„Ich schließe aus rein wirtschaftlichen Gründen“, gab Philipp Landl, der den Biergarten „Hofbräu zum Lindwurm“ seit 2019 betreibt, noch vor Kurzem in einem Interview in der Kleinen Zeitung zu Protokoll. Jetzt liegt der Konkursantrag über das Vermögen der Landl Bräu GmbH mit Sitz am Neuen Platz 10 in Klagenfurt vor. Das geben die Kreditschutzverbände AKV und KSV1970 in Aussendungen bekannt.
Die Höhe der Verbindlichkeiten beträgt rund 227.000 Euro. Von der Insolvenz sind 20 Gläubiger und 13 Dienstnehmer betroffen. Der Betrieb ist bereits geschlossen. Eine Sanierung wird nicht angestrebt. Die Ursachen werden im Antrag wie folgt angeführt: Die schuldnerische Gesellschaft, die zu hundert Prozent im Besitz von Landl steht, war bereits ein halbes Jahr nach der Eröffnung mit drei Covid-19-Lockdowns konfrontiert. Der Wegfall des Tourismus führte in weiterer Folge zu erheblichen Umsatzeinbußen, da das Lokal besonders in den Sommermonaten stark von Touristen abhängig war. Danach folgten eine Teuerungswelle, ein Fachkräftemangel und die Personalkosten stiegen in den letzten Jahren um bis zu 25 Prozent an. Laut Landl wurde zuletzt auch versucht, das Unternehmen durch Umbaumaßnahmen und die dazu erfolgten Planungen wieder zu restrukturieren. Letztlich konnten diese nicht umgesetzt beziehungsweise positiv finalisiert werden.
Zum Insolvenzverwalter wurde der Klagenfurter Rechtsanwalt Gerhard Kochwalter bestellt. Etwaige Forderungen können bis 31. August angemeldet werden. Die erste Gläubigerversammlung, Berichts- und Prüfungstagsatzung finden am 14. September statt.