Es ist seit Jahren ein Trend, der anhält. Seit einigen Jahren greifen die Kärntnerinnen und Kärntner auf das Stand-up-Paddle (SUP) zurück. Stand-up-Paddling ist eine Sportart, bei der ein Sportler aufrecht auf einem schwimmfähigen Board steht und sich mit einem Paddel fortbewegt. Den Ursprung dieser Sportart findet man auf Hawaii. Doch auch in Kärnten wird seit Jahren fleißig gepaddelt. Egal, ob als Abkühlung an einem heißen Sommertag, oder um gegen Abend den Tag ausklingen und die Seele baumeln zu lassen.
An vielen Kärntner Seen zahlt man bereits, wenn man sein eigenes Paddel mitbringen möchte, doch in Mittelkärnten bleibt man derzeit noch von dieser Maßnahme zumeist verschont. Gebühren und Bedingungen könnten sich allerdings ändern.
In Feldkirchen können sich viele SUP-Sportler freuen. Denn am Flatschacher See sowie am Maltschacher See gibt es für Gäste einen freien Zugang. „Die Seen sollen weiterhin frei zugänglich bleiben. Das ist uns wichtig. Mit SUP-Fahrern sind uns keine Probleme bekannt. Daher ist die Mitnahme und das Verwenden kostenlos“, betont Tourismusstadtrat Christoph Gräfling (Gemeinsam für Feldkirchen). Durch die freien Zugänge gibt es auch niemanden, der die Sportler kontrolliert. „Für Badegäste ist aber die Wasserrettung vor Ort, damit nichts passiert“, betont Gräfling.
Die Einführung von Gebühren ist derzeit weder am Maltschacher See noch am Flatschacher See ein Thema.
Ossiacher See
Am Ossiacher See sind Stand-up-Paddler herzlich willkommen. Das eigene Board darf mitgenommen werden. „Der Einstieg ins Wasser ist überall erlaubt. Bei Verleihstationen können sich Urlauber und Einheimische ein Board ausborgen“, erklärt das Tourismusbüro Ossiach. Ob Strandbäder, wie jenes in Annenheim, eine extra Gebühr verlangen, ist den Betreibern selbst überlassen und demnach unterschiedlich.
Goggausee
Wo man hingegen keineswegs mit einem SUP über den See flitzen darf, ist der Goggausee in der Gemeinde Steuerberg. „Das hat sich seit Jahren nicht geändert“, erklärt Bürgermeister Werner Egger (SPÖ). Fremde Boote oder SUP sind am See komplett verboten. Der Grund dafür: Es gibt ganz besondere Edelkrebse im See und wenn man ein SUP mitbringt, welches davor in anderen Gewässern war, so könnte durch Bakterien und Ähnliches das sensible ökologische Gleichgewicht gestört werden, was sich negativ auf die Krebse auswirken könnte.
Ändern wird sich das auch in den nächsten Jahren nicht. „Der See gehört nicht uns. Wir betreiben zwar das Strandbad, jedoch befindet sich der See in Privatbesitz“, betont der Bürgermeister. Der See befindet sich im Besitz von Eckart Senitza. Für Rettungseinsätze sind aber alle benötigten Vorkehrungen getroffen.
Urbansee
Was den Urbansee betrifft, so ist ein SUP grundsätzlich erlaubt. Um jedoch eine geordnete Nutzung des Sees sicherzustellen, wurden klare Regelungen eingeführt: Wer mit einem eigenen SUP den See nutzen möchte, muss eine Tagesgebühr von fünf Euro zahlen. Für die SUPs, die im Strandbad ausgeliehen werden, verlangt die Gemeinde sieben Euro pro 30 Minuten.
Aus Rücksicht auf die Badegäste und für die Sicherheit der Schwimmerinnen und Schwimmer ist das Paddeln ausschließlich auf der linken Seeseite erlaubt. Da der Urbansee nur über eine begrenzte Kapazität verfügt, soll so eine Überlastung vermieden werden. Die maximale Anzahl von SUPs ist von der generellen Auslastung im Strandbad abhängig“, heißt es von der Gemeinde.