Gregor Mühlberger ist der Sieger der Tour of Austria. Der Niederösterreicher übernahm mit dem Sieg auf der ersten Etappe von Graz nach Gamlitz das Führungstrikot und gab es bis zum Ende der fünften Etappe vor dem Wiener Burgtheater nicht mehr ab. Die finale Etappe sicherte sich Samuel Watson (Netcompany Ineos) im Sprint.

Mühlberger ist der erste österreichische Gesamtsieger seit Riccardo Zoidl im Jahr 2013. Die Tatsache, dass Mühlberger vor der Heim-Rundfahrt aus dem Decathlon-Aufgebot für die Tour de France gerutscht war, machte den Triumph für ihn noch süßer. „Ich kann das gar nicht beschreiben. Ich war am Boden zerstört, ich habe nicht damit gerechnet, dass ich nicht zur Tour darf. Dann habe ich diese Chance bekommen, hier mit einem super Team zu fahren. Es hat von Tag eins an exzellent funktioniert“, sagt Mühlberger, der für das Nationalteam-Aufgebot in die Pedale trat. Damit ist Mühlberger der erste Nationalteam-Gesamtsieger seit Harald Morscher 1994 – auch das untermalt die Leistung der rot-weiß-roten Equipe, der noch Alexander Hajek, Rainer Kepplinger, Valentin Hofer, Sebastian Putz und Paul Verbnjak angehörten.

Der Gesamtsieg ist der größte Erfolg seiner Karriere, sagt Mühlberger: „Er ist auch am schönsten, weil hier so eine gute Teamleistung reingespielt hat. Wir sind fünf Tage lang Weltklasse-Niveau gefahren.“