„Ein bisschen Wehmut ist schon dabei, jedoch beginnt dann ein neuer Lebensabschnitt", sind sich der Straßburger Daniel Linder (18) und der Laßnitzer (Gemeinde Metnitz) Julian Kollmann (20) sicher, wenn sie über ihre letzten Konzerte sprechen. Die beiden Soldaten absolvieren gerade ihren Grundwehrdienst bei der Militärmusik Kärnten. Linder spielt Trompete, Kollmann das Waldhorn.

Dass die beiden einmal Mitglieder der Militärmusik Kärnten werden, war eher Zufall. „Bei mir war es ein Musikkollege der Bauernkapelle Isopp, er war Vizeleutnant und so habe ich das erste Mal von der Militärmusik gehört. Die Entscheidung, hier meinen Dienst abzuleisten, war für mich schnell klar“, erklärt Linder. Und auch für Kollmann war die Entscheidung, einmal Mitglied der Militärmusik zu werden, eine leichte. „Ich musiziere seit meinem sechsten Lebensjahr. Ein Kollege meines Musikvereins in Laßnitz war hier Registerführer und er hat mir gut zugeredet, mich für die Militärmusik zu bewerben.“

Den ganzen Tag zu musizieren, stört die beiden Grundwehrdiener nicht. „Man muss Musik definitiv mögen. Am Anfang dachte ich, dass das sicher anstrengend ist, aber wir absolvierten trotzdem die Grundausbildung und dann fing erst das Musizieren an“, erklärt Linder. „Und mittlerweile muss man sagen, wir lernen sehr viel, haben aber auch genauso viel Spaß“, fügt Kollmann an.

Tägliches musizieren und marschieren gehört zu ihrem Dienst dazu
Tägliches musizieren und marschieren gehört zu ihrem Dienst dazu © KLZ/Grimschitz

Die prägendsten Erlebnisse? „Definitiv das Militärmusikfestival in der Steiermark“, sagen beide unisono. „Wenn man alle militärischen Musikgruppen einmal trifft, sich anschaut, was die Kolleginnen und Kollegen alles können, wie sie marschieren oder Figuren formen, das war wirklich beeindruckend“, schwärmt Linder. „Aber auch unser Gala-Abend war eindrucksvoll. Ein Abend, der von der Stimmung bis zu den Stücken sehr gut durchdacht und grandios war“, sagt Kollmann.

Rückblick Gala-Konzert 2026

Eines ihrer letzten Konzerte wird jenes am Freitag, 10. Juli, um 19.30 Uhr im Musikzentrum Knappenberg sein. Karten sind im Gemeindeamt und im Tourismusbüro Hüttenberg erhältlich. Der Reinerlös ergeht an den Sozialfonds Hüttenberg.

Und wie geht es weiter? Linder möchte Wirtschaftsingenieurwesen in Wien studieren. Kollmann muss sich noch zwischen einer Lehre und einem Studium entscheiden. Ihre Zeit bei der Militärmusik möchten sie nicht missen. „Es war eine tolle Erfahrung, wir konnten viel für die Zukunft lernen. Und das Musizieren wollen wir auch nach unserem Dienst nicht aufgeben."