Eine Drohne über dem Feld ist keine Zukunftsmusik mehr, auch nicht im Murtal. Mit dem Agrar- und Drohnenservice „Adroserv“ ist der land- und forstwirtschaftliche Betrieb der Fohnsdorfer Familie Pfandl einer der ersten Anbieter der Region, die mit einer Agrardrohne arbeiten.
Zum Einsatz kommt eine „DJI Agras T50“, eine speziell für die Landwirtschaft entwickelte Drohne. Sie soll unterstützen, wo herkömmliche Maschinen an ihre Grenzen stoßen: in schwierigem Gelände, bei steilen Flächen oder auf schwer erreichbaren Grundstücken etwa.
Dünger, Pflanzenschutz oder Saatgut ausbringen
„Viele sind überrascht, wie leistungsfähig die Drohne ist. Nach den ersten Gesprächen überwiegt meist die Neugier“, erzählt Ulfried Pfandl. Die Einsatzbereiche sind vielfältig: Dünger, Pflanzenschutzmittel oder Saatgut können präzise ausgebracht werden, ohne dass schwere Maschinen über die Fläche fahren müssen.
Gerade in der Obersteiermark mit ihren Hanglagen sieht Pfandl Potenzial. Auf wassergesättigten Böden oder in bereits wachsenden Kulturen kann die Drohne Vorteile bringen, weil Bodenverdichtungen vermieden und Pflanzen geschont werden.
„Agrardrohnen ersetzen nicht herkömmliche Maschinen, sondern erweitern die Möglichkeiten in der Landwirtschaft“, sagt Pfandl: Sie schaffen neue Anwendungsbereiche, die bisher nur schwer möglich waren.
Technik soll landwirtschaftliche Arbeit erleichtern
Mit „Adroserv“ möchte die Familie Pfandl land- und forstwirtschaftliche Betriebe in der Region bei einer effizienteren Bewirtschaftung unterstützen. Moderne Technik soll helfen, Arbeitsabläufe zu erleichtern und gleichzeitig den Boden möglichst wenig zu belasten.
International sind Agrardrohnen bereits Bestandteil der Landwirtschaft. Auch im Murtal zeige sich laut Pfandl zunehmend, dass Landwirte offen für neue Lösungen sind. Die Drohne könnte damit zu einem alltäglichen Bild in der heimischen Landwirtschaft werden und eine Unterstützung für die Arbeit am Feld bieten.