Im August 2022 brach im Zuge von Baggerarbeiten nahe der westlichen Stadteinfahrt von Mürzzuschlag eine jahrzehntealte Teergrube auf. Seitdem ist die Grube in der Stadt ein vieldiskutiertes Thema.
Anfang 2023 startete das Land Steiermark – Eigentümer des Grundstücks – eine Untersuchung, um festzustellen, ob und wo eine Gefahr für Umwelt und Lebewesen von ihr ausgeht. Der Bericht dazu hätte ursprünglich bis zum 31. Jänner 2025 an das Umweltbundesamt übermittelt werden sollen. Wirklich passiert ist das allerdings erst vor wenigen Tagen, wie Umweltlandesrat Hannes Amesbauer (FPÖ), befragt von Grünen-Klubobfrau Sandra Krautwaschl, in der jüngsten Landtagssitzung dazu berichtete.
Umweltbundesamt am Zug
„Wie transparent kommuniziert wurde und allen außer den Grünen bekannt ist, war eine Verlängerung des Untersuchungszeitraumes entstanden, da zusätzlich auch Geruchsmessungen durchgeführt werden mussten“, so Amesbauer.
Diese Ergebnisse seien im Jänner 2026 dem Umweltbundesamt übermittelt worden. Der gesamte Abschlussbericht konnte allerdings erst Ende Juni dieses Jahres übermittelt werden. Nun werde das Umweltbundesamt im Auftrag des Bundesministeriums die Priorität der Altlast bestimmen und den Verursacher feststellen. Gibt es einen solchen nicht, werde der Bund gegebenenfalls ein Projekt zur Sanierung vorlegen – ohne bestimmten Zeithorizont. Amesbauer hält fest: „Das Land hat seine Hausaufgaben erledigt, alle weiteren Schritte in dieser Causa liegen auf Bundesebene.“
Kritik der Grünen
Für Krautwaschl ist diese Antwort jedoch nur wenig befriedigend: „Die Menschen vor Ort leben seit Jahren mit einer notdürftig abgedeckten Teergrube, mit Gestank bei Hitze und mit der Sorge, ob ihre Gesundheit ausreichend geschützt ist. Nach der heutigen Antwort von Landesrat Amesbauer wissen sie vor allem eines: Er kann ihnen weiterhin nicht sagen, wann dieser Schandfleck endlich saniert wird.“