Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump hat nach dem wegweisenden Urteil des Supreme Courts Milliarden an Zöllen wieder zurückgezahlt. Insgesamt wurden im laufenden Fiskaljahr von Oktober 2025 bis Ende Juni 2026 rund 81,3 Milliarden US-Dollar (rund 71 Milliarden Euro) erstattet, wie aus Daten des Finanzministeriums hervorgeht.
Im Vergleichszeitraum des vorigen Jahres lag die Summe noch bei knapp 5,3 Milliarden Dollar. Nach Angaben der Haushaltsbehörde des US-Kongresses (CBO) wurden allein in den Monaten Mai und Juni rund 70 Milliarden Dollar erstattet, nachdem das Oberste Gericht der USA Mitte Februar Zölle auf Basis eines Notstandsgesetzes für rechtswidrig erklärt hatte.
Der Supreme Court befand, dass US-Präsident Trump seine Befugnisse überschritten hatte, als er umfangreiche Zölle gegen Dutzende Handelspartner verhängte.
Zoll-Einnahmequelle sprudelt kräftig
Zugleich steigerte die US-Regierung im laufenden Fiskaljahr ihre Zolleinnahmen deutlich. In den ersten neun Monaten (Oktober bis Juni) nahm sie mit rund 163 Milliarden US-Dollar netto 55 Milliarden Dollar mehr an Zöllen ein als noch im Vorjahreszeitraum. Das entspricht einem Plus von etwa 51 Prozent.
Indes scheint Trump auch die Straße von Hormuz für sich als Einnahmequelle entdeckt zu haben. Am Montag kündigte er an, die USA würden eine Maut von 20 Prozent für Durchfahrten von Frachtschiffen erheben – als Entschädigung für die Dienste als Schutzmacht. Und das, obwohl es seine eigene Außenpolitik im Konflikt mit dem Iran gewesen war, die die Meerenge erst unpassierbar machte.