Österreich fährt wieder auf neue Pkw ab – und hier vor allem auf alternative Antriebe. Fast zwei Drittel aller Pkw-Neuzulassungen im ersten Halbjahr waren Autos mit alternativen Antriebssystemen (in Summe 107.836 Fahrzeuge). Das ist ein Plus von mehr als 27 Prozent bzw. fast 23.000 Pkw gegenüber dem ersten Halbjahr 2025. Rein elektrisch betrieben werden davon 40.060 Pkw, ebenfalls ein Plus von 27 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2025. 60.910 neu zugelassene Autos sind Benzin-Hybrid-Pkw (+33,5 Prozent); fast 6900 – und damit 10,7 Prozent weniger als vor einem Jahr – haben einen Diesel-Hybrid-Antrieb. Gerade einmal zwei Pkw werden mit Wasserstoff angetrieben.

Weniger reine Benzin- und Diesel-Antriebe

Stabil blieb die Zahl der neu angemeldeten Pkw mit konventionellem Benzinmotor (40.509), rückläufig (minus 8,3 Prozent) ist die der Diesel-Pkw (16.184). Ergibt 56.693 konventionell mit fossilen Treibstoffen betriebene, im ersten Halbjahr neu angemeldete Pkw.

Jedes dritte neue Auto hat einen Ladestecker

Das starke Marktwachstum im ersten Halbjahr 2026 begründet sich also zu einem erheblichen Teil in der stark gestiegenen Nachfrage nach Elektrofahrzeugen. Bereits fast jedes vierte neu zum Verkehr zugelassene Fahrzeug wird rein elektrisch angetrieben. Rechnet man die Plug-In-Hybride dazu, verfügt jede dritte Neuzulassung im heurigen Autojahr bereits über einen Ladestecker.

Bemerkenswert: Zwei Drittel aller neuen Pkw wurden von juristischen Personen, Firmen und Gebietskörperschaften zugelassen, nur 35,8 Prozent von privaten Fahrzeughalterinnen und -haltern. 34,2 Prozent der Elektro-Pkw entfielen auf Privatpersonen.

VW vor Skoda und Audi

VW bleibt die unangefochtene Nummer eins auf Österreichs Straßen: Mit 13,9 Prozent Marktanteil führt die Marke klar vor Skoda (10,7 Prozent), Audi (6,6 Prozent) und BMW (6,3 Prozent).

BYD mit Rekordsprung

Besonders kräftig zugelegt hat BYD – ein Plus von satten 77,0 Prozent bei den Neuzulassungen. Auch Seat (plus 19,5 Prozent), Mercedes (plus 17,3 Prozent), Skoda (plus 16,6 Prozent), Audi (plus 14,0 Prozent) und VW (plus 13,7 Prozent) legten spürbar zu.

Weniger gefragt waren dagegen Dacia und Toyota (beide minus 6,7 Prozent), Cupra (minus 4,6 Prozent) und BMW (minus 2,3 Prozent).

E-Autos: Tesla knapp vorn, Kia mit Höhenflug

Bei den reinen E-Autos gibt Tesla mit 10,6 Prozent knapp die Richtung vor, dicht gefolgt von Skoda (10,5 Prozent), BMW (9,9 Prozent) und BYD (9,8 Prozent). Den größten Sprung nach vorne machte hier aber Kia: Die Neuzulassungen schnellten um mehr als das Doppelte in die Höhe (plus 112,2 Prozent) – vor Skoda (plus 62,8 Prozent) und Mercedes (plus 56,6 Prozent).

Neuer Schub im Juni

Kräftig fiel der Zulassungsschub im Juni aus: 34.256 neue Pkw rollten auf Österreichs Straßen – ein Plus von 22,9 Prozent oder 6388 Fahrzeuge mehr als im Vorjahresmonat. Der Trend ist eindeutig elektrisch und hybrid: Fast sieben von zehn Neuwagen (68,6 Prozent) fahren mit alternativem Antrieb. Elektroautos legten um 44,1 Prozent auf 8993 Stück zu, Benzin-Hybride ebenfalls um 44,2 Prozent auf 13.271 Neuzulassungen. Nur Diesel-Hybride bremsten mit minus 11,7 Prozent (1241) ab. Bei den klassischen Antrieben hielten sich Benziner mit 7577 Neuzulassungen stabil (+1,4 Prozent), während Diesel-Pkw weiter verloren (−10,5 Prozent auf 3174).