Am 1. Jänner lebten 569.990 Menschen in Kärnten – das sind exakt 105 weniger als im Vorjahr. Insgesamt verlieren 82 Gemeinden Einwohner, 44 Gemeinden wachsen hingegen. Bei sechs Gemeinden ist alles gleich geblieben. Vom Bevölkerungszuwachs betroffen sind auch die Landeshauptstadt Klagenfurt und ihre Umlandgemeinden.

Am 1. Jänner 2025 lebten 105.256 Menschen in Klagenfurt. Ein Jahr später waren es bereits 105.734. Vergleicht man den Durchschnitt der Jahre 2002 bis 2006 mit den aktuellen Zahlen, wuchs die Bevölkerung um 15 Prozent. Gerade einmal 90.869 Klagenfurterinnen und Klagenfurter waren am 1. Jänner 2002 gemeldet.

Großer Zuwachs in Schiefling

Wirft man einen Blick in die Umlandgemeinden der Kärntner Landeshauptstadt, ist Schiefling der klare „Sieger“: Die Seegemeinde verzeichnete einen Zuwachs von 1,60 Prozent. Lebten am 1. Jänner 2025 2683 Menschen am Südufer des Wörthersees, waren es ein Jahr später 2726. Im Jahr 2002 waren es noch 2301 Menschen, die Schiefling ihr Zuhause nannten. Bürgermeister Thomas Wuksch (ÖVP) führt die über Jahrzehnte positive Entwicklung auf die Infrastruktur zurück: „Wir haben einen Kindergarten, Hort, Nachmittagsbetreuung und einen Nahversorger“, erklärt er. Das mache die Gemeinde für Familien besonders lebenswert.

Maria Wörth verzeichnete mit einem Minus von 1,51 Prozent den prozentual größten Rückgang. In absoluten Zahlen waren am 1. Jänner genau 1636 Menschen gemeldet, Anfang 2025 waren es noch 1661. Ein ähnliches Schicksal erfährt Pörtschach. Die Gemeinde am Nordufer des Wörthersees rutschte mit 2959 Einwohnern und einem Abgang von 43 Bewohnern wieder unter die 3000er-Marke. Bürgermeisterin Silvia Häusl-Benz (ÖVP) führt das auf den Geburtenrückgang und die Altersstruktur zurück: „Wir haben um 50 Prozent weniger Geburten und sind eine überaltete Gemeinde.“ Zudem seien viele Studenten weggezogen. Grund zur Sorge besteht aber nicht. Im Laufe der letzten 24 Jahre verzeichneten Maria Wörth und Pörtschach einen Bevölkerungszuwachs von 25,7 Prozent beziehungsweise zwölf Prozent.

Über einen Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr dürfen sich auch Ferlach (plus 0,32 Prozent), Keutschach (1,08), Köttmannsdorf (0,13), Krumpendorf (0,81), Maria Rain (0,59), Maria Saal (0,40), Poggersdorf (0,92) sowie Techelsberg (0,77) freuen. Eine Abwanderung erfuhren die Gemeinden Ebenthal (minus 0,74), Grafenstein (0,78), Ludmannsdorf (0,61), Moosburg (0,38), St. Margareten (0,46) Magdalensberg (0,08) und Feistritz im Rosental (0,44). Unverändert blieb die Einwohnerzahl in Zell mit 587 Einwohnern.

Am jüngsten sind die Einwohner in Grafenstein, dort beträgt das Durchschnittsalter 43,9 Jahre. Am ältesten sind jene in Maria Wörth, hier ist der durchschnittliche Bürger 49 Jahre alt. Der durchschnittliche Klagenfurter ist 45,1 Jahre alt.

In den kommenden Jahren dürfte Kärntens Bevölkerung wohl schrumpfen, glauben Experten. Das hänge vor allem damit zusammen, dass Kärnten eine recht alte Bevölkerung hat. In Kärnten liegt das Durchschnittsalter bei 46,3 Jahren, in Österreich bei 43,8 Jahren.