Das Acoustic Lakeside 2026, das von 16. bis 18. Juli mit internationalen Stars wie Pete Dohertys Babyshambles am Sonnegger See in Sittersdorf/Žitara vas stattfindet, ist in seinem 20. Jubiläumsjahr mit 2500 verkauften Tickets längst ausverkauft. „Mit Crew und Gästen sind dann rund 3000 Leute am Festival“, ergänzt Obfrau Sara Pleschounig. 105 Euro kostet der Festivalpass, 20 Euro das Kinderticket und 50 Euro die Zufahrt zum limitierten Caravan-Platz direkt am See. Doch wirtschaftlich strahlt die Veranstaltung weit über das Festivalgelände hinaus.
„Nur ein kleiner Teil der Besucher lebt in Kärnten“, weiß Raphael Pleschounig vom Verein Acoustic Lakeside. „Der Großteil lebt in größeren Städten wie Wien oder Graz beziehungsweise kommt aus anderen Teilen Österreichs. Ein anderer großer Teil besucht uns aus anderen Ländern wie Deutschland, die Schweiz oder Großbritannien.“ All diese Menschen müssen auch wo nächtigen und versorgt werden. „50 Prozent unserer Gäste schlafen vor Ort am Festivalgelände und die anderen 50 Prozent außerhalb, zum Beispiel in Apartments oder Hotels“, sagt Pleschounig. „Was die Zulieferer angeht – egal ob für Infrastruktur oder Gastro – versuchen wir, wo es nur geht, mit regionalen Betrieben zu arbeiten. Das sehen wir als Teil unserer Aufgabe als Verein.“
Pleschounig weiter: „Das sind alles kurzfristige Mehrwertfaktoren für die Region. Was aber viel wichtiger und größer ist, ist der langfristige Impact.“ Soll heißen? „Die Region taucht durch die große Bekanntheit des Festivals als Urlaubsdestination in den Köpfen vieler potenzieller Gäste auf. Damit ist sie nicht nur im Gespräch, sondern wird vor allem durch das Image des Festivals auch attraktiv.“
„Mehr als nur ein kulturelles Highlight“
Bei der Wirtschaftskammer sieht man das genauso. „Festivals wie das Acoustic Lakeside machen Südkärnten als Lebens-, Freizeit- und Tourismusraum sichtbar“, sagt WKO-Bezirksstellenobmann Rudolf Bredschneider. „Gäste lernen die Region kennen, kommen oftmals wieder und werden zu Botschaftern für das Land. Damit leisten solche Veranstaltungen einen wichtigen Beitrag zum Standortmarketing und stärken die Attraktivität der gesamten Region.“
Für Bredschneider ist das Acoustic Lakeside daher „mehr als nur ein kulturelles Highlight“. Das Festival zeige eindrucksvoll, „welche Bedeutung regionale Veranstaltungen für Wirtschaft und Tourismus haben. Jeder Festivalgast bringt Kaufkraft in die Region. Nächtigungen, Restaurantbesuche, Einkäufe, Taxifahrten oder der Besuch regionaler Freizeiteinrichtungen sorgen für zusätzliche Umsätze bei zahlreichen Betrieben. Davon profitieren nicht nur Hotels und die Gastronomie, sondern auch viele Dienstleister, Zulieferer und Handwerksbetriebe.“
Besonders wertvoll sei dabei die regionale Wertschöpfung. „Geld, das die Besucher ausgeben, bleibt vielfach in der Region und schafft weitere wirtschaftliche Impulse. Gleichzeitig entstehen Arbeitsplätze und Aufträge – von der Veranstaltungstechnik über Sicherheitsdienste bis hin zu regionalen Lieferanten.“
Robert Karlhofer von der Tourismusregion Klopeiner See – Südkärnten – Lavanttal sieht im Acoustic Lakeside ein sich einander Bereichern von Kultur und Tourismus: „Jahr für Jahr begeistert es Besucher aus Österreich und vielen weiteren Ländern. Mit seinem einzigartigen Ambiente am Sonnegger See unterstreicht das Festival die Vielfalt der Tourismusregion Klopeiner See – Südkärnten – Lavanttal und leistet einen wichtigen Beitrag, unsere Region als attraktive Destination für Natur, Kultur und außergewöhnliche Veranstaltungserlebnisse weit über die Grenzen Kärntens hinaus zu positionieren.“