Es gibt neue Informationen im Fall Høiby: Am Montag entschied das Gericht in Oslo, dass die Untersuchungshaft von Marius Borg Høiby (29) weitere vier Wochen fortgesetzt wird. Allerdings darf er diese außerhalb des Gefängnisses mit einer Fußfessel verbringen. Der 29-Jährige darf in den kommenden Wochen das Gelände von Skaugum, der Residenz des norwegischen Kronprinzen Haakon und Kronprinzessin Mette-Marit, nicht verlassen.

Die Staatsanwaltschaft kann noch bis Dienstag um 12 Uhr Berufung gegen die Entscheidung einlegen. Laut dem Sender NTB wird sie das auch machen. Der junge Mann hatte in den vergangenen Wochen immer wieder Anträge auf vorzeitige Entlassung sowie für eine Fußfessel gestellt, da sich der Gesundheitszustand seiner Mutter verschlechtert hatte. Mette-Marit musste sich Mitte Juni einer Lungentransplantation unterziehen. Das Gericht wies diese jedoch ab, die Fluchgefahr sei zu groß.

Høiby ist der älteste Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit aus einer früheren Beziehung. Der 29-Jährige wurde Anfang Juni wegen zweier Vergewaltigungen, Körperverletzung, häuslicher Gewalt und anderer Gesetzesübertritte zu vier Jahren Haft verurteilt.