großen Nachfrage von Radtouristen und Einheimischen gerecht zu werden, kann es nur eine Lösung über den Schulterschluss zwischen Politik, Tourismus und Wirtschaftstreibenden in dieser Region geben. Dieser Runde Tisch ist ein entscheidender Schritt in die richtige Richtung“, sagt Peter Peschel, Geschäftsführer des Wörthersee-Rosental-Tourismus.
„Es ist unser gemeinsames Ziel, einen lückenlosen Radweg am Wörthersee-Südufer zu ermöglichen. Daher haben wir ihn auch als überregionalen Radweg in Landeszuständigkeit übernommen. Jetzt geht es darum, die verbleibenden Lücken zwischen Reifnitz und Auen bei Velden zu schließen, damit Radfahrerinnen und Radfahrer den See durchgängig und sicher mit dem Fahrrad erleben können“, sagt Gruber. Schuschnig betont die steigende Bedeutung des Radfahrens für den Kärntner Tourismus. „Wie uns die aktuelle T-MONA-Gästebefragung zeigt, nutzen bereits 43 Prozent der Kärnten-Urlauber das Rad. Das ist im Vergleich zu 2019 ein deutlicher Anstieg von 32 Prozent. Im Schnitt fahren rund 1000 Radfahrer pro Tag um den Wörthersee und diese Zahl steigt kontinuierlich an. Dafür braucht es sichere Verkehrslösungen, gerade für Familien.“