Die Kinderbetreuungssituation in der Steiermark und Österreich zeigt: Gut ist nicht gut genug. Noch immer gibt es hierzulande zu wenig Betreuungsplätze, noch immer müssen Eltern ihren Job aufgeben oder reduzieren, um ihre Kinder zu beaufsichtigen. Die heimische Familienpolitik ist noch nicht im 21. Jahrhundert angekommen.
Familienfreundliche Politik besteht nicht nur aus Familienbonus und Co.. Sie muss dort ansetzen, wo Betreuung zur Barriere wird. Niederschwellig, unkompliziert und in der Breite wirksam. Andere Staaten haben das längst erkannt, haben ihre Betreuungsangebote auf die Realität mit zwei arbeitenden Elternteilen hin angepasst ohne den Staatshaushalt über Gebühr zu belasten.
Die Geburtenkrise lässt sich so nicht lösen
In Österreich sorgt man sich um sinkende Geburtenraten, die früher oder später den Sozialstaat an seine Grenzen bringen werden. Wer das Problem ernst nimmt, muss jetzt investieren, um später nicht doppelt zur Kassa gebeten zu werden. Wer das Problem nicht sieht, ist wie die Familienpolitik noch nicht im 21. Jahrhundert angekommen.