Er ist jetzt schon eine Stadt in der Stadt: 2000 Menschen aus 32 Nationen arbeiten im Technologiepark Lakeside Park im Westen Klagenfurts. 140 Millionen Euro wurden dort seit 2003 investiert, 80 Unternehmen bzw. Start-ups und neun Forschungsorganisationen angesiedelt - neben sechs Kindergärten und zwei Gastronomiebetrieben.
Jetzt schlägt der Park weitere Wurzeln. Am Dienstag war Spatenstich für die Baustufe 8. Zusätzliche 3200 Quadratmeter Mietfläche entstehen im Gebäude B16. Baufirma ist die Strabag, die erste Vorarbeiten bereits erledigt und zur Freude der benachbarten Kindergartenkinder schon einen Bagger aufgestellt hat. 2028 soll B16 laut Projektleiter Alois Miksch fertig, also beziehbar sein. „Bisher läuft alles nach Plan.“
Das Gelände am „Baufeld Süd-West“ ist bereits im Eigentum der Lakeside Park GmbH. 16 Millionen Euro werden laut Lakeside Park-Geschäftsführer Bernhard Lamprecht investiert. Zuzüglich 800.000 Euro für PV-Anlagen. Keller wird B16 – so wie alle anderen Gebäude im Park – keinen haben, denn das Gelände ist ehemaliges Sumpfgebiet. Allerdings werden fünf Kilometer Tiefensonden verlegt, um Erdwärme aus dem Untergrund nutzbar zu machen.
Schwerpunkt: Drohnentechnologie
„Ein Innovationszentrum wie der Lakeside Park entwickelt auch die Umlandregion mit und ist wesentlich für Kärnten als Industriestandort“, so LH Daniel Fellner, Bürgermeister Christian Scheider und Babeg-Geschäftsführer Markus Hornböck. Die Babeg, die Betriebsansiedlungs- und Beteiligungsgesellschaft des Landes, ist zu zwei Drittel Eigentümerin des Lakeside Parks. Das restliche Drittel gehört der Stadt Klagenfurt.
Lamprecht hat bereits Anfragen von interessierten Unternehmen. Informations- und Kommunikationstechnik bleibt ein Schwerpunkt im Lakeside Park. „Vor allem aber das Thema Drohnen“, sagt Lamprecht.