Die Nervosität vor dem Auftritt sei trotz langjähriger Bühnenerfahrung und immenser Erfolge nach wie vor vorhanden, erklären „Pizzera & Jaus“ kurz vor Beginn ihres ausverkauften Wörthersee-Konzertes in Klagenfurt. „Wir haben großen Respekt vor dem Publikum und unsere Fans haben es verdient, dass wir unser Bestes geben“, sagte Paul Pizzera und die Vorfreude war bei beiden richtiggehend spürbar. „Seit dem Soundcheck habe ich schon dieses Kribbeln in mir und ich würde am liebsten sofort auf die Bühne stürmen und Vollgas geben“, so Otto Jaus.

Und Vollgas gegeben hat das unverwechselbare Duo dann sprichwörtlich und die rund 9000 Fans waren von Anfang an mit Feuereifer dabei. Was blieb ihnen auch anderes übrig? Solch einer geballten Energie, die Pizzera und Jaus auf der Bühne verströmten, konnte man sich gar nicht entziehen und eines muss man den beiden lassen: Mit ihren Songs decken sie fast die gesamte Bandbreite menschlicher Gefühlswelten ab und bedienen sich dabei einer musikalischen Bandbreite, die kein Pardon kennt. Großartig unterstützt wurden sie dabei wieder von der A-cappella-Band „Das wird super“, die seit Jahren bei den Konzerten mit dabei ist. Das Ganze verpackt in eingängige Mitsing-Hymnen und Texte, die sich scheinbar mühelos zwischen „Schmäh“ und berührenden emotionalen Momenten bewegen.

Das weiß die äußerst textsichere „Pizzera & Jaus“-Familie zu schätzen und schon beim Auftaktsong „Einmal Liebe zum Mitnehmen“ ging die Post so richtig ab. Was folgte, war ein zweistündiger „ein Hit jagt den nächsten“ Reigen und bei ihrem Lied „Jedermann“, der den Riesenerfolg des Duos 2016 einleitete, begaben sich die Musiker auf die kleinere Bühne, inmitten ihrer Fans, um „euch näher zu sein“, wie sie erklärten. Ein wirklich starker Moment. Ein verbindendes Element gibt es ja zwischen all den Pizzera & Jaus -Songs und das ist die Botschaft, sich nicht unterkriegen zu lassen, selbst wenn es Tiefpunkte oder Zweifel gibt. So heißt es etwa im Lied „Zweifelturm“: „Scheiß drauf, wie weh des tuat, I steh des durch“.

Gastauftritt

Einen unerwarteten Gastauftritt gab es dann beim Megahit „Eini ins Leben“, da betrat nämlich Schlagerstar Semino Rossi die Bühne, verpasste dem Refrain eine ganz spezielle Note und erntete dafür einen Riesenapplaus. Den gab es auch für den neuesten Hit „Klesch Koids Bier“, mit dem Pizzera und Jaus ihren Fans „Mut zum Moment und zu frisch gezapfter Lebensfreude“ machen wollen. Beides war beim Konzert reichlich vorhanden und zum Abschied gab es dann noch ein bisschen was zum Nachdenken mit auf den Weg: Das A-cappella-Lied „Die Gedanken sind frei.“   

Ganz stark auch der Support-Auftritt von Ina Regen im Vorfeld, die sich mit ihrem neuen Album „Revolution der Liebeslieder“ ab November auf Tournee begibt.