Einmal im Jahr küren die Wirtschaftskammer Steiermark und die Unternehmerzeitung „Steirische Wirtschaft“ die vielversprechendsten Jungunternehmer, und das unter dem Titel „Top 30 unter 30“. Jüngst war es wieder soweit, unter den heurigen Ausgezeichneten: Lisa Ell-Mayer. Die 28-Jährige führt mit ihrem Mann Stefan das „Wirtshaus & Dorfhotel Mayer“ in St. Martin am Grimming. 2020 hat das Paar den Betrieb, der seit sieben Generationen in Familienhand ist, übernommen.

Seither „haben wir sehr viel verändert“, sagt die junge Unternehmerin. So wurden der Betrieb und auch der Dorfplatz, an dem er gelegen ist, renoviert und die Küchenlinie geändert. „Wir haben jetzt 15 Mitarbeiter, früher hat alles die Familie allein gemacht.“ Dem nicht genug, durfte man in den vergangenen Jahren einige Auszeichnungen entgegennehmen.

Der Qualität wegen reduzieren

Und der Weg des Paares ist noch nicht zu Ende. Schon im kommenden September geht es weiter, dann wird wieder einiges investiert. „Wir richten das Hotelgebäude her und reduzieren dort von 14 auf elf Zimmer, um die Qualität anzuheben. Ins Erdgeschoß, das aktuell leersteht beziehungsweise als Lagerfläche genutzt wird, sollen ein Bistro und eine Showküche kommen“, erzählt die 28-Jährige.

Das Wirtshaus Mayer in St. Martin am Grimming, gegenüber liegt das dazugehörige Hotel mit (noch) 50 Betten
Das Wirtshaus Mayer in St. Martin am Grimming, gegenüber liegt das dazugehörige Hotel mit (noch) 50 Betten © Christoph Huber

In einem weiteren leerstehenden Gebäude am Dorfplatz entstehen zwei Personalwohnungen, dazu ziehen Friseursalon und Massagestudio ins dortige Erdgeschoß ein. Und am Dorfplatz, den man sich ebenfalls noch einmal vornimmt, sollen künftig kleine Feste und Hochzeiten stattfinden.

Zur Dorfbelebung

„Uns geht es dabei darum, dass Gäste und Einheimische profitieren. Das Projekt ist zur Dorfbelebung gedacht“, sagt Ell-Mayer. Und: „Essen und Ambiente sind im Wirtshaus gehoben, das wollen wir auf der anderen Seite des Platzes lockerer halten.“ Bis Mitte Mai 2027 soll alles fertig sein. Ein sportliches Unterfangen, „aber das wird schon hinhauen“, sagt Ell-Mayer lachend.