Während der Raum Feldkirchen im ersten Halbjahr 2026 weitestgehend von einem intensiven Anstieg der Insolvenzzahl verschont geblieben ist, trifft es den Raum St. Veit massiver.

Im ersten Halbjahr gab es im Bezirk insgesamt 25 Firmeninsolvenzen. Zur Erinnernung: Im ersten Halbjahr 2025 waren es noch zehn Verfahren. Von den 25 Fällen wurden zwölf Verfahren beim Landesgericht Klagenfurt eröffnet, während 13 Verfahren mangels Masse beim Landesgericht abgewiesen wurden.

Im Vergleich zum Halbjahr 2025 haben sich im Bezirk insgesamt die Firmeninsolvenzen um das 2,5-Fache erhöht. „Massiv ist auch der Anstieg jener Insolvenzen, die mangels Masse abgewiesen wurden. Jene verzeichnen einen Anstieg um das Vierfache“, teilte der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) mit.

Die Verbindlichkeiten sind zum Vergleichszeitraum 2025 von 2,183 Millionen Euro auf 3,428 Millionen Euro gestiegen. Die Anzahl der gefährdeten Jobs hat sich mehr als verdoppelt: Von sieben betroffenen Dienstnehmern im ersten Halbjahr 2025 auf 16 Dienstnehmer.

Die größte Pleite

Die nach Passiva größte Insolvenz im Raum St. Veit betraf die Unternehmensberatungsfirma Phi-Advisory GmbH in Guttaring mit Passiva von rund 950.000 Euro.

Nach Branchen gereiht, entfallen die meisten Firmenpleiten im Bezirk auf die Gastronomiebranche, gefolgt von der Baubranche.

Anstieg bei Privatpersonen

Im Bereich der Privatinsolvenzen kommt es im ersten Halbjahr 2026 in St. Veit ebenfalls zu einem Anstieg von 8,7 Prozent von 23 auf 25 Schuldenregulierungsverfahren.

Die Schulden bei den Privatinsolvenzen sind von 1,13 Millionen Euro auf 2,25 Millionen Euro angestiegen, somit steigt die durchschnittliche Verschuldung der St. Veiter markant von 56.500 Euro auf 102.500 Euro an.“

Doch die Prognose sieht nicht gerade rosig aus. Der AKV rechnet im Raum St. Veit und Feldkirchen für das Gesamtjahr 2026 mit einer weiteren Zunahme an Firmen- und Privatinsolvenzen. „Die Kärntner Unternehmen und Verbraucher kämpfen nach wie vor mit den wirtschaftlichen Unsicherheiten, der schwachen Konjunktur und den hohen Lebenshaltungskosten.“