„Unsere Überlegung ist, zur Stärkung und zur Weiterentwicklung der Region ein neues Betriebsgebäude in Althofen zu errichten“, schildert Vorstand Roland Krall die Pläne der Raiffeisenbank Mittelkärnten. Der Bürokomplex soll gegenüber dem erst im vergangenen Jahr fertiggestellten Kompetenzzentrum entstehen und regionalen Betrieben die Möglichkeit geben, sich einzumieten.
Das Gebäude soll dreistöckig werden und über eine vermietbare Nutzfläche von 2500 Quadratmetern verfügen. Wie viele Firmen in diesem Gebäude künftig Platz haben werden, lässt sich noch nicht sagen. „Jeder Betrieb ist unterschiedlich groß und hat unterschiedliche Anforderungen“, sagt Krall, der noch eine „Marktabtastung“ der Raiffeisen Immobilien Mittelkärnten abwarten möchte, ehe man das Projekt wirklich startet. „Bis Ende des Jahres wird eine Entscheidung fallen, aber es sieht gut aus und es gibt auch schon einige konkrete Interessenten.“ Wenn es zum Bau kommt, werde man rund zehn Millionen Euro investieren.
Einen Bereich des Komplexes möchte man als Bank selbst nutzen, rund 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter würden hier ihren Platz finden. „Wir haben einige ‚Zukunftsthemen‘, die wir hier angehen möchten“, meint Krall. Welche Themen das exakt sind, könne er aktuell noch nicht verraten.
Althofen und die Raiffeisenbank
Althofen und die Raiffeisenbank Mittelkärnten – es ist ein Zusammenspiel, das zu passen scheint. Nach dem Kompetenzzentrum kommt es jetzt vermutlich zum nächsten Großprojekt in der Stadtgemeinde. Woran liegt das? „Relativ einfach, in Althofen wachsen wir am stärksten. Es ist das interessanteste Marktgebiet von uns, vor allem aufgrund der vielen Wirtschaftsbetriebe. Auch die Gemeinde ist sehr bemüht, dass hier etwas passiert“, erklärt der Vorstand. Nichtsdestotrotz habe man andere Orte nicht vergessen. „Wir haben auch kürzlich in den Ausbau der St. Veiter Zentrale ordentlich investiert.“
Projekte in einer solchen Größenordnung seien nur möglich, wenn man gut wirtschaftet. „Wir haben ein laufendes Kundenwachstum. Im Finanzierungs- und Einlagenbereich wachsen wir stark. Daher sehen wir es als unseren Auftrag als Genossenschaftsbank, die Region zu stärken. In diesem Fall durch die Vermietung dieser Büroflachen, durch die die Bank wieder Erträge erzielt.“
Stadt freut sich
Bürgermeister Walter Zemrosser (Liste für Alle) bestätigt seinerseits das Vorhaben. „Wir haben in der letzten Gemeinderatssitzung mit starker Mehrheit beschlossen, dass wir dieses Grundstück an die Raiffeisenbank Mittelkärnten verkaufen.“ Der Bau des Bürogebäudes wäre ein weiterer wichtiger Schritt für die Entwicklung von Althofen. „Es wäre eine tolle Aufwertung und dadurch würden wieder viele neue Arbeitsplätze entstehen.“