Sie sorgt seit 2022 regelmäßig für Gesprächs- und vor allem für Geruchsstoff in Mürzzuschlag: die Teergrube bei der westlichen Stadteinfahrt. Diese wurde damals bei Grabungen freigelegt, seit 2023 wird sie vom Land Steiermark, dem das Grundstück gehört, untersucht.
Bis Ende letzten Jahres hätte ein Endergebnis der vom Umweltministerium finanzierten Überprüfungen vorliegen sollen, doch bis dato war von diesem nichts zu vernehmen. So fragen sich viele Bürgerinnen und Bürger aus Mürzzuschlag gerade im Sommer, wo die Geruchsbelastung durch die Teergrube am stärksten ist, ob und welche Gefährdungen von dieser ausgehen und wann die Grube endgültig saniert wird.
Gemeinde noch ohne Infos
Auf politischer Ebene warte man bereits „etwas ungeduldig“, wie Bürgermeister Karl Rudischer (SPÖ) Anfang 2025 zu wissen gab. „Wir haben bislang nichts gehört. Schön langsam wäre es Zeit, das Ergebnis der Untersuchungen zu erfahren“, sagt der Ortschef auf Anfrage der Kleinen Zeitung. Schon ein Jahr zuvor machte auch Vizebürgermeister Arnd Meißl von der FPÖ Druck, den „Schandfleck und die Ostblockzustände“ in Mürzzuschlag zu beheben.
Die Grünen heben das Thema nun wieder aufs Tapet. Gemeinderätin Ilse Schmalix sagt: „Es reicht nicht, eine kontaminierte Fläche einzuzäunen und jahrelang auf Untersuchungsergebnisse zu verweisen. Die Bevölkerung will wissen, wann saniert wird, wie saniert wird und was das konkret für ihre Sicherheit bedeutet.“
„Teergrube direkt vor der Haustür“
So bringt ihre Parteikollegin und Klubobfrau Sandra Krautwaschl die Causa am Dienstag im steirischen Landtag ein, um vom zuständigen Umweltlandesrat Hannes Amesbauer zu erfahren, bis wann die Menschen in Mürzzuschlag mit einer endgültigen Sanierung rechnen können.
„Die Menschen in Mürzzuschlag leben seit Jahren mit einer notdürftig abgedeckten Teergrube direkt vor der Haustür. Sie brauchen endlich Klarheit und einen nachvollziehbaren Plan, wann diese Altlast saniert wird“, so Krautwaschl.